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Herbe Enttäuschung: ein dreiviertel Jahr mit dem SONOS:5 (Modell 2) – keine Kaufempfehlung!

Leise, heimlich und still hat Sonos nicht nur die Preise wegen „Wechselkursschwankungen“ – wie alles, was Technik aus den USA bringt – angepasst sondern dabei auch seine Modellpalette ein wenig modernisiert. Längst überfällig: dem SONOS:5 endlich Bass und richtigen Sound zu geben. Das, und die Option des „selbsteinstellenden“ Lautsprechers auf besten Raumklang, haben mich veranlasst, tief ins Sparschwein zu greifen – ist doch unter 500€ (und meist sogar deutlich darüber) kein legaler Einkauf zu tätigen. Umso enttäuschender meine Resulte nach neun Monaten Dauertest…

SONOS:5, zweite Version - enttäuschend teurer Spaß für zu wenig Musik

SONOS:5, zweite Version – enttäuschend teurer Spaß für zu wenig Musik

Man glaube eben keiner Werbung: Die Töne satter, die Bässe härter und im Gesamten technisch überarbeitet. Mag sein, aber in der Praxis eher nicht. Nun gut, er klingt nicht mehr ganz noch metall-pastig-lastig wie der Vorgänger und bringt auch ab und ein ein bisschen knackige Musik. Allerdings bleibt ein Haushalt ohne modernes Apple-Gerät dem wohl verkaufstärkstem Argument, der „Selbstregelung“ und Anpassung an immer optimalen Raumklang, einfach und ersatzlos verwehrt.

Natürlich hat Sonos recht, dass bei Androiden selbst im gleichen Modell (z.B. Samsung S8) in drei verschiedenen Modellen drei unterschiedliche Mikrofone verbaut sein können. Aber es gibt, z.B. von Rode (man denke sich bitte den / durch das o, danke!) für sinnvolles Geld einheitliche externe Mikrofone. Aber das scheint Sonos der Aufwand für Geräte dieser Art und in dieser Preiskategorie wohl nicht wert zu sein, traut man Androiden wohl doch den Geldbeutel nicht zu.

Kurz zu meinem Setup und der Umgebung in der die Box rundherum versagt: Playbar nebst SUB, diverse PLAY:1 – und eben die PLAY:5.

An den Lautsprechern gemessen ist der PLAY:1 immer noch das beste, was Sonos im Angebot hat. Sowohl Preis-Leistung als auch Klangwiedergabe. Wahnsinn, was in der feuchtigkeitsabweisenden und damit Bad-tauglichen Box steckt! Kaufempfehlung? JEDERZEIT!

Aber die PLAY:5? Bei gleicher Lautstärkeregelung wie die PLAY:1 säuselt die 5er leise dudelnd im Hintergrund. Satter Sound? Totale Fehlanzeige. Bässe? Hat die Box bisher wohl nicht erlebt. Nach neun Monaten, ein Update für die App oder endlich gleiche Funktion wie auf ios? Wunschdenken.

 

Kurz zusammengefasst: PLAY:5, schweineteuer, schlechter unzufriedenstellender Klang, „Automatismus“ der Raumeinrichtung ausschließlich auf ios – Android wird seit Monaten tatenlos ignoriert. Einbindung in bestehende Systeme binnen Sekunden. Nichtsdestotrotz: den Preis nicht wert und KEINE KAUFEMPFEHLUNG!

 

So, nun denn, liebe ios’ler: wie ist es bei Euch? Klang? Justage an Raum? App? Kaufempfehlung oder doch lieber bei der PLAY:1 bleiben? Her mit Euren Kommentaren???

Lego Mindstorms – endlich wirklich mal was für den erwachsenen Legobastler!

Wie hört sich das an? Eine Box Lego, mit der Mann auch was anfangen kann. Sechs Figuren, viele Anleitungen für weitere Spielereien im Internet – und, oh Technikherz, halte Dich im Zaum: mit einem Kernstück, welches sich per USB oder Bluetooth problemlos per Software vom PC aus programmieren lässt? Ja? ist was, oder? Schade nur, dass die Mindstroms-Box nach wie vor mit 330€ unglaublich teuer ist!

erstes Modell, gemäß beiliegender Anleitung: TRACK3R

erstes Modell, gemäß beiliegender Anleitung: TRACK3R

Der Reihe nach: Mindstorms liegt nun in der dritten Variante vor. EV3 heißt die programmierbare Box, die jeweils vier Anschlüsse oben und unten mitbringt, und so die sich in der Mindstorms-Box beinhalteten Sensoren und Motoren per Befehl(kette) steuern kann. Davor kommt aber der typische Lego-Spaß: das basteln der jeweiligen Figur.
Standardmäßig lassen sich sechs „Roboter“ aus der Box bauen, ohne weitere Zukäufe. Aber, da es weitere Sensoren und tolle Anleitungen aus dem Netz oder auch auf YouTube gibt, ist der nächste Kauf nur eine Frage der Zeit. Leider lässt sich Lego die Box richtig teuer bezahlen, rechnet mal mindestens 330 Euro ein. Aber immerhin: ich schleiche seit mindestens zwei Jahren immer im Kaufhaus oder eben auch bei Lego selbst um die Box, da waren die Preise noch jenseits der 350 Euro…

Das schöne ist, dass der EV3-Stein bei jeder Figur „formschön“ eingebaut und mit Motoren und Sensoren verkabelt wird. Dann gilt es, die Lego-EV3-eigene Programmiersprache zu erlernen. Legos Dokumentation hierzu ist erschöpfend gering, um wirklich professionellen Unsinn mit den Modellen zu machen. Auch im Web wurde ich, bis auf eine Buchempfehlung bei amazon, nicht wirklich fündig (bisher) – das Buche werde ich mir hierzu mal im Detail ansehen.

Was sich jetzt so leihenhaft anhört, hat aber einen sehr ernsten Hintergrund. Spielerisch Kinder zum basteln und programmieren anregen. Eine wirklich gute Idee!

Allerdings, gleich zur Vorwarnung: „quick wins“ sind nicht zu erwarten. Das erste Modell, welches noch mit der mitgelieferten Anleitung zu bauen ist, hat mich gute 2,5 Stunden Zeit gekostet, bis es fertig war (und ich dann feststellen musste, dass ich das Teil gar nicht bauen wollte!). Alle weiteren Modelle werden nach PC-/Mac-App-Anleitung gebaut, was ich unglaublich unpraktisch finde, immer mit einem Laptop nebendran. Vor allem, wenn das Display zu klein ist, lässt die Anwendung einen (trotz vorhandenen Zoom-Möglichkeiten) nicht alles Notwendige auf dem Monitor sehen.
Alternative 2: Ausdruck der Anleitungen. Bevorzugt vierfarbig, zwischen 60 und 120 Seiten. JE FIGUR! Ich habe hier also gute 500 Seiten aus dem Drucker gejagt – und habe mittlerweile Figur frei fertig…

Modell 3: R3PTAR, die Schlange

Modell 3: R3PTAR, die Schlange

Die Programmiersprache stellt Euch so wie VirtualBasic vor: eine Aneinanderreihung von Blöcken, die Befehle (mit individuell einstellbaren Parametern) und Schleifen sowie weiteren Befehlsketten per Drag’n’Drop mit der Maus zusammenfassen und verknüpfen lassen. Raus kommt dabei, ganz primitiv: Wenn der IR-Sensor eine Annäherung unter 10 cm registriert, den Motor mit 100% Leistung drei Umdrehungen rückwärts fahren lassen.
Und dank Schleifen und Abhängigkeiten lässt sich da ganz schön was „drehen“…

Screenshot PC-Anwendung, Programmierung

Screenshot PC-Anwendung, Programmierung

 

Ich fasse zusammen:
CONS: mangelhafte und fehlende Dokumentation über den ersten Roboter hinaus, keine Doku zu Programmier“sprache“, bei mir fehlen in Summe sechs Teile, zwei davon verhinderten Fertigstellung eines Roboters. Erwachsene Finger müssen sich ab und an an die enge und filigrane Bauerei anpassen.
Achtung: Spielspaß lässt einen die Zeit vergessen! Und, größtes Con: der HAMMERPREIS!

Pros: ab zehn Jahre geeigneter Bastelspaß mit Anreiz, durch Programmierung den Roboter individuell zu gestalten. Spaß auf für Erwachsene, die sich dafür begeistern können! Aus der Box raus, sechs unterschiedliche Modelle baubar. Viele Anleitungen für weitere Modelle und spannende Projekte im Netz – und auch auf YouTube.

Steve: Nerdiger Legospaß für lange Stunden. Lange Stunden auch, wenn man auf den Drucker und die nächste Anleitung wartet. Für den Preis hätte ich von Lego die kompletten Anleitungen auf Papier erwartet. Und auch eine umfassende Dokumentation zur Programmiersprache. Aber der Spaß am Basteln überwiegt. Wirklich rafiniert, was aus den Einzelteilen in knapp vier Stunden Arbeit werden kann – und was Motor und Sensor dann so anstellen können. Empfehlung für den großen Geldbeutel!

Im Kino gesehen? Im TV erhascht? Entourage als Serien-DVD-Box und der Film auf DVD…

Acht Staffeln, die sich um das Leben des aufstrebenden und ein wenig eigenwilligen Schauspieler Vince Chase und seine Freunde, die dauerhafte Entourage drehen. Ein bissiger Manager, eine Maschinerie Namens Hollywood: Fertig ist der Plot. Mit allen Widrigkeiten – und Freunden, die mal mehr, mal weniger hilfreich ihrem Sponsoren zur Seite oder auch mal im Weg stehen. Und eine toller Darstellerliste mit bissigem und zynischem Humor…

Worum geht es genau? Vince hat seine besten Freunde aus seiner New Yorker Zeit um sich gescharrt auf dem Weg zum Erfolg und ist nun in Hollywood. Da er als neue gefeierte Größe überall erkannt wird, steht im Tür und Tor (und Groupies) jederzeit offen. Sein Agent tut das Nötigste um ihn weiter zu pushen und die Welle des Erfolges nicht abebben zu lassen, während sein bester Freund E und zugleich sein Agent die eigenwilligen Launen und Marotten des Stars mit seinem Agent „ausdiskutieren“ darf…
Dann kommt noch sein (Halb-)Bruder, ein ehemaliger bekannter erfolgreicher und mittlerweile vollkommen abgestürzter Schauspieler (Stichwort: Melrose Place) hinzu, der definitiv in die Kategorie „tue immer das Gegenteil dessen, was er Dir rät!“ fällt hinzu – auf den Vinnie aber leider auch viel zu oft hört.

Damit ist klar: die Wirrungen in und um den Star sind weitläufig und halten acht Staffeln bei Laune. Nebenbei brilliert sein wirklicher Agent, Ari Gold, mit seinen Hochs und Tiefs, quer durch die Serie. Die, kleiner Spoiler, am Ende der achten Staffel an sich mit einem obligatorischem Happy End endet… aber eben einfach zu offen oder zu abrupt oder zu früh endet – auf jeden Fall hat ein Film dieses Jahr, den Serie an sich nun endlich beendet.

In Deutschland erntete der Film in erster Linie massig Kritik: die meisten der Hauptdarsteller wurden bei den Synchronstimmen absolut fehlbesetzt, was viele Fans der Serie den Weg ins Kino vermeiden ließ. Entsprechend schlecht waren binnen kürzester Zeit die Besuchszahlen – und schwupps, so schnell er da war, so schnell war er wieder weg. Aber ein Fan (oder einer, der es werden möchte!) lässt sich nicht vergraulen: gibt es doch im Onlinehandel mittlerweile zu einem Spotpreis die Komplettbox aller Staffeln – und mittlerweile auch den Film. Vorteil an beiden: die englische Tonspur um der absolut unfähigen deutschen Produktion mehr als nur den ausgestreckten Mittelfinger entgegen zu halten – auch wenn die durch den Kauf leider trotzdem (aber eben nur ein Mal) mit verdient. Dilettanten sterben leider immer zu langsam…

Wer also noch ein Serienhighlight (inkl. Film bitte, Ende muss sein!) für die Feiertage sucht, Prime-Mitglied ist, um die Lieferung noch vor Weihnachten zu bekommen (oder sie eben klassisch vor Ort kaufen möchte): legt los! Die Starliste ist gigantisch! Die Story witzig und durchgehend eine Mischung aus jugendlichem Wahnsinn und Witz pur. Ein bisschen Ironie auf Hollywood ist auch immer mit dabei!

Und der Vorteil: während man, zwar mit Happy End aber eben auch ausreichend Fragezeichen, am Ende der Serie in den Abspann schaut, kann man direkt zum Film übergehen und (vielleicht auch nur vorübergehend) das Ende der Serie im Spielfilmformat erleben… ich finde ja, dass das Ende davon auch noch ein paar Fragezeichen und vielleicht eine Staffel 9 und 10 ermöglicht – aber realistisch gesehen, war es das dann wohl… wirklich…

Wir werden sehen… 😉

 

Meine erste FRITZ!Box! Wie konnte ich nur…!

Vigor, da das ist mir noch ein Begriff, für einen Router, der 200 Euro bzw. damals einfach mal schnell 400 Mark gekostet hat. Danach kamen diverse, teilweise eben von D-Link oder auch mal Netgear. Und da der Trend – und ich hoffe, das letzte Aufbäumen vor dem Fall des Routerzwangs – immer mehr zur „gestellten Modem-Router-Kombi geht, auch zu mysteriösen Marken, wie TechniColor (Ach, der Satellit fürs Wohnzimmer?) oder auch einfach nur Krupfelmüpfeltechnidingsblödbox. Aber dann war es so weit: 200 MBit mit UnityMedia – und meine erste FRITTZ!Box 6490 Cable, in grau, nicht rot!, zog ein…

Und ja – bevor ich zu meinem Standardsatz komme, den ich bereits nach knapp 13 Minuten spielerischem Einrichten geprägt habe, es gibt auch was, was mich wirklich atomar stört: Warum zum Teufel habe ich wohl die fortschrittlichste, modernste, tollste und multifunktionalste Modem-Router-Kombi, wenn das zugehörige HTML-Webseiten-Menüführungsdings die Geschwindigkeit von Pornobildchendownloads mit AOL im Jahre 1993 und einem 56k-Modem hat…

Ok, ja – die Menüführung ist was die Zugriffsgeschwindigkeit angeht, wirklich verbesserungswürdig. Und ein kurzer Tweet hat mich davon überzeugt, dass nicht das Unity-Branding und der „Verschluss“ der Modem-Einstellung(en) hierdran schuld sind.

Aber, mein neuer Standardsatz: WIE ZUM TEUFEL KONNTE ICH IN MEINER GESAMTEN ONLINE-WELT BISHER NUR OHNE FRITZ!Box LEBEN? Wirklich, ganz ernst… wie konnte ich nur?

Die Einrichtung, sobald man den in der Fußzeile als Textlink versteckten „erweiterten Modus“ (und ich such mich zu Tode – aber hey, wer liest Manuals???) gefunden hat, ist eine Sache von Sekunden! Und die Möglichkeiten (unendlich)… und die Erweiterungen (Telefon, Steckdosen, dafür gibt es einen extra Blogpost!)… und die Kompatibilitäten (Hach, Synology, da bist Du wieder!)… Wahnsinn!

Und dann noch der Fernzugriff… Wow! Mit Apps für Android und den Rest… wie toll gemacht!
(Achtung: 1. Alle Passwörter bei der Einrichtung gleich mal mitschreiben UND 2. über die „?“ oder „Hilfe“ oder „Assistenten“ immer genau zeigen lassen, welche Sonderzeichen(!) aktuell erlaubt sind! Vereinfacht vieles, glaubt mir!!!)

Ich war binnen Sekunden angefixt. Und habe mir sofort das zugehörige „große“ FRITZ!Fon bestellt… ich wusste gar nicht, wie einfach es ist, meine Festnetznummer raus zu finden (die ich seit sieben Jahren habe und nie genutzt habe, nun gebe ich die auch noch aktiv raus!) – dank der FRITZ!Box. Oder wie einfach es ist, auch zu faxen (ja, das gibt es noch, mein Büro was das „Opfer“ am anderen Ende)… Oder einen Anrufbeantworter einzurichten… oder… oder… oder…

Ja, wie konnte ich nur all die Jahre ohne FRITZ!Box leben?
Ich verstehe es nicht! Von dem Preis sollte man sich wirklich nicht abschrecken lassen, eine Router-Modem-Kombi (ob nun Kabel, DSL oder VDSL/ADSL) kosten das nun mal – klinkt komisch, ist aber so… und wer 30 Euro für einen Router beim MediaKistenSchieber für zu teuer hält, braucht wirklich keine FRITZ!Box! (Also, brauchen ja, aber nutzen und zahlen nein!)

Lange Rede, ganz kurzer Sinn:
Empfehlung auf fast ganzer Linie (99 von 100 Punkten!)! Das neue fritzOS macht für die ganz neue und ganz erste Version, bis auf die langsame integrierte Weboberfläche (-1 Punkt!) ein tolles Bild, die Funktionen laufen, Kompatibilität und Erweiterbarkeit sind super.
Aber: dafür kommt ein oder vielleicht auf zwei extra Blogs!

Stay tuned! 😉 #FRITZ!Box