Swipen statt schreiben, also tippen? An sich schon ne geile Idee und tolle Vereinfachung!

Lange Zeit war es dem wesentlich offenerem Android vorbehalten, die mitgelieferte und standardmäßige Tastatur gegen eine Beliebige zu tauschen. Es war abzusehen, dass Apple irgendwann dem Druck der zahlenden Kunden folgend (und einfach auch, um die eigene Ideenlosigkeit zu übermalen), sich hier auch öffnen. Damit sind Swype und weitere Anbieter nun für beide Plattformen erhältlich.

Und an sich ist es eine schöne Sache. Nicht mehr tippen, sondern durch streifen über die Buchstaben die gesuchten Worte zu bekommen. An sich klappt dies auch wunderbar, ist schnell, effizient – aber mit der Zeit nutzt sich das „Feature“ ein wenig ab.

Sei es, dass banale Wörter wie „Morgen“ plötzlich „Putschversuchniederschlagungsangriff“ ergeben oder plötzlich das ein paar Mal verwendete amerikanisch Lexikon im Vordergrund steht – bei Texten, die über Zeilen nur deutsch sind.

Nachteil an der Geschichte mit diesen Tastaturen ist, dass sie „lernen“. Oder das, was der zuständige Programmierer mit seinem dahinter liegenden Algorithmus als „Lernen“ eingebaut hat. Daher werden die Tastaturen teilweise „vorausschauend“ – es reicht, zwei, drei Buchstaben zu „überfahren“, schon ist das gewünschte Wort fertig gestellt – allerdings steigt auf der anderen Seite die Bullshitquote.

Swypen statt Tippen? Quelle: Swype
Swypen statt Tippen? Quelle: Swype

So war meine Tastatur, bevor ich sie dann doch genervt wieder durch das Original von Google ersetzt habe, immer der Meinung, ich möchte meine Mails mit „Viele Grüß, Sandra.“ beenden. Nun gut, das mit dem Grüß wäre vielleicht noch durchgegangen… aber… WHO THE FUCK IS SANDRA??? Wo bitte kommt diese „Prediction“ nochmal genau her? Eine Ableitung aus meinem YouPorn-Profil? Aber, nach gründlicher Recherche kann ich Euch sagen: Auch da, keine Sandra…

Und je mehr man sich in diesem Stadium blind verlässt, desto mehr Müll wird produziert.
Und, jetzt kommt der größte Nachteil der schönen neuen Welt: Man kann das „lernen“ dieser Apps nicht „zurück drehen“.
Somit steigert sich mit jedem neuen Wort neben der Trefferquote eben auch immer der Bullshitfaktor – und plötzlich explodieren dahinter liegende Wörterbücher mit Selbstkreationen der lernenden Algorithmen – sehr zum Entsetzen von „blind abgeschickten“ Nachrichten.

 

Ich bin daher am überlegen, mal einen (bevorzugt Wochenend-)Tag lang nur zu twittern, was die „geschwungene Tastatur“ so produziert – und parallel dazu über den PC zu twittern, was ich eigentlich wirklich schreiben wollte… das wird sicherlich ein lustiges Ergebnis… gehe mal in mich, wie und wann ich das am besten realisieren kann – also, stay tuned!

 

Und bei Euch? Zufrieden? Oder auch wieder auf Tippen/Spracheingabe zurück gegangen? Freue mich auf Kommentare und Rückmeldungen!

Männer – Achtung! Es geht um Pflege! Und zwar um Haarpflege – aber nicht die AUF dem Kopf…

Es hat jetzt über einen Monat gedauert, um die Recherchen für nur diesen einen Blogpost zu betreiben – und ich habe in dieser Zeit keine Kosten und Mühen gescheut, auch mal vor Ort und unter widrigsten Bedingungen mitten im Geschehen zu sein. Sorry, dass ich daher auch für „banale“ Themen im Vergleich zu dem heutigen einfach keine Zeit bei meinen Undercover-Recherchen gefunden habe – aber glaubt es mir, bleibt dabei und lest weiter – das Thema ist es echt wert!

Silicon Valley, zweiter Cafe-Break in einem Starbucks. Männer, die sich nicht kennen, stehen in der Schlange und, auf Grund der Macht der Gewohnheit, die sie nicht zwingt, die Karte ausführlich zu studieren, um ein Getränk ihrer Wahl aus diversen Zu- und Draufgaben auszuwählen, small-talken. Und, HALLO? Was ist das? Da werden Gesichtspartien vorsichtig angefummelt – um in der Steigerungsform des gegenseitigen Beschnupperns zu enden? BITTE?

Das Geheimnis ist nicht eine neue Kontaktlinse, die per Spracheingabe den Duft des Getränks schon mal in die Nasenflügel drückt (HALT! MEINE IDEE! ERSTER! PATENT PENDING!). Und es ist auch kein unsichtbarer Falten-weg-Stift (hey, ich sagte doch: MÄNNER stehen in einer Schlange bei StarBucks…!)… nein, noch viel einfacher:

Alle diese Kerle haben, neben den im Valley üblichen Tattoos eine weitere Gemeinsamkeit: Sei es, inspiriert durch einen #Movember oder mit leichter Verzögerung dem Trend des Bartwachstums folgenden – RICHTIG! ALLES BARTTRÄGER!

Klar, das rechtfertigt noch nicht so ganz das seltsame Verhalten – aber, blicken wir tiefer. Und glaubt mir… meine Recherchen haben mich unglaublich tief blicken lassen! Und, neben all den Dingen, die man dann doch nicht immer sehen will, habe ich vor allem eins entdeckt und kennen gelernt: das Geheimnis für einen „zarten“ Bart. Also, nicht das Modell Drei-Tage-Stacheldrahtzaun oder dem Ein-Monats-Müllhalde-Stinkewollknäuel.

Wer also, seine(n) Partner(in) künftig trotz Bart(be)wuchs mit einem „sanften Etwas“ begrüßen will und auch noch gepflegt und angenehm duftend (also, zurückhaltend angenehm duftend!) positiv auffallen möchte, der folge den Insiderinformationen, die ich im Schweiße meines bärtigen Angesichts in Erfahrung gebracht habe, dem….:

BARTÖL! Quelle: amazon.de
BARTÖL! – Quelle: amazon.de

 

Ja, richtig gelesen: Bartöl! Und ja, der Name ist Programm.

Und da es ein Produkt für Männer ist, ist es in der Anwendung kindereinfach. Je nach Hersteller einen oder zwei Pumps in die Hand, mit der anderen mit jeweils ein bis zwei Finger aufnehmen, und vom Kehlkopf an mit wiederholenden Bewegungen in das Barthaar einmassieren. Je nach Anbieter empfiehlt es sich, zusätzlich noch einen speziellen Barthaarkamm zu erwerben, der neben der Massage nun mal auch die Tiefenwirkung und die Reinigung des Bartes übernimmt. Aber: nicht gleich die Vollausstattung bestellen, erst mal Probeschnuffeln gehen, nicht jede „Geschmacksrichtung“ ist was für einen…

 

Bartöl - weiterer Anbieter, Quelle: amazon.de
Bartöl – weiterer Anbieter, Quelle: amazon.de

 

Und dann den Beipackzettel lesen: reicht eine tägliche Anwendung morgens, muss man auch abends ran, soll ein Kamm zur Unterstützung angeschafft werden, mit oder ohne (kleiner Tipp: IMMER MIT!) vorhergehender Gesichtsreinigung… Und schon kann einmassiert und gepflegt werden. Und glaubt mir, nach ein paar Tagen machen sich erste Effekte, eben in Form von „leichteren“ Barthaaren deutlich bemerkbar!

Kostenpunkt für ein wirklich gutes Öl? Ab 25-30 Euro.
Wer in Berlin oder München wohnt hat es etwas komfortabler, da er in einem Barber-Shop vor Ort die volle Auswahl genießen kann. Sonst empfehle ich meinen bevorzugten Dealer für alle Lebenslagen, amazon.de – oder ein bisschen Google.

Und, sollte Euch nun abschließend die gleiche Frage das Leben zerstören und den Einsatz von Bartöl verhindern wollen, wie es auch mir sofort durch den Kopf schoss, kann ich Euch berichten: Nein, wer ölt, massiert und mit kurzer Pause danach sein Hemd, seinen Pullover oder seinen Hoodie überwirft: ich konnte bisher keine Flecken von dem Öl feststellen… höchstens von sabbernden Groupies, bevorzugt aber den weiblichen, beim Hinweis auf Duft und Anti-Stacheldraht-Pflege durch tägliche Anwendung…

Also: Marsch, kaufen, probieren! Das wird es Euch wirklich wert sein!
Und: Anmerkungen und weitere Tipps dazu bitte gerne in den Kommentaren, ich freue mich!

(Meine Recherchen sind hiermit abgeschlossen, der Blog wird nun wieder etwas aktiver! Ehrenwort!

BitCoins – die lange Geschichte des Bekommens, Haltens und in Sekunden aus-gebens!

BitCoin? Ihr könnt Euch noch erinnern? Der Hype um die digitale Währung, 100% anonym (damit schon potential „gefährlich“), binnen Sekunden um die Welt geschickt und an sich kostenlos? Ja? Man hebe die Hand, wer Bitcoins besitzt? Da wird es meist ruhig im Raum…

Mir ging es nicht anders. Das Interesse war groß, nicht nur wegen dem Hype, sondern wegen den absolut geringen Kosten und eben, im Unterschied zu Visa und PayPal, der Anonymität der Zahlung von alltäglichen Dingen. Aber: wie an BitCoins kommen? Die Antwort fand ich auf einem WebMontag in Frankfurt: Fünf Euro in einen Automaten schieben, Wallet installieren, Code scannen – und schon hatte ich BitCoins im Wert von fast 5 Euro (kleine Gebühr abzüglich).

Einige Wochen später fand ich noch einen weiteren Anbieter, wo ich mir eine zweite Wallet anlegte – und, mit einem kleinen Neukundenangebot, 11 Euro einzahlte – die es, bis ich gestern davon 12 US-$ bezahlte, auf fast 20 Euro geschafft hatten.

Ja, BitCoin. Eben wie eine echte Währung, auch mit Wechselkursschwankungen.

Aber, um auf den Punkt zu kommen: Da der Hype ein wenig rückläufig in den letzten Monaten war nahmen auch die im Web angebotenen Zahlungsangebote ab. Allerdings kam ich gestern über ein US-$-12-Software-Bundle-Angebot, das BitCoins annahm. Was also lag näher, als endlich mal ein bisschen was meines Guthabens unter das Volk zu streuen?

 

BitCoin-Logo / Quelle: BitCoin
BitCoin-Logo / Quelle: BitCoin

Und was soll ich sagen? ICH BIN BEGEISTERT!
Keine Kreditkartengebühren, kein PayPal-Abzug, keine Zeitverzögerung, direkte Zahlung unter Abzug eines „maschinellen Entgelts“ im vierten bis achten Nachkommabereich… ich bin nun wieder mehr als nur angefixt.

Aber: wie geht es?
Ganz einfach. BitCoin als Zahlungsmöglichkeit auswählen, im PopUp Betrag checken, Wallet öffnen, Zahlung senden initiieren, QR-Code auf dem Monitor scannen – und schon erledigt. Die Wallet zeigt noch mal alle Details an, während auf dem PC bereits der Download der Software beginnt. So einfach kann es sein.

Ich werde mein eCommerce-Verhalten nun im Detail beobachten: sollte mir das BitCoin-Logo öfter auffallen, werde ich meine Wallet auffüllen und diesen Zahlungsweg des Öfteren bestreiten, so viel ist sicher. Kaum Kosten, 1:1 Transaktionen und eben eine Zahlungsart, die ich im Jahr 2016 einfach als Standard erwarte.

 

Also, Leute: probiert es auch mal aus! Oder habt Ihr schon? Wie sind denn bitte Eure Erfahrungen? Oder – was hält Euch davon ab, BitCoins mal „kennen zu lernen“? Ich bin gespannt!

Mein erstes BarCamp… #bcnue8

Letztes Wochenende war dann endlich mal mein erstes BarCamp! Was ein BarCamp ist? Kurz gesagt, eine Konferenz, bei dem die Teilnehmer selbst das Programm stellen – und zwar jeden Tag, morgens, bevor es los geht. Ich wusste daher auch so gar nicht, was auf mich zu kam – aber, es war eine hammergeile Veranstaltung, mit spannenden Themen und unglaublich viel Abwechslung – kurz gesagt, es war definitiv nicht mein letztes BarCamp!

Nürnberg hat nicht nur den Charme, dass es für mich um die Ecke liegt, sondern auch, dass es ein „offenes“ BarCamp ist – keine Themenvorgabe oder „Einengung“.  Daher kam am Samstag und Sonntag ein bunter Strauss gemischtes an Sessions (=“Themen“) heraus. Teilweise wusste ich nicht, welches der vielen Themen mich jetzt mehr anspricht, da aber eine Zwei- oder Dreiteilung (oder ein Clonen) einfach nicht in Frage kam, musste eine Entscheidung her, so tingelte ich Samstag und Sonntag zwischen Technik, Web, Entwicklung, Knoten binden, Dronenflug und die Umsetzung eines Brettspiels in die Realität.

BCNUE - Gesamtsessions Samstag  
BCNUE – Gesamtsessions Samstag

Sonntag ging es von der Auswahl her ähnlich „großzügig“ und umfangreich zu, so dass es mir auch da nicht gelang, alle Vorträge und Diskussionsrunden, die mich interessiert haben, auch besuchen zu können. Zu viel Auswahl, zu wenig Zeit sage ich dazu nur. Aber trotzdem gelang es mir, eine bunte und interessante Mischung an Themen zusammen zu bekommen.

 

BCNUE - Gesamtsessions Sonntag
BCNUE – Gesamtsessions Sonntag

Meine Besuche im einzelnen:
Samstag:

  • Bildverarbeitung mit Python
    Unfassbar, wie viel Bibliotheken dafür mittlerweile kostenfrei im Netz stehen und somit auch komplexe Lösungen mit wenigen Zeilen sofort zu realisieren sind!
  • WordPress Q&A
    Danke, ich habe nun einen Weg gefunden, das teure WordPress.com zu verlassen, ohne meine Inhalte zu verlieren. Auch für ein evtl. Selbsthosting oder mögliche PlugIns viel an neuem Know-How gewonnen. In diesem Zuge sei auch auf den WordPress-Stammtisch in Nürnberg verwiesen!
  • Dann kam das Thema Wetterstation, gefolgt vom Thema Drone.
    Die Wetterstation war ein Outdoor-Projekt mit diversen Sensoren. Basis: Raspi, klar. Sehr spannend die noch ausstehende Umsetzung per Solar-Strom (bin auf den Fortschritt gespannt) und die Koppelung mehrerer Raspis zur Bereitstellung diverser Dienste (Daten > Twitter, grafische Temperaturdarstellung).
    Gleicher Raum, nur nun mit einem neuen Vortragenden mehr, das Thema Drone. Ich muss sagen, auf die Blade statt die DJI gesetzt zu haben, war ein BRUTALER Fehler. Meine QX350 ist da echt eine lahme Schnecke gegen das, was DJI mit der Phantom-Serie mittlerweile zu nicht wenig mehr Geld kann…
  • Zum Thema Webtools gab es einen regen Austausch an (na klar!) Tools für GMail und den Webworker. Von flexiblen Signatur-Erweiterungen bis hin zu Kanban und GTD-Tools und noch einer Zugabe in Form von Video-Tools war wirklich alles dabei!
  • Der Erfahrungsbericht zum Thema YouTube war spitze – lies einen aber auch an der Menschheit zweifeln. Dass „unboxing“ immer noch ein großer Hit ist, habe ich selber auf meinem YouTube-Kanal bereits erlebt, aber dass man Leuten beim Auspacken von Ü-Eiern in billigster Video“produktion“ mit mehreren hunderttausend Likes zusieht, hat mich schon… getroffen…
  • Und dann noch die Jagd nach Mr. X – Wenn ganz Nürnberg zur Spielwiese wird, sehr spannend, geile Idee!

Bei den Nachtsession war neben einem Vortrag zum Thema Projektmanagement (es ging u.a. um Russland) das obligatorische Werwolf und auch PowerPoint-Karaoke (da war ich) angesagt… ich sage nur soviel: es war schnell vorbei…

Auch Sonntag ging es nach dem Frühstück gleich weiter. Ich kürze das jetzt mal ab, so eine Grundvorstellung habt Ihr jetzt ja, worum es ging:

  • Behavior-driven design (kann man genau so googlen, gezeigte Entwicklungsumgebung Cucumber)
  • Erfahrungen aus drei Jahren Pilzpaket (wer er nicht kennt, Google an, total geile Idee!)
  • Effektives Reden (Google: Toastmasters)
  • Freibierfotzen 2.0 (wer sein bay’risch-deutsch Lexikon verlegt hat, kann es harmlos als Schnorrer übersetzen, wer es mehr „Web“ will, nimmt Troll)
  • Und ja, ich war zum Abschluss im Knotenkurs. Endlich ein Knoten, um die Cessna sicher zu verzurren und doch wieder leicht aufzukriegen!

Und dann war es, nach Aufräum- und Abbausession schon wieder vorbei…
Aber: ein geiles Wochenende. Eine geile Un-Konferenz. Den Besuch wirklich wert. Ich kann es Euch nur ans Herz legen, schaut mal in der Region, sicherlich habt ihr in Fahrweite auch eine Veranstaltung dieser Art. Dann unbedingt hin gehen! Und aktiv mitmachen!

Ich plane, Würzburg oder Regensburg als nächstes zu Besuchen, vielleicht trifft man sich dann ja mal in echt, schließlich ist ein BarCamp auch eine Networker-Veranstaltung!

BCNUE / Barcamp Nürnberg Logo
BCNUE / Barcamp Nürnberg Logo

 

Ach ja, PS: Storify hat wieder eine tolle Nachlese!

Rückblick: Das war der WebKongress Erlangen #wke2016

Letzten Montag, Dienstag und Mittag war großes Treffen an der FAU in Erlangen, es war Webkongress. Schwerpunktthema war eGoverment. Zwei bzw. drei geballte Tage rund um Web-Themen und alles, was die öffentliche Verwaltung betrifft.

Gleich mit der Keynote am ersten Abend war die Richtung klar: Digitalisierung und Medienethik. Klar, die sozialen Netzwerke waren mit dabei, aber auch das Internet an sich. Und genau so startete auch der Dienstag. Zuerst ein Warm-Up mit „Blogredesign“ und Zugriffs- sowie Ladezeiten, dann ab zum Social Media der Berliner Polizei um dann bis Mittags weitere Webthemen (komplexer Content, Focus Management). Der Nachmittag lief dann auch wieder zwischen Web und eGovernment weiter, mit so spannenden Themen wie Indie Net oder Jugendschutzprogramme, die die Jugend schädigen.

WKE-2016 Banner
WKE-2016 Banner

Abends fand im Redoutensaal das Abendessen und das weitere Netzwerken sowie das Vertiefen der über den Tag gewonnen Kontakte statt, bevor Mittwochs, allerdings nach so einer Feierlichkeit am Vorabend, zu nachtschlafender Zeit das dritte und letzte Tag des Webkongress startete.

Auch hier war ein bunter Strauß an eGovernment und Web(technik)themen im Angebot, die den Tag schnell vergehen ließen. Und auch an diesem Tag war wieder für jeden was dabei… egal, ob das Betreiben einer eigenen Cloud mit owncloud oder auch die Frage, wie ein Einstellungsprozess gestaltet sein sollte, um die richtigen Leute fürs Team zu finden… es war leider viel zu schnell vorbei.

Wer jetzt angefixt ist, muss sich ein wenig in Geduld üben – der nächste #wke wird erst wieder in zwei Jahren, in 2018, statt finden… aber die Geduld ist es wert!

 

Twitter-Nachlese auf Storify!

 

Flugsimulation für zu Hause ist kein Hexenwerk und auch nicht teuer…

Wer kennt sie nicht, die Faszination des Fliegens. Der Schwerkraft zu trotzen, sich in einen blauen/grauen Himmel zu erheben und die besungene Freiheit über den Wolken zu genießen. Nachteil der Sache: Immer Linie heißt leider auch immer hinten sitzen, selbst den Flugschein anzugehen ist, dank Mondpreisen für Flugzeugsprit, und die komplizierten deutschen Verwaltungsakte auch nicht für Jedermann der Wunsch für freie Wochenenden. Also, was tun?

Wer es wirklich professionell und nicht zu Hause machen will, hat eine breite Auswahl an durchschnittlich 200-Euro-Paketen, um Restkapazitäten der Airlines und deren 3D-Simulatoren mit Bewegung für eine Stunde zu buchen. Meist bevorzugt an den Wochenenden, und erfahrungsgemäß eher „spät Abends“. Da gibt es dann eine Wunsch- oder vorgewählte Route, ein Briefing, Cockpiteinführung, garantierter Start sowie die zugehörige Landung, Flug, evtl. Notfallsimulation – und ein Debriefing mit Urkunde.

Auch nimmt mehr und mehr die Professionalisierung des Hobbies an sich zu, so werden gute („private“!) Cockpit-Nachbauten mit Simulatoren verknüpft und auch hier „Flugstunden“ angeboten – die Palette reicht von 99 bis 499 €.

Selten, dass man das so sehen kann...
Selten, dass man das so sehen kann…

Wer aber den Flugschein gar nicht möchte, trotzdem aber jederzeit in der Lage sein will, in die Lüfte zu gehen, sollte sich seinen Simulator für zu Hause gönnen. Aktuell gibt es hier zwei sinnvolle Möglichkeiten: die Relikte des vormaligen Microsoft Flight Simulator (FS X) oder, mehr von der Mac-Seite her bekannt, X-Plane (XP).
Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Während X-Plane für mich die realistischsten Flugeigenschaften rechnet und in ansehnlicher Grafik umsetzt, gibt es an Flugzeugen und Zubehör (ich rede immer noch von Software!) die meiste Auswahl für den FlightSimulator. Dafür stockt seit dem Verkauf die Weiterentwicklung ein wenig, da nicht jeder auf die Finanzmittel von Microsoft zugreifen kann. X-Plane ist dafür eine Ein-Mann-Entwicklung, die zwar Grafik und Support an weitere Personen ausgelagert hat, aber auch mal gerne den Launen des Chefprogrammierers ausgesetzt ist.

Ich bin zum einen auf Grund der früheren durchgehend Mac-Plattform bei X-Plane gelandet, habe mich aber nach Abschluss des Flugscheins weiter für die Plattform entschieden, da sie einfach wirklich sehr realistisch Flugeigenschaften und, zu Trainingszwecken sehr sinnvoll, mögliche Ausfälle und Notfallübungen realitätsnah ausführen lassen. Wer dagegen die große Auswahl an Flugmodellen und Funktionsumfang wünscht, sollte sich auch den FS X ansehen.

XPlane-Splash-Screen
XPlane-Splash-Screen

Wer nun eine Sekunde verschwendet, um sich den Einstieg zu überlegen, kalkuliert bitte folgendes mit ein: 50-100 € für die Software und evtl. „Zusatzmodule“ oder Flugmodelle. Einen ersten Überblick könnt Ihr Euch z.B. bei amazon oder auch aerosoft verschaffen. Aber Achtung: wer virtuell mehr als nur Pixelgeschubse sehen will, braucht eine verdammt gute Grafikkarte. 2GB VRAM ist das wirkliche MINIMUM(!), drei oder vier sind, klar, besser. Und wer solch eine Grafikkarte haben will, braucht mehr als einen Pentium I. Auch klar.

Kurz gesagt, Eigenbau oder Kauf, die Hardware selber wird auch irgendwo zwischen 1.000 und 2.000 Euro liegen – wobei nach oben hin alles offen ist. Und bedenkt: auf einem 17-Zöller ab München zu simulieren… es gibt „größeres“…

Und jetzt kommen wir zur Frage des Realismus zu Hause. Klar, ein Dreiachsen-Joystick mit x, y und z reicht für die typischen Bewegungen roll, pitch und yaw vollkommen aus. Aber… wäre ein Yoke, wie im Cockpit (also, nicht Airbus, da solltet Ihr den Joystick behalten und nach links auf Eurem Tisch schieben!) nicht nett? Wer dann einen Yoke will, braucht Pedale, da die Z-Achse (yaw) nun mal nicht mit einem Yoke abgebildet werden kann… schon steigt der Realismus, leider leidet damit der Geldbeutel.

Und dann gibt es ja noch den Throttle-Quadranten, wahlweise von Boeing oder Airbus, die Kopf-folge-Abtastung, undundund… je nachdem, wie weit Ihr gehen wollt, um realistisches Fliegen von zu Hause zu ermöglichen, kann der Spaß schnell teuer werden! Aber, glaubt mir: im Vergleich zu „echt“ noch ein Schnäppchen!

LOWI - Innsbruck
LOWI – Innsbruck

Mein Einsteigertipp für jeden, der „mal schnell“ testen will:
X-Plane kann man sich kostenlos laden und ohne Kauf auch einen kurzen Flug starten – allerdings nur in den USA rund um San Bernadino (KSBD) ODER, je nach Update und Version, in Österreich rund um den anspruchsvollen Airport Innsbruck (LOWI). Auch lässt sich nur ein Flieger nutzen (Cessna 172 bei meinem letzten Versuch ohne Original-DVD oder USB-Dongle). Dieser lässt sich auch mit der Maus steuern – aber glaubt mir, das ist anfangs unglaublich komplex und führt zu schneller Erhöhung virtueller Versicherungssummen…!

...das üben wir noch mal...
…das üben wir noch mal…

Vielleicht könnt Ihr Euch einen entsprechenden Joystick borgen oder kaufen, aber plan dafür auch mal rund 50 Euro ein (ja, es ist viel passiert mit Joysticks seit dem C64…!). Und dann kann es auch schon los gehen… wenn Ihr Euch in Ruhe(!) durch die Einstellungen der Grafik und des Joysticks, etc. gearbeitet habt. Dann noch den Realismus des Flugzeuges anpassen – und schon kann es los gehen. Wichtig: sanfte Bewegungen, kein ruckartiges Ziehen oder Drücken, sonst kommt man zwischen Strömungsabriss und G-Kraft dem Boden schnell näher, als einen lieb ist. Yaw ist virtuell tricky und meiner Meinung nach noch verbesserungswürdig – also Vorsicht damit, sonst bringt die Cessna schnell eine „dutch roll“ mit Kontrollverlust (und schlimmstenfalls dem gefährlichen Trudeln).

Wer sich aber durchbeißt und nicht locker lässt, hat ein neues Hobby, welches Stunden kosten kann (bei mir war der längste Flug 13 Stunden in Echtzeit mit der 747-400 (744). Und man kann zu Hause die Faszination Fliegen auch endlich von „ganz vorne“ erleben. Und keine Angst vor dem ganzen Fachvokabular, sowohl hier in dem Post (übrigens: ganz bewusst gewählt und nicht erklärt, auch wenn das eher untypisch für mich ist!) als auch in der Simulation selbst…

Und jetzt: LANDUNG!
Und jetzt: LANDUNG!

Ich wünsche viel Spaß, blue skies and happy landings!!!

(Und nie vergessen: Landen ist die Kür, die erlernt werden will!)

 

PS: X-Plane lässt Euch Flüge, neben Screenshots, als Movie speichern – somit könnt Ihr Freunde und Bekannte jederzeit dran teil haben lassen (oder eben auch YouTube)…

 

Was an Blogs auch gewaltig nerven kann: lieber alte News als gar keine News…

Jeder Blogger kennt dieses Problem: woher die Themen nehmen, wenn nicht stehlen. Je nach Ausrichtung kann es einfach mal ne Woche oder zwei geben, da kommt einfach nix neues! Und dieses „Sommerloch“ kann nun mal jeden und überall treffen. Blöd nur, dass der geneigte Leser nicht immer die Geduld aufbringt, auf die neueste Schlagzeile zu warten und so kann man sich passiv-bloggend einfach in die Unwichtigkeit bringen. Aber diese neue Neigung, die aktuell viele Blogs ergreift, macht mich noch mehr wahnsinnig… und führt noch schneller dazu, dass man mich als Leser (und Follower) verliert!

Nun, worum geht es. Den Plan! Man weiß ja, welche Ausrichtung der eigene Blog haben soll. Man weiß daher, mit welchen Themen man punkten möchte. Und man weiß auch, was der potentielle Leser für Interessen mitbringt.
Das nun alles beschwingt oder bierernst geschrieben, mit oder ohne Fremdwort, viele oder keine Bilder, sonstige Medien oder auch nicht – und schon sind die Posts in der Öffentlichkeit. Und, je nach Anbieter, hat man ein Tracking, in dem man sehen kann, zu welchen Zeiten viel gelesen und an welchen Tagen der Blog dann auch besucht wird.

Aber nun… die Saure-Gurken-Zeit… kein Thema weit und breit… aber… man will doch was veröffentlichen… Also, was tun? Es gibt nun zwei Kategorien von absolut nervigen Bloggern, die von mir ab sofort konsequent sofort auf allen Kanälen entfolgt werden:

  1. Recycler
    Kein Thema zu alt, um es nicht noch mal nach oben zu spülen. Warum nicht die alten Artikel über Antenna-Gate und die Bumper vom iphone 4 noch mal ausgraben, es gibt ja schon genug Gerüchte über das wohl neue Modell, warum nicht noch mal kommentarlos an die Vergangenheit erinnern? Oder ein bisschen was aus der guten alten Windows-98-Zeit re-posten? Wird schon keiner merken…
  2. Abschreiber (oder nett gesagt: News-Recyler)
    Wie bitte? Meine Abendschlagzeile war schon heute morgen alt, da sie gestern um 21:47 Uhr lokaler deutscher Winterzeit schon auf Twitter durch war… und Facebook kennt das Thema auch schon… macht ja nichts, wenn ich NUR DEN EINEN erreiche, der es noch nicht gekannt hat… der aber wiederum wohl kaum BESAGTEN Blog lesen wird…

JA! Bitte überall noch mehr davon! Immer wieder!!! // Quelle: Internet

JA! Bitte überall noch mehr davon! Immer wieder!!! // Quelle: Internet

 

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich den 1:1-Abschreiber mehr hasse, als den, der die Headline oder die Einleitungszeile oder beides noch ein wenig reißerischer fabuliert… aber beide nerven mich KOLOSSAL! Ich gehöre nicht zu denen, die sich freuen, dass die Meldung morgens im Halbschlaf nachmittags um fünf nochmals aus anderer Quelle kommt… „weil es dann wahr sein muss“! Nein, für mich ist das Zeitverschwendung, der berüchtigte „informationus destruktivus“ – abhaken durch Ignoration. Und da dieses Phänomen unter einigen Blogs, denen ich wahlweise direkt über WordPress, Feedly als RSS oder noch schlimmer, Twitter als meinen Hauptnachrichtenkanal folge – ist damit ab heute SCHLUSS!

Mag ja sein, dass Deine Leser dieses „individuelle Kopieren“ von mittlerweile alten Nachrichten mögen – ich nicht! Ich bleibe da lieber bei der Quelle, die es mir als erstes gesagt hat – und der Rest fliegt!

 

Ein guter Blog steht eine Leerzeit von ein paar Tagen oder auch mal 14 Tage Urlaub problemlos durch – die Abwesenheit wäre dann aber eine News, die gepostet werden sollte…

Ok, ok! Ich gestehe! Ich habe es getan!!! Ich habe auf Windows 10 geupdated…!

Ständig das Popup unten rechts aus der Benachrichtigungsleiste, dass schon Millionen vor mir auf Windows 10 upgedated haben… soll ich das einfach so auf mir sitzen lassen? Ja! Habe ich, ganz bewusst, da sowohl die Kombi aus Startmedium und Bootmanager nicht in der Lage waren, den Rechner wieder hoch zu fahren – und das alles nur, damit ich endlich endlich einen Clone meiner Windows 8.1-Platte machen kann. Für den Fall der Fälle… also, klickte ich das Bubble mit einer Vehemenz weg, mir der Microsoft es mir beim nächsten Mal gleich wieder über den Bildschirm schickte.

Aber dann: die Backup-Software ging gar nicht mehr, da half nur noch ein kompletter Neuinstall. Und der wiederum führte dazu, dass ich von der Webseite des Anbieters die neueste Version lud – und siehe da, plötzlich klappt es mit dem BIOS, plötzlich ist die F11-Taste als Eintrag im Bootmanager -und schon läuft, wenn auch unter völliger Fehleinschätzung der Zeitdauer, über Nacht ein Clone meines Windows 8.1-Laufwerks. Und, kaum war es dann Sonntag mit gut vier Stunden Verspätung fertig und ich hatte den Bootmanager mit meinen verhunzten Platten (60GB SSD als Windows-Platte, so vom Hersteller vorgesehen, hochgerüstet auf 3 TB HDD als Startplatte, von mir so umgesetzt) auch wieder am Start – und legte sofort los, mit der Windows 10 Installation.

Alleine für DAS Hintergrundbild lohnt sich das Update // Quelle: Microsoft
Alleine für DAS Hintergrundbild lohnt sich das Update // Quelle: Microsoft

Da fiel mir wieder ein, dass auch Windows 8.1 als Update mal schnell drei Stunden gebraucht hat. Das Laden ist heutzutage das Schnellste am Aktualisieren, alles andere braucht Zeit, immer mal wieder ein paar User-Interactions in einfachen Fenstern, damit wir nicht die Stimmung und Laune verlieren – und irgendwann… da ist es soweit, und Windows 10 (Home) glänzt mir entgegen.

Ich habe als erstes getestet, ob die unter 8.1-installierte Software, mit der ich am meisten arbeite noch geht. Dann ein paar der Spiele. Dann die restliche Software. Und, was soll ich sagen: fehlerfreie Übernahme. Ab dem zweiten Start von Windows 10 (beim ersten wurden noch extrem viele HDD-lastige Operationen im Hintergrund durchgeführt!) lieft das Teil so schnell wie vorher, so flüssig wie vorher und genauso stabil! Und mit dem Bonus: Neue Features, endlich durchdachte Funktionen, viele Bugs von 8.1 beseitigt… und all meine Software rennt auch noch/wieder…

Klar kenne ich die Horror-Stories, Platte weg, OS weg, keine Rückkehr möglich. Ich hätte auch nicht gedacht, dass meine komplette Software, von kopier-geschützten Adobe-Produkten bis hin zur Bootmanager-Freeware, wirklich alles! – tatsächlich so weiter läuft…

Und, was soll ich sagen?
Ich bin ja, seitdem ich mit Windows 7 gearbeitet habe, schon immer der festen Überzeugung, dass kein Mensch mehr einen Mac braucht (also, privat. Beruflich mit Color-Management und 72 dpi-Darstellung können wir gerne auf Twitter weiter diskutieren, wird aber auch da sehr eng für Apple!). Windows 8 mit der Universalkachelung (zumindest für alle, die nicht Classic Shell kennen) war schon wirklich… nett, aber unglaublich anstrengend und einfach nur übers Ziel hinaus geschossen…

Das ist nun mit Windows 10 vorbei. Selbst bevor ich Classic Start Shell installiert habe, war von Kacheln nichts zu sehen – außer im Start-Menü… und da war ich echt kurz am überlegen, es einfach Microsoft-like zu lassen, aber dann siegte der Install-Button und schon hat das Classic Shell nun wieder entkachelt und übernommen (Vorteil: ist mit einem Mausklick deaktiviert, falls es mich mal überkommt!).

Was kann ich nun sagen, nach den ersten drei Tagen?
Es ist wesentlich aufgeräumter. Allerdings bin ich noch am Gewöhnen mit den weißen Bildtitelleisten, ich denke immer, das Fenster ist deaktiviert, obwohl ich es gerade eben erst aufgerufen habe. Viele praktische Funktionen sind neu dabei: keine nutzlosen Bibliotheken mehr links in den Exporerfenstern, dafür automatisch und manuelle Auflistung oft genutzter Ordner. Tolle Einbindung von GoogleDrive, OneDrive und auch Dropbox. Endlich scrollt die Maus an der Stelle, wo der Mauszeiger steht – und nicht da, wo Microsoft glaubt, ich hätte jetzt zu scrollen (MEIN TOPFEATURE!). Auch die Einbindung von Netzwerkgeräten und die Darstellung des Computers mit allen Laufwerken: super gemacht.

Wenn ich Euch jetzt angesteckt habe, hört meine Worte!
1. Kein Update ohne Backup! AKTUELLES BACKUP!
2. Nehmt Euch Zeit mit. Backup kann mal locker ne Nacht dauern, Win 10 braucht auch gefühlte 24 Stunden…
3. Und wenn es dann drauf ist, TESTEN! Software, Spiele, Anwendungen, Daten! Auch wieder ein halber Tag weg!
4. Wenn was schief geht: Google anwerfen, ausprobieren. Bei „Negativ“: sofort Backup zurück spielen, mit dem alten Windows leben und…:
5. „Clean Install“ vorbereiten. Platte komplett löschen, Win 10 drauf, dann händisch alles nachinstallieren.

 

Wie gesagt, bei mir ging alles glatt, kein Datenverlust und alle Anwendungen laufen einwandfrei. Selbst der „ältere Spiele laufen nicht mehr“-Bug schlug nicht zu. Ich finde das System durchdacht, stabil und um viele Bugs oder „Unklarheiten“ bereinigt, ein rundes Teil. Kurz gesagt: ich bin froh, dass ich das UpGrade macht habe!

 

Und bei Euch? Läuft Win10? Hat das Update geklappt? Wartet Ihr noch ab? Freue mich auf Eure Kommentare hierzu!

Haltet Euch mit dem Handykauf gefälligst noch zurück!

Der Jahreswechsel ist rum und damit Weihnachten und die große Januar-Rückgabe. Langsam aber sicher enden auch „seltsame Valentinstag“-Sonderpreisaktionen auf immer noch neueste Mobiltelefone (wobei der BWLer in mir sagt, dass sie nicht mehr zum alten Preis zurück kehren können!). Und die Mobilfunkmesse in Barcelona steht vor der Tür, Samsung will in zwei Wochen das S7 vorstellen… jetzt ist keine Zeit, ein neues Handy zu kaufen!

Solltet Ihr nicht schon seit Monaten den Preis Eures neuen Lieblings verfolgen und genau JETZT ein Superschnäppchen finden – FINGER WEG!

Samsung rollt mit dem S7 vor Erscheinen des Android 6.x-Updates für das S6 bereits die neue Generation aus – in knapp zwei Wochen. Ende Februar dann Mobilfunkmesse in Barcelona – da zeigt die ganze Welt der Hersteller, was es in Petto hat… da kommen einige Überraschungen, viele neue Geräte, neue Features und Funktionen und vor allem: Preisrutsche!

Also: kauft heute nichts, worüber Ihr Euch in drei Wochen nur noch ärgert – sei es, dass das Gerät plötzlich alt ist, nur noch die Hälfte kostet oder das Neugerät zum gleichen Preis die bessere Alternative gewesen wäre!

Übt Euch in Geduld, es ist bald soweit (ok, mit der Aussage kann man mich nicht ernst nehmen, ich kann das auch nicht, bitte, danke!)!!!

 

Serviceinfo: Der Mobile World Congress Barcelona findet von Montag, 22. bis Donnerstag, 25. Februar 2016 statt, #MWC. Viele Fachzeitschriften werden live via Twitter, Blog, YouTube und per Newsletter berichten.

#MWC Barcelona, Quelle: mobileworldcongress.com
#MWC Barcelona, Quelle: mobileworldcongress.com

Meine bisherigen Android-Geräte und welche mir die liebsten sind – und warum Windows Mobile dran Schuld hat!

Ich weiß, für die meisten von Euch hat die Ära #Smartphone mit einem iphone begonnen. Aber weit gefehlt, liebe Leute, es gab viel, auch offizielle und bezahlbare Technik, die vor dem Apple-Dings bereits erfolgreich den Weg zum Smartphone überschritten hatten. Und auch wenn es immer keiner hören will: Ein Gerät war mit Android, das andere, noch frühere war aus der Zusammenarbeit von Sony und Ericsson entstanden. Das eine war auf Android (sagte ich ja schon) – und, ja, das andere auf Windows Mobile! Und, was soll ich sagen: das Windows Mobile hatte damals tatsächlich die Nase vorn!

Klar, ich kann Euch hören! Palm, Visor… darüber lässt sich streiten, wie weit man die noch mit einbeziehen möchte. Tolle Geräte – aber, mit einer Ausnahme, eben keine Mobiltelefone. Also, bleiben wir bei den Anbietern, die dieses Feld beackert haben. Klar, Nokia mit dem unbezahlbaren Communicator könnte erster gewesen sein und damit eindeutig das Feld anführen. Allerdings lief auf dem Knochen die gleiche Software wie auf jeden anderen Nokia auch – also eher eine skalierbare Technik statt wahrem Smartphone.

Wirklich die Runde eröffnet hat HTC mit dem Dream (dicht gefolgt von dem Hero, dann ohne Tastatur und mein erstes #GooglePhone) und, mit noch ein bisschen mehr an Vorsprung, das SonyEricsson X1.

Erstes Android-Handy von HTC, Quelle: heise.de
Erstes Android-Handy von HTC, Quelle: heise.de

Das X1 war zu seiner Zeit ein absolutes Komplettpaket: Schnell, kompakt, Touchdisplay, mit Stiftbedienung (und Stift auch im Gehäuse integriert), Hoch- und Querformat… und vor allem: im Querformat optional mit ausfahrbarer Tastatur. Für mich bis heute ungeschlagen die Standard-Win-Mobile-Apps Kalender und Adressbuch. Durchdacht von vorne bis hinten, kein Zwang, Wiederholungen oder „selten benötige Funktionen“ über den PC einzugeben. Alles „mobile“. Der Kalender wusste, was Apple heute noch nicht begriffen hat, damals schon, dass ein Alarm, wenn er aufpoppt, Infos anzeigen, OK UND SNOOZE benötigt. Und den Snooze eben gerne auch so flexibel wie nötig. Das Adressbuch konnte damit leben, dass jemand mehr als vier Nummern sein Eigen nennt (jemand mit weniger? WIRKLICH? ANFÄNGER!)… und diese zuordnen, ohne dass bei einem Sync das komplette Adressbuch gecrashed ist. Und das App-Angebot… Wahnsinn! Damals schon vieles nur auf Kauf – aber eben auch das Geld wert! Da es von Microsoft kam, waren .doc, .xls und .ppt kein Problem: und ich rede nicht nur von ansehen, nein, von BEARBEITEN. Und Speicher? Kein Thema, danke, SD-Karte!

Smartphone, bis heute unerreicht: SonyEricsson XPERIA X1, Quelle: Sony
Smartphone, bis heute unerreicht: SonyEricsson XPERIA X1, Quelle: Sony

Das X1 war auch das erste, mit dem sich endlich ein Datentarif lohnte. Und, ja – dank dem Gerät und diverser Clients bin ich so auch zu Twitter gekommen – ein Tag, den viele von Euch hassen, ich weiß! Wobei Daten… damals waren 10 Euro schlappe 50 MB (oder waren es sogar noch DMarks? Total verdrängt!). Und ja, Telefonflatrates gab es auch noch keine! (Zur Erinnerung: Simyo und Base waren die ersten!)

Als das Gerät dann langsam seine zwei Jahre geschafft und sowohl vom Dream und dem angekündigten Nachfolger (in Deutschland bei der Telekom bekannt als G1 und Hero) als auch dem Walfischbuckel-keine-Apps-Könner-iphone1 überholt wurde, wurde es Zeit, sich dem führenden mobilen Betriebssystem zuzuwenden – und von Windows Mobile auf Android zu wechseln.

HTC Hero, erstes Android ohne Tastatur, Quelle: HTC
HTC Hero, erstes Android ohne Tastatur, Quelle: HTC

Es war schon der Hammer damals: Apps, Widgets, das beleuchtete „Mouse-Wheel“ unter dem Display… und eine Flexibilität, die Apple bis heute noch nicht komplett kopiert hat, wenn auch diverse Versuche da sind. Mit Android 1.5, danach noch das Update auf 2. Gute Kamera, schnelle Reaktionszeiten… Aber leider, leider… riesen Schwachstelle: das Adressbuch. Da habe ich mich wieder nach dem Windows-Mobile gesehnt, allerdings… das einzige Gerät, dass mich lockte, kam auch wieder von HTC.

Win-Phone HTC HD2 - riesengroß, sauschnell - und mit HTC Sense-Oberfläche. Quelle: PocketPC.ch
Win-Phone HTC HD2 – riesengroß, sauschnell – und mit HTC Sense-Oberfläche. Quelle: PocketPC.ch

Also, zurück zu Windows. Und wieder ein HTC. Das HD2 war damals das größte Touch-Screen-Telefon auf dem Markt. Ja, ich mochte es schon immer, wenn bei meinem Handy das Display größer ist als das gesamte Gerät der Konkurrenz (auch heute, mit dem NEXUS6 ist das so!). Ich habe das Telefon lange gehabt, nach dem ersten Displaycrash nach zweieinhalb Jahren gleich wieder eins besorgt, da das Telefon auch super mit meiner Auto-RSAP-Freisprecheinrichtung zusammen gearbeitet hat – neben den unglaublichen Tech-Specs!

Und dann: der Fehler des Jahrhunderts! Mit Abschaffung des hässlichen Walfischbauchs (hello und welcome back für fas Modell 6 mit dem hauseigenen Smart Battery Case!) und der „Öffnung“ für „Business“-Apps wechselte ich, der damals noch durchgehend vorhandenen Apple-Infrastruktur „zu Liebe“ auf… ios. Mein Gott, hab ich dumm aus der Wäsche gesehen, als ich gemerkt habe, was ios 4 alles NICHT konnte. Was das X1 und auch das Hero bereits vor Jahren schon problemlos bewältigt bekam. Dann: Anntenna-Gate, der scheiß Bumper, „you’re holding it wrong“-Klugscheißer-Steve… Aber: auf Android war damals einfach kein gutes Gerät zu haben. Also, wenn schon Fehler, dann richtig: Umstieg auf iphone5. Ich dachte immer, das grottenschlechte 4er sei nicht zu toppen – aber das fünfer erwies sich als Elektroschrott pur. Was auch der AppleStore vor Ort binnen Sekunden fest stellte und gegen ein neues tauschte, was mich aber schon nicht mehr interessierte, da ich bereits ein Samsung Galaxy S4 auf dem Tisch des AppleStores liegen hatte. (Ja, an dem Tag hat der Mitarbeiter das erste Mal ein richtiges SmartPhone erlebt, war eine längere Demo von mir für ihn – und privat ist er sicherlich kurz danach auf ein anderes „System“ gewechselt!)

Mal von den neuen chinesischen Anbietern, wo ich Huawei und Xiaomi die meisten Chancen für 2016 einräume, baut Samsung immer noch die leistungsfähigsten Handys. Schade nur, dass sie keine „pure Android“ anbieten, damit würden sie wirklich den Markt aufmischen. Aber so lange weiterhin ein zweiter App-Store (von Samsung), ein zweiter Kalender (von Samsung) ein zweiter Musik-Store (sollte es ihn noch geben, von Samsung), usw. auf dem Gerät ist, für mich uninteressant. Allerdings: Das S4 mit Android 4.4.4 ist super für meine RSAP-Auto-Freisprecheinrichtung. Also: es lebt noch und ich nutze es noch.

Samsung Galaxy S4. Quelle: Computerbild
Samsung Galaxy S4. Quelle: Computerbild

Besonders geil war die Samsung-eigene Hülle: Ein Sichtfenster auf dem oberen Drittel des damalig riesigem Display, immer mit Uhrzeit und einer Schnellübersicht über neue Events: verpasste Anrufe, Nachrichten, etc.

Samsung S-View für das S4, HAMMERGEIL! Quelle: Gravis
Samsung S-View für das S4, HAMMERGEIL! Quelle: Gravis

Allerdings wollte ich, wie man raus lesen kann, mehr „echtes“ Android. Und so fand ich den Weg zu Google’s #NEXUS Geräten.

Übersicht Nexus One bis fünf - Quelle ukonio
Übersicht Nexus One bis fünf – Quelle ukonio

Vorteil: reines Android, schnell an die neueste Version und auch an Bugfixes. Neben Handy auch Tablets. Hersteller wechselnd, von LG über HTC und Samsung, Asus bei den Tablets neben HTC, uvm.

Und nach dem NEXUS5 kam klar das NEXUS6 ins Haus. Bis heute mein Liebling, ideale Größe, tolles Gerät! Auch: wenn es drei Mal getauscht werden musste, bis auch ich, mit dem Händchen für Montagsgeräte, endlich eines in Händen hielt, das problemlos lief.

NEXUS6 - Quelle: Motorola
NEXUS6 – Quelle: Motorola

Das Nachfolgemodell 6P, in leider etwas kleiner, und, sehr interessant!, gebaut von Huawei, ist bereits da. Aber… die neue Umrechnung von 100 US-$ in mindestens 250 Euro stört mich gewaltig. Noch dazu, wo das Modell seit Jahresanfang (verfügbar seit Anfang Dezember 2015) bereits gute 100 Euro günstiger geworden ist. (Da bin ich beim NEXUS6 als Erstkäufer schon drauf rein gefallen, daher warte ich echt noch ab!) Und, was mich auch stört, sind die Berichte, dass das zwar wunderbar designte Glas über dem „Kamerabuckel“ toll aussieht – aber eben auch grundlos brechen kann…

Nachfolger NEXUS6P - Quelle: Google
Nachfolger NEXUS6P – Wenn der Preis passt, ist es da… – Quelle: Google

 

So – das war sie, die Historie. Vom wirklich ersten Smartphone hin zu heute. Und trotzdem bin ich gespannt, was gerade Google, Android,PIXEL, Chrome und die diversen NEXUS- und Android-Geräte-Hersteller noch so bringen werden. Ein abgerundetes Display: schon da. Rollbar? Schon in erster Studie live gesehen, spannende Chancen. Vor allem, mit einem Konzept eines Herstellers, der das Display knicken kann – und somit aus einem Telefon ein Tablet macht. Es bleibt eine spannende Zeit, mal sehen, was ich in 10 Jahren an weiteren Bereicherungen in den Stammbaum der Smartphones packen kann. Und welche „Uhren“ bis dahin unser Leben bereichern!

Und bei Euch? Über welche Umwege seid Ihr zu dem heutigen Telefon gekommen? Freue mich auf Kommentare!!!

Microsoft hat jetzt also SwiftKey gekauft…

Klar, Brancheninsider haben es schon seit Wochen gewusst, für uns „Anwender“ war es eine schöne Überraschung, dass Microsoft vor ein paar Tagen tatsächlich SwiftKey gekauft hat. Ursprünglich sagte der Laden nur Android-Users was, da wir seit jeher unsere Tastatur frei wählen und uns nun mal nicht mit der standardmäßig von Apple vorgegebenen arrangieren mussten. Die Besonderheit, die sowohl Swipe (wohl als der Erfinder) und SwiftKey (als der Verbesserer) haben, ist: Schluss mit Tippen, das streifen über die Tastatur bildet Worte. Aber… Micorsoft hat den Laden jetzt… warum genau gekauft? Ganz sicher nicht, um die Tastatur auch endlich auf Windows-Phone verfügbar zu machen! 

Die Battle im die intelligenten Köpfe geht schon seit geraumer Zeit in eine neue Richtung. Der Kauf von SwiftKey, die mit einer im PlayStore verfügbaren (kostenlosen) Alpha-Version komplett auf AI setzen, um damit nicht nur Wörter sondern quasi alles, was man gerade schreiben will, vorherzusagen, hat mit Sicherheit etwas damit zu tun. Die „normale“ Wortvorhersage hat SwiftKey schon seit geraumer Zeit in der „offiziellen“ finalen App integriert. Und gibt natürlich mächtig damit an: im Einstellungs-Bereich gibt es eine Auflistung, die Effizienz und Zeitersparnis sowie die Wort-Vorhersage auswertet:

Gerade installiert - schon ein Wort vorhergesagt...
Gerade installiert – schon ein Wort vorhergesagt…

 

Ich will hier keinen Streit über die beste Tastatur entfachen, da hat jeder seine eigene Präferenz und seinen eigenen Stil und gerade für Android gibt es von neuen Konzepten bis hin zu Swipe und Swiftkey die verschiedensten Modelle. Auch ist keines davon perfekt. Mal sind die Finger zu dick oder der Reibe-Stil zu „ungenau“, mal ist die Vorhersage Müll oder das Wörterbuch einfach Schrott.

Die Frage war ja auch: Warum hat Microsoft einen Anbieter gekauft, der virtuelle Tastaturen macht? Und die noch nicht mal für Windows Mobile?

Sehen wir uns Microsoft doch schnell an:
Cortana als virtueller Assistent wird gelobt – muss sich aber gegen Google Now und Siri durchsetzen. Da ist virtuelle Intelligent nicht verkehrt.
Genauso wie Google arbeitet Microsoft an Simultanübersetzungen auf Maschinenbasis – und hat das in Skype sogar schon integriert.
Mit seiner Hololens, wenn auch im anderen Stil, hat es ein Produkt gegen Facebook’s Oculus Rift.
Und im Lab laufen viele weitere Projekte, die in Richtung künstliche Intelligenz (AI) laufen.

Da liegt es doch mehr als nahe, einen Dienst zu kaufen, der führend in der Auswertung und Ausgabe von „Schreibstilen“ ist. Immerhin bietet SwiftKey an, aus sozialen Netzwerken und der GMail-Box den Schreibstil, die Wortverwendung, etc. auszuwerten und lässt diese in die Wortvorschläge und -prognosen einfließen. Der im Hintergrund laufende Algorithmus tut sein weiteres – und schon lernt die App unser Schreiben und unsere Wortwahl kennen und kann uns zielgenaue Vorschläge bringen… weit über das standardisierte Modell, welches nach „mit“ gerne mal „freundlichen“ und dann „Grüßen“ empfiehlt, hinaus.

Mal sehen, ob als „Abfallprodukt“ nicht doch noch eine App für Windows-Phone dabei raus kommt – die App selber wird sicherlich nicht sterben. Zu schön ist es, im Sekundentakt neue Lernergebnisse dank einer Vielzahl an Nutzer erhalten zu können und damit Algorithmen  quasi „nebenbei“ lernen zu lassen. Wie Microsoft die Jungs nun aber integriert und an welchem Projekt man sie beteiligen wird – das wird die spannende Frage…