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WeightWatchers jetzt auch für Männer… wirklich?!?

Wie könnte die Zeit auch besser sein, als jetzt nach dem Weihnachts-Schlemmen und vor dem Neujahres-Vorsatz? Rauchen aufhören ist bei den meisten ja schon erledigt… aber das liebe Gejammer der Waage beim täglichen „aufsitzen“ – da will WeightWatchers nicht hinten an stehen und kommt mit einem vergünstigtem Angebot „zwischen den Tagen“…

Ich bilde mir zwar ein, dass schon ein richtiger Kerl statt diesem Fussballer für die gleiche Sache Werbung gemacht hat – aber jetzt hat es halt den Kahn und eine wehrlose Banane erwischt. Wie auch immer, die Aussage bleibt die gleiche, jetzt nur auf männlich cool gemacht: Abnehmen ohne Reue und ohne Verzicht, nur mit ein bisschen Bier und Blick auf das Wesentliche.

Spannend ist das Angebot aber trotzdem: Anmeldegebühr, die sogar zu 103% erstattet wird – Man(n) zahlt faktisch nur die drei Monatsraten zum fixen Preis von 16,95 Euro. Wer jetzt schon überzeugt ist, drei Monate für 50 Euro zu testen, hier, wenn er nicht verändert wurde, der schnelle Link: Männer-Weight-Watchers-Test.

Nett ist, dass das Angebot mit zwei Apps kommt: ein mal dem „Tagebuch“ mit den Punkten (und der in der App irgendwie nicht zu 100% zugreifbaren Lebensmitteldatenbank) und einer weiteren App, „Mein Start“ mit einem 2-Wochen-Abnehmplan mit Rezepttipps für den kompletten (All-)Tag.

Ich bin an meinem ersten Tag (mit HomeOffice) sehr gut gestartet, habe aber am späten Nachmittag einen echten Fressflash bekommen und somit gleich mal mit einem „zweiten“ Abendessen meine kompletten Wochenpunkte vernichtet… Wer hätte gedacht, dass das so schnell geht… Zusätzlich habe ich noch meine sechs Sportpunkte des Tages mit verfuttert… ach ja, Ihr kennt das…

Kurz gesagt, und das ist nicht neu, aber gerade mit viel Werbepower in den Markt gedrückt: WeightWatchers sind jetzt auch online. Mit Apps. Und das aktuelle „Kennenlern-Angebot“ ist verlockend. Ich verstehe nur die Fußnote nicht, die besagt: „Die Ersparnis steht Ihnen nur zu, wenn Sie über den gesamten Abrechnungszeitraum von 3 Monaten Abonnent von Weight Watchers Online bleiben“. 72 Stunden vorher kann man kündigen… per email… auch eine sehr fortschrittlich-moderne Aufmachung.

Ich werde das jetzt auf jeden Fall mal die nächsten drei Monate testen und mich mit den Funktionen der Webseite und auch der Apps vertraut machen – und auch schon mal meine Ernährung entsprechend anpassen… Ich bin auf die Resultate wirklich gespannt – und, Ihr wisst schon… ich halte Euch auf dem Laufenden!

„Wie grausam kann Tiefkühlkost doch sein“ oder: der FoodDesigner und die Werbung

Ein vormaliger „Kaptain“, der jetzt auf Grund von was auch immer nur noch unter „IGLO“ firmiert macht ja aktuell mal wieder verstärkt Werbung zu seinem Tiefkühlfischen unter der Bezeichnung „Schlemmerfilet“.

Ich bevorzuge hier ja überwiegend die No-Name-Produkte eines Discounters mit der Geschmacksrichtung „Bordelaise“, da die mehr Fisch und auch den besseren Preis beinhalten – und auch geschmacklich mehr zu bieten haben.

Aaaaaaaber – ich gestehe… animiert durch die aktuelle (wenigstens mit einem Kapitän-Onkel-Typ) Werbung bin ich auf die Sorte „grüner Thai Curry“ aufmerksam geworden – die heute endlich mal gekauft und ausprobiert wurde.

Ich sage mal so viel: Der FoodDesigner hat sich in der Werbung richtig, also so wirklich richtig, Mühe gegeben – aber da hört es auch schon auf:

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Wobei… so sieht die Sache ja noch vielversprechend aus… Lecker Seelachs mit grünem Curry in luftiger Sosse, deutlich sind Spuren vor vormals Paprika und sogar einem Pilz zu erkennen… nun gut, kucken wir doch mal, was in 45 Minuten so bei raus kommt.

Und hier ist er, der ultimative Schock danach:

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Hat sich von lecker dann doch ein wenig in… na ja… moderne Chemie mit Lachs verwandelt…
Noch ein paar Erbsen drauf und der Appetit könnte einem glatt ganz vergehen…:

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Fehler 1: die reine Fettbrühe aus dem Schälchen sollte man wirklich lieber NICHT über den Fisch geben…

Fehler 2: der Kauf an sich.

Ja, das grüne Curry ist scharf und würzig – aber summa summarum muss ich zugeben, ein totaler Fehlkauf. Geschmacklich „weder Fisch noch Fleisch“, die Fettbrühe ist eine echte Zumutung und die sich irgendwie im nichts auflösende vormalig oben aufliegende Gewürzschicht mit genau einem abgezählten Pilz je Portion ist mir einfach zu künstlich… aber, wer’s mag: MAHLZEIT!

FoodPorn…!

…von den täglichen Grausamkeiten und was sonst so alles auf meinen Teller kommt…