Umzugstagebuch, Log des Captains, Wohnungszeit…

Meilenstein drei. Erreicht. Das Häuschen ist voll. Randvoll. Es ist nun endlich alles da. Kleinigkeiten fehlen noch, wie eine Küche oder eben das vom Umzugsunternehmen falsch montierte und daher der Schwerkraft weichende Waschtisch-Waschbecken-komplett-Schrott-Teil. Aber es kehrt Normalität und so was wie Alltag ein. Auch fahren wir nicht jeden Tag mehrfach zur Müllumladestation: es ist also fast vollbracht.

Aber unfassbar, was man so alles erlebt. Und unfassbar, was – nach großer Wegwerf-Aktion – dann doch noch alles übrig bleibt und tatsächlich wichtig ist und umgezogen und erneut verräumt werden will… Daher heute auch der letzte Beitrag in der Umzugstagebuch-Serie. Nein, wir sind noch nicht fertig. Ja, es fehlen immer noch Lampen, Teppiche, Deko-Artikel und vieles mehr… aber: das Haus steht (noch), die Möbel sind soweit alle da, montiert und eingeräumt. Ein Müllhaufen (3…2…1… ebay!) liegt noch rum, um den es sich zu kümmern gilt, auch klafft noch ein großes Loch, wo am 21.12. die Lieferung und Montage der Küche beginnen soll. Auch hängen die ersten neu erworbenen Bilder an der Wand…

Parallel dazu die Diskussion mit der Versicherung wegen dem Waschbecken, was mit viel Tam Tam von der Wand brach und den Unterschrank gleich mit zerstörte… uns wird also immer noch nicht langweilig. Und wenn doch, dann kann ja schon mal die Planung, wie der Garten nächstes Frühjahr umgestaltet wird, geführt werden.

Kurz gesagt: fertig sind wir noch lange nicht, aber die Kleinigkeiten sind schaff- und machbar. Ein paar Lampen noch, dann brennt auch überall Licht… Und das finale Resultat könnt Ihr Euch sicherlich nächstes Jahr als Titelaufmacher irgendwann mal in Architektur&Wohnen ansehen… wenn wir denn bis dahin dann auch wirklich mit all den kleinen Handgriffen fertig sind… was ich nicht als gesichert ansehen möchte – aber es soll ja noch Wunder geben…

 

SPOILER-ALERT: so geil ist der neue Bond (ja!: „Spectre“) – Komma, aber…:

England-Premiere, dicht gefolgt von der Deutschland-Premiere… Vorpremieren quer durch ganz Europa… ich habe echt versucht, mich jetzt lang genug zurück zu halten, aber jetzt wird es endlich Zeit: wie ist der neue – und hoffentlich nicht letzte!!! – Bond mit Daniel Craig so? Kurz gesagt: er toppt einfach alles bisher dagewesene! ABER:

Wie gesagt: Spoiler-Alarm! Ich nehme KEINE Rücksicht auf jemand, der den Film noch NICHT gesehen hat. Letzte Chance, hier mit dem Lesen aufzuhören…:
Gut, Du willst es so, also los:

Wir kennen ja alle den typischen Beginn: gleich mal live rein in Bonds aktuelle Mission. Hierfür ist er in Mexiko unterwegs. Wie wir erfahren werden, wohl nicht so ganz offiziell… aber das ist das schöne an den Craig-Bonds: sie sind eine Fortsetzung der Fortsetzung vom letzten Teil. Wer Skyfall nicht mehr im Kopf hat, schnell bei Netflix „nach“-kucken, dann erst ins Kino kommen. Wobei… Ein Quantum Trost wäre auch nicht schlecht… Egal… Bond ist also auf Mission unterwegs und die… glaubt er überzuerfüllen. Klar, der Böse überlebt und so geht es plötzlich im Hubschrauber weiter. Die Rolle kennen wir alle bereits aus den Trailern – aber wie Bond und der Bösewicht durch die G-Kräfte ihren Kampftanz in luftiger Höhe aufführen hat schon was nie da gewesenes.

Wir erleben heiße Action – und leider auch den unsäglichen Walz, der dem Film so ein wenig die Stimmung nimmt! – in Rom. Ich muss sagen, wenn ich die Wahl zwischen dem Aston (und ein paar Lachern) oder den verfolgenden Jaguar hätte – ich wäre auf jeden Fall in den Jaguar eingestiegen… aber ok, Bond wäre ja nicht Bond, wenn er den DB10 nicht gleich komplett zerstört, also, warum nicht in den Fluss werfen…

An coolen und Situations-komischen Momenten wird nicht gespart! Es gibt genug zu schmunzeln und zu lachen, vor, während und auch nach der Action. Auch hier: typisch Bond. Brilliant, wenn auch viel zu kurz kommt der BBC-Serien-Sherlock-Holmes-Gegner, der sich natürlich nicht nur als der arrogante Bastard heraus stellt – sondern: Tata: als der ultimative Böse. Oder doch nicht? Auf jeden Fall ist die Idee, Bond durch eine Drone zu ersetzten und dies alles mit totaler Überwachung abzusichern sicherlich keine Idee, die nur für den Film geschrieben wurde. Gut, dass Q das ganze noch rechtzeitig aufhalten kann (kann er es wirklich? Der nächste Teil wird es uns zeigen).

Ein paar Länder weiter trifft Bond dann endlich den vermeindlichen Kopf, Leiter und wasauchimmer von Spectre. Walz. Ab da wird der Film das erste mal so richtig langweilig. Dummblabla Dialoge der selbst syncronisierten Art, ein bisschen Folter (die komischerweise trotz all der High-Tech daneben geht, erinnert mich an die Besetzung der Rolle mit Walz) – und die Flucht mit unglaublichem Zielvermögen von Bond. Riesen Explosion, und hallo London!

Klar, Walz ist leider noch nicht raus, er muss noch mal ran – aber das ist jetzt kein Spoiler, dass denkt sich jeder, der schon mal einen Bond oder einen Krimi gesehen hat. Klar, eine Explosion die mal kurz die Erdrotation stoppt killt doch keinen ernst zu nehmenden Gegner (nicht war, Die Hard?) – also warten wir auf seinen erneuten Auftritt und die flachen Sprüche, die er dann zu sagen hat. Na ja, irgendwie passt die Rolle ja doch zu Walz.

Spannend geht die Sache dann zu Ende: Frau retten, glücklich sterben – oder aus dem alten MI-5-Quartier raus kommen, bevor es in die Luft fliegt? Bond wäre nicht Bond, wenn er nicht beides schaffen würde… dann noch mal vom Boot auf der Thames einen Heli abschießen, Walz letztes Gelaber ertragen – und den Held ruhmreich in den brennenden Nachthimmel mit seiner Heldin verschwinden sehen… bevor er dann doch wieder auftaucht, um sich… na ja… wer weiß…

Das erste Fazit:
Der Bond toppt von der Story, der Länge und auch von der Action alles, was bisher da gewesen ist. Aber: er kommt an Skyfall nicht ran.
Der bleibt einfach der beste Bond bisher. Auch wenn die Skyfall-Geschichte an sich konsequent weiter erzählt wurde. Und M, also Mrs. M., einen kurzen „Auftritt“ hatte. Und es im nächsten Teil sicherlich auf dieser Basis weiter gehen muss… und das hoffentlich noch mal mit Craig!

Die Orte und die Kulissen sind wieder gigantisch gut gewählt und Bonds Schneider hat wieder genäht, was das Zeug hielt, um ihn gut aussehen zu lassen. Die Darsteller sind, größtenteils, einfach super. Der eine hätte mehr, der andere am besten gar nicht auftreten sollen… aber, so ist es nun mal.

Wie ich schon am Ende des Films getwittert habe:

Walz Rolle hätte echt jeder andere spielen können – und sollen!!!!

— Steve Schutzbier (@aviationsteve) November 4, 2015

Aber: Wenn die DVD da ist, wird sie trotzdem gekauft und ins Regal gestellt.

Alles in allem ein spannender Abend mit einem echten Highlight der Film- und Bond-Geschichte! 

Epsons neue EcoTank-Drucker… das L355 Einstiegsmodell im Realitätscheck!

Mein alter Brother hat in den letzten Jahren auch mehr Seiten gedruckt, als so mancher Großraumkopierer im Büro, war also abzusehen, dass er weder in Druckqualität noch Geschwindigkeit an meine aktuellen Anforderungen erfüllen kann. Aber wieder einen PIXMA? An sich ja, der kann Duplex – aber die Patronen, da hat Canon schon leicht daneben gegriffen… oder doch einen HP… auch hier das Problem mit den teuren Patronen… was bleibt… Ach Moment, EcoTank… wie, neue Serie?

Ja, zur IFA hat Epson eine neue Serie Drucker vorgestellt. Die EcoTank-Serie besticht, wie man dem Namen nach vermuten kann, nicht durch den Bedarf an Tintenpatronen sondern an Tanks (wie zum Teufel heißen die Dinger nur in den USA, wo Tank nun mal… na ja, nicht mein Problem!) bzw. 70 ml-Tintenfläschchen zu je 10 Euro. Und das schönste an der Sache: Epson liefert jeweils einen „Tank“ gleich ab Werk mit den Druckern mit. Somit heißt es ein wenig Geduld mitbringen, bis vier Fläschchen in den Drucker gelaufen sind – und diese dann nochmals gute 20 Minuten brauchen, bis sie zum ersten Mal bis zum Druckkopf „angesaugt“ worden sind.

Dann geht der Spaß aber auch gleich los! Der Drucker ist flott, auch wenn ich die Druckzeiten mit den Standardeinstellungen (ja, es gibt eine „Schnelldruck“-Einstellung, die aber standardmäßig deaktiviert ist) nicht wirklich an die Werte ran kommen, die Epson auf der Seite stehen hat. Aber: für einen Tintenpisser echt gut! Und das beste ist, dass das Druckwerk vom kleinsten bis zum größten Modell absolut identisch ist. Man spart also nicht an der Druckqualität, wenn mal klein einsteigt.

Mich persönlich stört, dass Epson, wenn man nicht auf A3 drucken will, nur Multifunktionsgeräte gebaut hat. Auch mein kleiner L355 ist Kopierer, Scanner und Drucker in einem. Scanner und Kopierer brauche ich nicht, die 50 Euro hätte ich gerne gespart. Aber klar, dadurch dass die Tinte so günstig und langanhaltend ist, kostet der Drucker natürlich mehr als der Standard-Tintenstrahl für 40 Euro. Der Kauf über Amazon schlug mit 199 Euro zu Buche – das muss, neben der Tinte eben verargumentiert werden – da hilft so ein Scanner-Kopierer-Ding eben gewaltig.

Was mir am meisten fehlt(e), war die Duplex-Einheit. Die gibt es nur im Topmodell, das mit 429 Euro im Regal steht. Und, wie gesagt: es druckt weder schneller noch besser als mein kleiner – aber der Scanner und Kopierer sind noch um ein Fax ergänzt. Und ratet mal, wie dringend ich ein Fax brauche… richtig! Ebenso gar nicht wie Scanner und Kopierer…

Aber, eins muss man Epson lassen: die manuelle treibergesteuerte Duplex-Funktion reicht überall hin! Und die ist wirklich gut gelöst und sauber umgesetzt… nur zwischengeschaltete „Sonderdruckfenster“ (Photoshop, Chrome, etc.) verhindern die von mir standardmäßig aktivierte Duplexfunktion. Da sollte man eben einfach dran denken…

Aber was soll ich sagen? Seit zwei Wochen steht das Teil hier und hat bereits gute 2.000 Seiten durch. Auch wenn das interne Zählwerk der Meinung ist, dass ich davon 1.800 Seiten in Farbe gedruckt habe (graue Fußzeilen sind nun mal Farbe…), sieht man den drei Farbkammern nur wenig Verlust vom ursprünglich voll befüllten Zustand an. Nur schwarz habe ich wohl schon so irgendwie auf die Hälfte runter, würde ich mal schätzen… Sicherheitshalber mal die 10 Euro investiert, damit man hier nicht irgendwann druckertechnisch auf dem Trockenen sitzt…

Ach ja, genau: Der L355 ist aus der Erstserie. Hierbei ist der Tintentankbehälter an den Rand des Gerätes „gehakt“ und nicht so schön, wenn doch auch immer noch am Rand des Gerätes befindlich, verbaut. Und: der Tintenstand ist eben selbst manuell per Kontrollblick abzulesen. Fragt mich jetzt nicht, ob es bei den neueren Modellen mit dem schönen Tintentankbehälterverbaumechanismus auch händisch abgelesen (händisch? ablesen? Ihr wisst schon…!) werden muss oder ob es da dann die Software kann… mein Drucker kann es nur (ja, Ihr wisst schon) händisch… was mich nicht stört!

Für ein Druckaufkommen von 2.000 Seiten gerade mal 5 Euro verdruckt zu haben – damit kann ich echt leben. Bisher hat der L355 alle Erwartugen erfüllt, die ich so an ihn gestellt habe. Er druckt klasse in der Standardauflösung, ist flott, das manuelle Duplex läuft (Ach ja, dringend sicherstellen, dass A4 eingestellt ist, sonst läuft es eher nicht!) und die Nachfüllpatronen kosten wirklich nur 10 Euro das Stück.

Auch ist das Nachfüllen bei Leibe nicht das Handschuh-Spritze-Tinte-HP-Patrone nachfüllen von vor 20 Jahren (Nerds wissen, was ich meine, der Rest sollte mal bei YouTube nach Anleitungsvideos zum Nachfüllen googlen!). Wer fein-motorisch auf dem Stand der Dinge ist, kriegt das im Gegensatz zu mir sicherlich „Fingerrestfarben-frei“ hin… ich war danach eben zwei Mal Hände waschen und fertig.

Kleiner Tipp noch: allem werben zu, Trotz, kauft die Drucker nicht bei Epson im WebStore. Da sind bis zu 80 Euro Mehrpreis drauf, selbst wenn das Gerät nicht online sondern vom Discounter-Palettenschieber um die Ecke zum „Abholpreis“ mitgenommen wird.

 

Pro:
Kauftipp für Vieldrucker, die keinen Laser haben/wollen.
Egal ob klein oder groß: das Druckwerk ist überall gleich.

Con:
Duplex nur per Treiber, klappt nur in 95% der Fälle.
Feingefühl für den Refill nötig, sonst ist das wie Fingerfarbe im Kindergarten – nur schwerer abwaschbar.
Hat und kann WiFi, dann aber immer die Warnung, dass er nicht alle Funktionen über WiFi ausführen kann – WTF?!?!?!!? Und dank WiFi ist er bei mir auch einfach nur schweinelangsam… WTF!

Steve:
Klar, der Preis des Druckers gleich die günstige Tinte aus, aber wer einen sparsamen Tintenpisser sucht, bei Epson nach EcoTank kucken. Dann kaufen. Dann freuen. Und, um das Grinsen aufrecht zu erhalten: mindestens eine Nachfüllkartusche kaufen, es sind wirklich nur 10 Euro (schwarz oder Lieblingsfarbe empfohlen).

PS:
Bei amazon schon wieder fünf Euro günstiger geworden, jetzt bei 195 Euro!

Wie, schon wieder Oktober? Dann ist es Zeit für das #auswärtsschnitzelRIX!

Ok, bei der letzten Runde im April musste ich pausieren. Aber nach Riga (war ich noch nie) für ein paar Tage zu fliegen und das mit netten Menschen aus der Twitter-Timeline zu verbringen und auf ein leckeres Schnitzel (nun, leider nicht) zu gehen, ist doch immer eine gute Idee. Also, AirBaltic buchen, das Royal Square Hote direkt im Herzen der Stadt – und schon kann es los gehen!

Der Plan, der dahinter steht, ist einfach. Ein Mal im Jahr im Inland und ein weiteres Mal im Ausland auf ein Schnitzel zu fahren. Für ein Wochenende. Oder eben ein paar Tage mehr. In Wien fing 2013 offiziell alles an, dieses Wochenende waren wir in Riga.

Ja, DAS Riga. Eine fixe Idee, konnte uns doch weder das Hotel noch AirBaltic wirklich zu einem Schnitzel verhelfen. Dafür haben wir einen wirklich tollen Steak-Laden gefunden (BlueCow!), der nun das Team Twitterschnitzel aufnahm. Aber: wer es uns in Riga gleich tun will, Schnitzel gibt es, wie jeder gute Deutsche weiß, nun mal beim Italiener. Kein Witz, die Pizza-Kette CanCan Pizza bietet neben Pizza und Paste eben auch Burger und… Schnitzel!

Auch fanden wir rund um das Geschenk in Form der „Bremer Stadtmusikanten“ im Vorbeigehen ebenfalls einen Tourifresstempel, der Schnitzel bietet (allerdings irgendwie mit Bierdings ausgebraten und so’n Zeug das keiner wirklich mag). Aber eins ist klar: Wieder Schnitzel, keine Chance. Aus Gründen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann (es war Zeitnot), haben wir nicht bei der österreichischen Botschaft (Elisabethstraße, Sissi halt!) gestoppt, geklingelt und gefragt (oder uns gleich eingeladen, was wir aber – ebenfalls aus Gründen – nicht in den Timelines breit ausdiskutieren wollten).

Bleibt, um es kurz zu machen, festzuhalten:
Riga ist einen Wochenendtrip (auch ohne Schnitzel) echt wert. Land und Leute, sehr spannend. Aus der Bustour durch die Stadt nimmt man unglaublich viel mit (Lieblingssport, trotz Olympia-Arena: Eishockey) und düst mitten durch die Holzhäuser von früher, die man „einfach so“ stehen gelassen hat (und die sind auch alle noch gut!).
Essen: Viel Schwein. Zu viel Schwein. Und nebenan ein Steack-House nach dem anderen. Achtung vor Restaurants in Malls, es kann sein, dass die bereits Stunden vor „Ladenschluss“ nur noch Salat oder nichts mehr im Angebot haben.
Vom Flughafen kommt man am günstigsten für 2 Euro per Bus in die City – oder für 5 Euro per (allgemeinem) Hotelzubringer (der ist aber Nachts nicht am Airport!). Sonst eben Taxi… für ab 15 Euro.
Trinkgeld ist meist in die Preise eingepreist – und mit Englisch kommt man super weiter! Deutsch bringt einem eher gar nichts, auch wenn viele Letten auf Grund der Namensvergabe durch die Preußen bis heute noch deutsche Nachnahmen tragen (Bustour-Wissen!), also nicht täuschen lassen! Alternativ klappt auch noch russisch…

Unser Schnitzel ist rum, wir haben viel und gut gegessen, die Abstimmung zu den beiden Terminen 2016 ist durch (Bamberg und Amsterdam) – und wer noch mehr und live wissen will, möge uns bei Twitter folgen! Sonntags heißt es dann, mittags in eine Dash-8 klettern und zurück fliegen. Also, bis dann!

 

Umzugstagebuch, Teil 1:die ersten zehn Tage

Jeder, der schon mal eine energetische Außenfassadenrenovierung in einem mehrstöckigen Haus mitgemacht hat, kennt die Vorgehensweise: Erst passiert nichts, dann steht da über Nacht plötzlich ein riesen Gerüst. Dann geht es hektisch mit Dampfstrahler an die Fassade, erste Wasser- und spätere Schimmelschäden treten in den Wohneinheiten auf. Ungestört hiervor klebt die Mannschaft außen schon mal die „Wärmedämmungselemente“ an die Wand – um sie später aus unerfindlichen Gründen wieder über mehrere Etagen abzureißen. Und dann wieder anzubringen. Was vorher ein gemütliches Hochhaus mitten/am Rand der City war, ist plötzlich Bosnien-Herzegowina. Und dann der Staub, die Freude jeden Morgen von halbnackten Männern auf dem Gerüst geweckt zu werden…

…, die blaue Folie für die kommenden Monate an Fensterscheiben kleben… und irgendwann die Mitteilung, es dauert wohl doch ein paar Wochen länger, aber anbei schon mal die neue Kalt- und Warmmietenkalkulation für alles und überhaupt nach der nun erwarteten Fertigstellung (Termin neu). Und plötzlich stellt man fest, der Trupp holt sich gerade die Kosten für den Berliner Lach- und Endlosbaustellenflughafen wieder rein. Also, was lag näher, als sich nach einer Alternative umzusehen. Auf Grund der halbwegs bekannten neuen Mietkostensituation konnte somit nicht nur der Wohnungs- sondern auch der Häusermarkt genauer unter die Lupe genommen werden. Und siehe da, wenn auch ein wenig zu sehr mit persönlichen Vorlieben behaftet, war da schon knapp zehn Tage nach Beginn der Suche der Mietvertrag für das Häuschen unterschrieben.

So denn – nun konnte der Umzug also beginnen.
Anfangs waren es noch Umzugskartons, die ins Auto gestellt und stolz ins neue Domizil eigenhändig verfrachtet wurden – bis der Termin des Umzugstrupps näher kam. Natürlich stieg hierzu im Vorfeld und erst recht währenddessen das Chaos der Raumnot sowohl in der Wohnung als auch im Häuschen exponentiell an. Aber: irgendwann war die Wohnung so gut wie leer, ein paar Schränke und eine komplette Küche, die dem Eifer des Mietvertragsunterschreibens ohne Ausmessen zum Opfer gefallen waren, blieben zurück. Aber wer glaubt, jetzt wäre ja alles erledigt: nein, nein, mein Freund!

Jetzt geht die wirkliche Arbeit erst noch los: Lampen montieren (hört sich einfach an, plant mal ne Stunde je Lampe mit allem ein), Schränke aufbauen oder die aufzubauenden Schränke erst noch kaufen, nach Hause bringen, rein schleppen und dann noch Lust haben, sie aufzubauen… dann natürlich das dauernde sauber machen, bevor das Einräumen beginnt. Und immer die Prioritäten im Auge halten! Wer dort schlafen will, kann mit einem fertigen Arbeitszimmer wenig anfangen (zumindest nachts  nicht bzw. selbst dann nur, wenn man so Twitter- und Online-süchtig ist, wie ich).

Vorteil: langsam wird der erste und der zweite Raum fertig. Die Umzugskartons werden leerer, dafür steigt anderswo der Stapel der wieder zerlegten. Dafür entdeckt man neue Kleinigkeiten: Die Sonos-Box, die unbedingt an die Wand soll, der Teppich, der extra noch organisiert werden will, die LED-Lampe, die leider dank Wechselschaltung zur Disko-Flashlight-Anlage verkommt oder einfach Tag und Nacht durchbrennen muss… es wird nicht langweilig.

Gut, dass wir hier in Erlangen nur drei Kilometer „weiter“gezogen sind, von der Wohnung in das Häuschen. Sonst hätten wir noch mehr Spaß gehabt.

Seit Montag bin ich nun in Umzugsurlaubswoche zwei. Prinzessin ist wieder im Büro. Nun habe ich Zeit, die Technik zu optimieren. Die schlechte Sendeleistung der fritz!BOX zum Beispiel. Keine Ahnung, was die in die Decken betoniert haben, müssen gebrauchte Panzerketten auf Krupp-Stahlplatten sein. Aber so habe ich mal die Zeit, meinen ersten Repeater auf Du und Du kennen zu lernen – und immerhin, hier läuft nun alles. Und so wie es soll…

Mehr dazu spätestens nächste Woche, wenn ich Euch berichte, wie Umzugswoche zwei so gelaufen ist. Wer also nicht weiß, wohin mit den Resturlaubstagen in diesem Jahr – ich kann einen spontanen Umzug wirklich nur empfehlen! So schnell sind die Tage noch nie vergangen!

SPOILER-ALARM: Mission Impossible 5, so war der Film

Als bekennender Premieren-Verweigerer komme ich zwar später erst zu den Filmen, dafür aber in Ruhe und eben auch in leeren Kinosälen. Nun war es endlich also Zeit für MI:5. Und, obwohl Tom Cruise mitspielt, hatte er auf Anhieb das Potential, meine Top-Eins der Mission Impossible-Filme zu verdrängen. Im Unterschied zu dem normalen Kinogänger fand ich den vierten Teil eher so lala, reine Effekthascherei, viel zu übertrieben.

Allerdings ist, was die Einnahmen mit allem Drum und Dran angeht, der vierte Teil – bisher – der erfolgreichste. Komisch… kein typischer Vorspann, die Geschichte eher vom andern Planeten und viel zu viel wirklich unrealistische Effekte – und dann dauernd diese BMWs mit dem Motorengeräuschen von echten Autos… Nein, für mich kam einfach nichts an den ersten Teil ran. An die Klassiker und somit an die Serien angelehnt, ein super Vorspann und die Musik nicht einfach für den MTV-Award gemacht… spannende Story, tolle Locations…

Aber dann kam MI:5 (ACHTUNG, SPOILER!!!): Alleine der Anfang, den jeder aus dem Werbevideo kennt, wenn er an dem Airbus Militärjet hängt (als ob das Teil den Abflug wirklich geschafft hätte…) und nun also während des Steigvorgangs weiter außen hängen bleibt… bis hin zu der Auflösung des IMF und seiner raffinierten „Flucht“ mit allen was so dran hängt… sehr gut gemacht. Und dann geht auch schon die Action los. Motorradrennen, BMWs schrotten und drei Minuten Luft anhalten… da wird einem als Zuschauer nicht langweilig.

Und natürlich bleibt er seinem Trend, mindestens ein Mal (diesmal sogar zwei Mal, wenn ich mich recht erinnere) drauf zu gehen und für tot erklärt zu werden, treu. Gut, kann man mögen, macht ihn weniger zum Held und den Rest auch nicht unbedingt „glaubwürdig“, aber das ist wie Terminator kucken und über Basic-Programmierung und 3D zu diskutieren.

Lange Rede, gar kein Sinn: meine neue Nummer eins der MI-Serie ist: Der fünfte Teil! Die Geschichte ist echt gut, der Gegner nervt zwar mit der Syncron-Stimme aber gut gespielt und perfekt bis zum Ende einfach immer einen Schritt voraus! Spannung pur und reichlich Action!
Vorspann wie man ihn erwartet, Musik eben Musik und viel auf dem klassischen Thema der Oper aufgebaut… Schön zu sehen, toller Spannungsbogen, nette Effekte und angenehmes Hintergrundgeplätscher der Musik.

Wer sich überlegt, ihn noch anzusehen, sollte den Plan baldmöglichst in die Tat  umsetzen, mit dem neuen Teil ist wirklich eine lange aber nicht minder spannende MI-Fortsetzung gelungen. Ich bin gespannt, wie MI:6 das dann toppen will (und vor allem, wann)…

I’ll be back – Arni als Terminator „Senior“ endlich wieder im Kino (ACHTUNG, Spoiler!)

Ich sage es nochmals: ACHTUNG, SPOILER-ALARM!
Es war endlich soweit. Terminator Genisys. Arni ist auf der Leinwand zurück – in seiner Glanzrolle. Terminator Genisys, eine spannende Geschichte, viel Zeitreisen, viel mitdenken – und wie immer der gewohnte Wortwitz und einige Seitenhiebe…

Machen wir es kurz: Wer Terminator bis jetzt ausgelassen hat, kann Blumen pflücken gehen. Für alle anderen: kucken gehen. Ein Fest der Spezialeffekte! Wortwitz! Ironie! Seitenhiebe! Wenn es nicht spannend ist, hat man was zu lachen (running gag: „Paarungsverhalten“). JETZT SPOILER!!!!

Die Story ist kurz erzählt: John Connor holt zum finalen Schlag gegen SkyNet und hat es fast geschafft – bis auf die Tatsache, dass ein Terminator ins Jahr 1984 geschickt wurde. Nun gut, schon finden wir uns im ersten Teil Terminator wieder… aber halt! Wo kommt die Kleine her, die Terminatoren jagt, wo kommt der Flüssig-Terminator her, der plötzlich Polizist ist – und warum ist Arni da mit grauen Haaren unterwegs – und hat ein sagenumworbenes Lächeln?

Dann wird ein bisschen in der Zeit gereist (in dem Kontext erfahren wir auch, warum Terminatoren mit Haut überzogen sind und ob sie altern können oder Feuchtigkeitslotion kaufen müssen), SkyNet heißt anders, wir rätseln über parallele Zeitströme, der ultimative Terminator kommt und jeder kennt ihn, Streit, Kampf, Flucht, finaler Showdown – Ende. Den Abspann bis zu Ende kucken, dann wird klar: ja, es wird noch eine Fortsetzung geben… Gottseidank!

Die Show vorgestern war in 3D, das hätte ich jetzt nicht gebraucht – aber der Film selber ist es wirklich wert! Definitiv! Also, wer noch überlegt, sollte sich sputen. Es sind etwas um oder über, wer kuckt schon auf eine Uhr beim Terminator, zwei Stunden spannende Action mit Technik, Gags und sehr guten Stunts.

Für den ersten der lange erwarteten Filme 2015 eine glatte volle EINS!

 

Weitere Filme, die ich in diesem Jahr noch erwarte:

  1. Terminator Genisys
  2. James Bond 007 Spectre
  3. MI:5
  4. Entourage
  5. Mist, vergessen!!!
  6. …schauen wir mal, was noch kommt!

Abu Dhabi ist wirklich eine Reise wert…

…auch wen Etihad nicht mit Emirates mit halten kann. Und Abu Dhabi auch nicht mit Dubai. Aber davon sollt Ihr Euch ja ein eigenes Bild machen. Lasst Euch auch nicht von 40+ Grad abschrecken – eine trockene Hitze mit einer leichten dauerhaften Meerbrise, was will man mehr. 

Man merkt bereits an der Ankunft am Airport, dass man nicht in einer armen Gegend gelandet ist. HomeCarrier Etihad oder nicht, es gab nur eine Außenposition mit Bus – schließlich wurde an dem Terminal an allen Ecken und Enden gearbeitet. Man sieht schon ganz deutlich, dass da noch was Großes draus wird.

Bei der Anreise zum Hotel, die erste Gemeinsamkeit mit Dubai: Währung Dirham, Taxifahren zum absoluten Schnäppchenpreis. Dreißig Minuten, keine 20 Euro. Und auf der Fahrt die erste, ganz offensichtliche „Ungleichheit“: nicht jeder Millimeter Fläche wurde durch einen Wolkenkratzer, ein weiteres architektonisches Highlight, voll gebaut. Da ist Abu Dhabi wesentlich „aufgeräumter“, viele Flächen sind frei und warten auf das passende Investment. Und mitten drin, die sagen umworbenen Etihad-Towers mit unserem Hotel:

...und da war unser Hotel... Etihad Towers...
…und da war unser Hotel… Etihad Towers…

Der Ausblick aus dem 39. Stockwerk war nicht schlecht. Das Bufett war abwechselungsreich – und leider auch zu lecker. Und wer damit fertig war, machte sich grundsätzlich auf zum Nachtisch-Bufett. Auch hier wurde man immer fündig, und sei es nur für eine winzige Kleinigkeit…:

Nachtischteller, Teil eins
Nachtischteller, Teil eins

Aber auch wenn Abu Dhabi aufgeräumter wirkt, protzen ist trotzdem erlaubt. Wer also ein neues Luxusdomizil beziehen will, gibt sich nicht nur mit einer Broschüre und ein paar animierten Bilder zufrieden. Also, was hilft da? Inseln schon mal aufschütten, Brücken bauen – und ein komplettes Musterhaus bauen. Nichts geht über einen guten Ausblick darauf…

Neue Insel, Musterhaus und weitere im Hintergrund...
Neue Insel, Musterhaus und weitere im Hintergrund…

Von Vorteil an den Etihad-Towers ist auch die, leider vollumglaste, Aussichtsplattform, die einem einen tollen Überblick in alle Himmelsrichtungen gibt:

Abu Dhabi Fernsicht 2
Abu Dhabi Fernsicht

Auch sonst gab es viel zu sehen, was uns aus der Türkei bereits bekannt vorkam. Klar, Sand ist genug vor Ort, aber… wenn der nun mal nicht als gut genug empfunden wird, wird eben feiner Sand einfach importiert – und aufbereitet, wie man an dieser Baustelle, vor allem sehr liebevoll rund um die „Pflanzen“, sehen kann:

...wenn der Sand nicht genug ist, dann eben Import...
…wenn der Sand nicht genug ist, dann eben Import…

Auch ist es Pflicht, in den Malls etwas besonderes zu bieten. Zumeist handelt es sich um Wasserfälle oder entsprechend prunkvolle Brunnen. Oder eben mal einfach ein kleines Eisstadion zum Schlittschuhlaufen:

Keine Mall ohne Wasserfall
Keine Mall ohne Wasserfall

Wetter, Leute, Land: immer wieder faszinierend. War also nicht das letzte Mal, dass Abu Dhabi uns gesehen hat. Oder Dubai. Es gibt noch genug zu sehen und genug Hotels, die erkundet werden wollen. Ich kann Euch auf Grund der günstigen Flüge einen Ausflug in ein Arabisches Emirate wirklich nur empfehlen! Viel Spaß beim Träumen und Urlaub planen!

Neues Bankkonto bei Number26: da fehlten Euch Details, hier sind sie!

Ja, da wollte ich Euch eigentlich nur kurz aufmerksam darauf machen, wie Banking heutzutage gehen kann – aber Ihr seid einfach zu gründliche Leser! Großes Lob und vielen Dank für die diversen Nachfragen, die kamen. Hier nun die Antworten:

  1. Number26? Nie gehört? Das soll ne Bank sein?
    Ja und nein. Number26 ist eine GmbH mit Sitz in Berlin. Die „eigentliche“ Bank ist die wirecard AG (TechDax), die in Aschheim bei München sitzt.
  2. Und meine Kohle soll da sicher sein? Zwischen einer AG und einer GmbH?
    Berechtigte Frage. Laut Angaben auf der Webseite hat wirecard knappe 5 Milliarden Marktkapitalisierung. Und Number26 schreibt, dass sie auf der einen Seite einen Partner mit (Banken-)Lizenz gesucht haben und auf der anderen Seite einen erfahrenen Partner gesucht haben. Beides wurde mit wirecard gefunden.
    Details hier: Details zu Number26-wirecard-Partnerschaft!
  3. Und ist meine Kohle jetzt sicher?
    Jein. Also, bis zu unter 100.000 Euro ja, da wirecard der gesetzlichen Einlagensicherung „unterliegt“. Damit sind Beträge kleiner 100.000 Euro zu 100% abgesichert und werden in einem unwahrscheinlichen Fall von Zahlungsausfall (wenn auch mit etwas Aufwand und Zeitverzug) ersetzt.
    Zusätzlich ist wirecard auch Teilnehmer an der freiwilligen Einlagensicherung, was Beträge größer als 100.000 Euro absichert.
    Hier bitte nachlesen!
  4. Oh je, ich habe es aber nicht so mit nur einer App als „alles“ für mein Konto…!
    …ist auch kein Thema, über die Webseite number26.de kann man sich ebenfalls mit allen gängigen Sicherheitsstandards (HTTPS, etc.) einloggen und sein Konto führen. Allerdings ist dann für mich der „2015“-Effekt des Kontos dahin…
  5. Den Teil, das eine App sicher sein soll, habe ich doch schon öfter gehört… und nun mit meiner Bank nur noch per App… neeeeee!
    OK, verstehe ich. Aber, eben auch in Verbindung mit der kostenlosen MasterCard, deren Kreditrahmen NIE über dem aktuellen Kontostand liegen kann, ist die App „Geld“ wert. Alle Zahlungen, die ich bisher mit der Karte getätigt habe, waren in der App schneller verbucht, als vor Ort. Das finde ich schon mal geil! Auch arbeitet die App mit gängigen Sicherheitsmechanismen, um eine sichere Datenübertragung zu gewährleisten. Gut, in kostenfreien (Hotel-)WiFis nutze ich einen VPN „on top“, sicher ist nun mal sicher. Aber unterwegs mit LTE oder zu Hause um WiFi ist die Kiste, je nach Qualität des vergebenen Passwortes, wirklich sicher. Auch hier gibt es Texte zum Nachlesen im Hilfebereich.

  6. …aber, wenn ich jetzt doch will – dann die Wartezeit???
    Kein Problem, bei mir melden, ich habe noch sieben Einladungen frei, dann kann es quasi sofort los gehen!
  7. Und das „Gimmick“?
    …neben kostenfreiem Konto, kostenfreie MasterCard und der App auf dem Handy mit sekundengenauer Aktualisierung? „MoneyBeam“: Freude schicken sich mit einem Fingerzeig untereinander kostenfrei Geld. Hin und her und her und hin. Gimmick Check?
  8. Und sonst so?
    Ich suche Euch gerne noch weitere Infos raus, wer nicht auf mich warten will, bitte bei number26 direkt im Support suchen gehen.
  9. Komm schon Steve, Du nutzt es doch lange genug, was ist der Nachteil?
    Ich konnte bisher nur zwei finden:
    1. Bisher keine Möglichkeit auf Kontoauszüge.
    2. Von der Anmeldung und Verifikation über die Nutzung – einfach geil!

Wenn nun noch was offen ist, bitte wieder per Kommentar in den Blogpost, per Twitter oder gerne auch G+. Und wer MoneyBeam testen will oder eine Einladung haben möchte: einfach bei mir melden.

Moderne Konten haben ein Benchmark: Number26!

Da Jammern die Banken seit Jahren über die Dominanz von Paypal oder auch dem itunes, mit dem Zahlungen abgewickelt werden können – und es ist in den meisten Fällen immer noch nicht selbstverständlich, ein kostenfreien Girokonto (also, kostenfrei im Sinne ohne Fußnote mit Mindestgehaltseingang, etc.) zu erhalten. Geschweige denn, eine Kreditkarte. Nun aber zeigt sich, wie im Jahr 2015 Kontoführung funktionieren kann: Number26 macht es vor. Endlich!

Was macht die ganze Sache denn nun so anders?
Nun, es geht schon bei der Anmeldung los. Aktuell mit Warteliste bzw. auf Einladung. Und dann? Kein lästiges PostIdent mit Schlange stehen. Ausweis in die Hand, WebCam an und in fünf Minuten sind alle Daten abgeglichen.

Dann gilt es die App laden. Klar, kann das Konto auch über das Web geführt werden – aber das ist schon eher so 1999. Also, App aufs Handy und los legen. Richtig spannend wird es, wenn ein paar Tage danach die stylische MasterCard kommt.
Vorteil, neben dem Hinkucker: der maximale Kreditrahmen entspricht dem Kontostand. Und Abhebungen und Zahlungen sind (also, Zahlungen sowieso) größtenteils kostenlos.

Wirklich nett ist, dass die App gewisse Filter und Attribute an Zahlungen erkennt und anhägt. Damit lässt sich schnell auswerten, wie oft ich Tanken oder in Restaurants essen war. Somit habe ich eine ganz einfache Budget-Übersicht. Ich selber mag das Feature, dass eine Kreditkartenzahlung meist schon VOR Abschluss der Transaktion (was aber Verbindungsgeschwindigkeit und Prozessorleistung der Abrechnungslesegeräte geschuldet ist) als Buchung in der App erscheint.

Auf der Suche nach einem kostenlosen Konto? Mit 100% App-Kontrolle? Und einer kostenfreien Kreditkarte? Dann schnell eine Einladung organisieren oder über die Webseite anmelden und etwas Geduld mitbringen – ich hatte fast sechs Wochen Wartezeit, was es aber vollkommen wert war!

Ach ja, PS: Zahlungen von Nutzer zu Nutzer werden in Sekundenbruchteilen gutgeschrieben… falls das von Bedeutung ist… 😉

NEXUS6 Dauereinsatz nach den ersten Monaten – Zeit für ein Fazit!

Im Januar war es soweit: das NEXUS6 war über Google, wenn auch mit Wartezeit, endlich bestellbar. Und, wie immer, hat mein Händchen für Montagsgeräte das erste nach ein paar Tagen zum fälligen Umtausch gezwungen. Aber das zweite Gerät hält sich tapfer. Daher – wird es Zeit für einen Quartalsreview: wie ist es denn nun mit dem NEXUS?

Motorola hat mit dem NEXUS6 wirklich ein brillantes Telefon auf den Markt gebracht. Top Verarbeitung, gute Qualität, langlebige Materialien. Der typisch Motorola-gebogene Rücken kommt in der knapp sechs Zoll Größe so richtig zur Geltung. Das Display ist klar und deutlich, mit sehr guter Farbwiedergabe (und leider auch der größte Akku-Verbraucher). Als 64 GB Version habe ich bisher, die bei den NEXUS-Modellen wohl nicht vorhandene SD-Karten-Schnittstelle, nicht vermisst. „Neckisch“ ist auch die Idee, ein Schnellladekabel beizufügen (von 1 auf 60% in knapp dreißig Minuten, aber bitte nicht Nutzen während der Zeit!) statt eines größeren Akkus (ja, richtig erkannt: das war Kritik!).

Mit dem Android 5.1-Update liegt nun eine Version vor, die zwar immer noch Fehler-behaftet ist, aber ohne schlimmere Abstürze und „Brickings“ nun flüssig läuft. Mein Gerät hat wechselweise lange, dann mal wieder kurze Akkulaufzeit. Angeblich scheint hier ein Bug vorzuliegen, wurde aber bisher nur auf den englisch-sprachigen Markt eingegrenzt.

Alles in Allem muss man ein „Fast-Phablet“ aber mögen. Es ist nicht zwangsweise ein Hosentaschengerät. Und auch nichts für ein paar Minuten Spielerei pro Tag. Wer auf dem Gerät aber arbeitet, mitprotokolliert, Mails bearbeitet, twittert 😉 und auch sonst viel macht, bekommt eine solide Größe in guter Qualität. Ich bin nach wie vor begeistert von dem Gerät!!!

Pro: Nicht ganz Phablet (da unter sechs Zoll), Schnellladefunktion (1-60% in 30 mins), gutes Display, gute Qualität, griffige Form, immer neueste Android-Version ohne Herstelleraufsatz.

Con: Die Kamera. Langsam. Viel zu langsam. Durch Software-Update auf Android 5.1 besser geworden – aber zu langsam! Akkulaufzeit: da wäre in der Größe mehr gegangen!

WWSD: Da die Preise gewaltig eingebrochen sind, seit der Markteinführung: KAUFEN! Wirklich ein tolles Gerät, ich möchte es nicht mehr missen!