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Deutschland ist im Zahlen mit Karten nur letzter? Auch bei GooglePay und weiteren Anbietern? DAS ICH NICHT LACHE!!!! (Fast live aus den USA)

Amerika, Du Land der Kartenzahlungen. Kein Betrag zu klein – und, wie wir aus der letzten Finanzkrise wissen, kein Betrag zu groß, dass er nicht über eine Kreditkarte abgewickelt werden könnte. Allerdings, wie ist es denn so mit den „neuen“ Zahlungsmitteln, Google oder Apple Pay? Da sieht es ganz düster aus…

Klar, in den USA kann ich ALLES mit Karte zahlen - aber...//Quelle: yelp.com

Klar, in den USA kann ich ALLES mit Karte zahlen – aber…//Quelle: yelp.com

Das schöne an GooglePay ist, dass ich mit meinem Handy überall auf der Welt zahlen kann, wo ein Karten-Terminal auch „Auflegen“ wie wir Deutschen („Tap“, so der Rest der Welt) dazu sagen. Der große Vorteil gegenüber Apple Pay, keine großen „Umbauten“ nötig!

Aber ob nun das eine oder das andere, im Land der digitalen Zahlungsmittel (nach China) sieht es mit den neuen Methoden ziemlich düster aus! Ich würde mal schätzen, dass knapp 90% aller Kassenterminals noch den ganz alten „swip“-Magnetstreifen-Standard unterstützen. Mit dieser Methode kann man wohl an jeder Kasse in den ganzen USA problemlos bezahlen.

An zweiter Stelle ist das Einführen der Karte mit dem aufgebrachten Mikrochip. Zwar ist es genau dieser kleine Chip, der die Karte eben auch, dank NFC-Chip, „Tap“-fähig macht, aber irgendwie findet diese Technik nicht so den Anklang in den USA.

Eher im Gegenteil: bei vielen neuen Terminal, die eine „gigantische“ Muschel an der Oberkante mit einem entsprechend großen „TAP“-Aufkleber haben, ist diese Technik deaktiviert. Warum konnte mir auch in einigen Gesprächen nicht erklärt werden. Manche behaupten auch, dass die Technik funktioniere, aber eben nicht bei jeder Zahlung (so wurde es mir in einem Outlet berichtet), witziger weise in einem von vier Läden, die ich auf der ganzen Reise gesehen habe, die einen „Apple Pay“ Aufkleber an der Tür hatten.

Gerade kleinere Läden erzählten mir, dass Tap für sie unlukrativ sei, da die Anbieter noch horrende Gebühren für die Nutzung mit in Rechnung stellen. Also: Endbetrag + Service- + Tap-Gebühr – und letztere beiden trägt eben nun mal der Händler.

Da lohnt sich der Blick in die EU: dank emsigen Bestrebungen aus Maastricht sind die vormals enormen Sätze hier klar gedrückt, um nicht gedeckelt zu sagen. Daher genießen wir die Freiheit, mit einer NFC-Karte an jedem (modernen und nach eigene Aussagen ist es fast flächendeckend in Deutschland so!) Terminal mit Tap in Sekundenschnelle eine Zahlung abzuwickeln – und auch das, dank EU, so kostengünstig wie möglich für den Händler.

Das diese Aussage stimmen mögen, erkennt man auch daran, dass viele Händler ihren Bargeldbestand mittlerweile auf ein Minimum halten. Abheben bei einem Einkauf ab 5-, 10- oder 20 Euro? Das ist kein Selbstzweck, das minimiert die Kosten für den Sicherheitsdienst und die Bankeinzahlungen, sowie Versicherungskosten und Einlagerung vor Ort. Das wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen.

Wir mögen den USA ja in vielen Dingen hintanstehen, aber bei wirklich modernen Zahlungsmitteln haben wir mit „Tap“ und Handyzahlungen, zumindest auf dem Androiden, aktuell ganz eindeutig die Nase vorn.

Ach ja, kleines PS für GooglePay: Wer von Euch sich bisher geärgert hat, dass seine Bank nicht „kompatibel“ ist: solltet Ihr PayPal nutzen, könnt ihr Euer Konto seit dieser Woche auch mit GooglePay nutzen! Gleich mal ausprobieren und erleben, wie schön es ist, wenn die Kreditkarte zu Hause bleiben kann!

Und bei Euch so? Eure Erfahrungen mit Zahlungen – und dann im außereuropäischen Ausland? Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Künstliche Intelligenz macht nicht alles besser (im Moment noch)!

Irgendwo in meiner NEXUS-Zeit bin ich von den divers-möglichen Tastaturalternativen auf die damals in neuer (oder „erster“) Version veröffentlichten Google Tastatur Gboard umgestiegen. Damals und immer mal wieder zwischendurch hochgelobt, ist es mittlerweile ein Wenig ruhig um diese App geworden… warum eigentlich – und warum auch zu Recht?

Bruckvoll oder Wundervoll? Und Offisitz als nächster Vorschlag?

Bruckvoll oder Wundervoll? Und Offisitz als nächster Vorschlag?

Doch, die App war mal richtig gut. Flüssiger Wechsel zwischen Tippen und Swipen, mehrfache Vergrößer- und -verkleinerung der Tastatur, frühe „Ein-Finger-Bedienbarkeit“ und vieles mehr… aber trotzdem, der Koloss Google hat es geschafft, hieraus auch nur eine weitere und mittlerweile recht uninteressante „Alternative“ zu anderen Tastaturen zu machen. Was also ist passiert?

 

Kurz gesagt: NICHTS.
Die Oberfläche: gleich (was nichts schlechtes ist, ich finde, da Gboard immer noch am aufgeräumtesten von allen Keyboard-Apps ist).
Und unter der Oberfläche: Ja, wir kommen der Sache endlich näher.

„Predicition“, also Vorhersage, ist hier das Wort der Stunde. Die Tastatur sollte noch schneller und noch besser „lernen“, welche Worte wir oft und in welcher Reihenfolge gebrauchen und daher noch bessere „Prediction Werte“ schaffen.

Und was ist heraus gekommen?
Ich sage es mal so: bis vor kurzem wollte ich noch einen Blogpost machen, in dem ich ankündige, dass ich EINE WOCHE lang NUR NOCH vom Handy twittere UND KEINERLEI KORREKTUREN vornehme, was Swipe angeblich so erkennt und vorhersagt.

Nun schreibe ich einen Post, in dem ich Euch mitteile, dass ich Swipe zwar aktiviert lasse, aber die komplette Tipperei wieder nur noch mit Einzelbuchstaben mache – wie wir es eben alle machen.

Warum?
Nun… die Prediction ist „straight to hell“!
Ich weiß nicht, wie oft ich schon durch Löschung der Vorhersage oder durch alternative Eingabe versucht habe, dem Teil beizubringen, dass ich nicht nach „Mit freundlichen Grüßen“ die Auto-Ausfüllung „Bill Gates“ gebrauchen kann (zumindest nicht, ohne automatische Übermittlung seiner Kreditkartendaten…!)?!?

Davon ist Gboard aber brutalstmöglich nicht zu überzeugen.
Auch sehr beliebt: swipe über „m-o-r“, Vorhersage: „Morgen“. Passt, geht schnell und einfach, kein Ding. Dann aber: „m-o-r“, Vorhersage „Frühaufsteherlattenprognose“. Ja… doch… ich konnte es nur nicht artikulieren, aber genau DAS Wort Frühaufsteherlattenprognose wollte ich haben. Danke, Google!

Und das geht so weiter. „Tretten“, „Trat“, „Arschtritt“. Finde den Fehler.
Oder, auch geil: „Wir gehen in die Stadt“ – „Für ganz mittig Stunde“. Ja, das erschließt sich nicht mal mehr aus dem Kontext.

Auch kann man das Tool definitiv nicht mehr blind gebrauchen, akzeptiert es doch wie auf dem Bild oben, Wörter, die noch nicht mal Google KENNT! Suche: kein Treffer – das hatte ich JAHRE nicht mehr!

Vielleicht habt ihr da mehr „Glück“ als ich – aber ich gehe zum Tippen zurück… tut mir leid um den Blogpost, eine Woche lang nur noch mit Vorhersage unkorrigiert (was bei Twitter eh immer noch nicht geht!) zu twittern – aber wer weiß, was Euch so alles erspart bleibt.

PS: Unter Android 8 findet sich die Funktion zum Umstellen unter Settings (ja, das Zahnrad), System, Sprachen & Eingabe – falls ihr Euch das schon immer mal gefragt habt…

 

NEU: NUN AUCH ZUM HÖREN!