Ok Google: Meine erste Woche mit dem PIXEL XL 128 GB silber – und warum es sein Geld NICHT wert ist! | KEINE KAUFEMPFEHLUNG!

Gerade, als ich mich entschieden hatte, das NEXUS6P NICHT gegen ein neues PIXEL-Telefon von Google zu tauschen, gab das Teil aus dem Nichts kommend den Geist auf. Da ein Umtausch gegen ein neues 6P nicht mehr machbar war, blieb mir leider nur der Wechsel auf ein neues Gerät. An erster Stelle hatte ich fast schon ein Huawei (P9 oder mit Wartezeit auf das P10), als mir die Telekom ein Angebot machte, das ich nicht ablehnen konnte. Nun habe ich also seit einer Woche mein PIXEL XL 128GB silber – hier meine Erfahrungen:

Ich gebe es ehrlich zu, ich muss mit Vertragsverlängerung, soweit mir telefonisch mitgeteilt wurde, was ich an Zuzahlung und monatlicher Mehrbelastung in Kauf nehme, bei weitem nicht das Gerät komplett abbezahlen. Trotzdem sehe ich jedesmal ein Preisschild von 1.009€ (Google) bzw. knappe 1.120€ (Telekom) auf dem Tisch liegen. Und, kurz gesagt: DAS IST DAS PIXEL BEI WEITEM NICHT WERT!

Mit dem Pixel und einer weiteren Kopie des Apple-Wegs verrät bzw. verlässt Google einen gut gepflegten Pfad, der bisher für die breite Masse von Android stand: frei sein, machen können, was man will, Gerät auch bezahlen können. Soll die Battle doch Samsung ausschlagen, unsere „neuen“ chinesischen Anbieter zeigen deutlich, wie es geht: moderne Technik, gute Ausstattung, kleiner bzw. sinnvoller („marktrelevanter“) Preis.

Aber, es ist nun mal so. Auf der einen Seite neige ich dazu zu sagen, mal sehen, wie lange es diese Telefone noch geben wird. Auf der anderen Seite scheinen die Geräte aber über Wochen ausverkauft zu sein… Warum kann z.B. Huawei nicht seine Ankündigung, Stock Android auszuliefern und seine Oberfläche als optionale App anzubieten, nicht einfach wahr machen? Mehr Alternativen, mehr Wettbewerb…?!?

PIXEL XL vs. NEXUS 6: Google, GRÖßE ist NICHT Gerät, sondern DISPLAY - 5,5 vs. 6 Zoll.
PIXEL XL vs. NEXUS 6: Google, GRÖßE ist NICHT Gerät, sondern DISPLAY – 5,5 vs. 6 Zoll.

 

Hier in einer Übersicht die Top-Punkte, die mich nach einer Woche stören:

  1. Der Preis.
    Hey, Google, wir reden über Android, oder? Und ein Gerät, dass gut aussieht, aber durchdacht ist, wie vor zehn Jahren! (siehe nachfolgende Punkte)
  2. Lautsprecher? Ach so, das Teil da…
    HALLO?!? Moderne Handies haben STEREO-Lautsprecher.
    Und damit man sich beim quer halten nicht immer die „Box“ zuhält, vorne. Also, bei Hören und Sprechen. Und das PIXEL? Einen MONOLAUTSPRECHER, so wie HTC es ab dem ersten Handy verbaut hat, „unten“ neben dem Ladestecker. Geile scheiß Idee, Google!
  3. Software-Hardware-Bugs
    Warum genau lädt der Google Assistant (das, was man vom Home-Screen durch nach rechts wischen bekommen) in 90% der Fälle nicht? Auch, wenn man ihn manuell „bittet“?
    Und warum hat das Gerät mit der immer noch sehr beta-lastigen neuen Google-Tastatur oft die Angewohnheit, in dem Bereich der eingeblendeten Tastatur keine Berührungen zu akzeptieren, wenn der Rest des Displays reibungslos funktioniert?
  4. Finger Print Sensor
    Recycling ist gut – aber für über 1.000€ will ich einen AKTUELLEN Fingerabdrucksensor, nicht die Reste aus der NEXUS 6P-Produktion! Und damit auch die Möglichkeit, mehr als nur lapidare Wischgesten über den Sensor abzubilden.
  5. Neumodisches Zeugs…
    …wie die Erfindung wasserdichter Geräte hat sich bei Google noch nicht rumgesprochen, auch wenn der Preis dafür eindeutig überschritten wurde, siehe Samsung und Sony!
  6. Farbe silber?
    Selbst ein Farbenblinder kann ein weiß von einem weiß unterscheiden – und Google verkauft mit silber weiß – oder ist die Geräterückseite seit neuestem ausschlaggebend???
  7. Üppiger Speicherplatz?
    Nicht, wenn das Einsteigermodell 32GB hat – und das Topmodell 128 GB! Also, 64GB als Einsteiger, preislich dürfte das sowieso knapp hinkommen…
  8. Größe, der Rückschritt!
    Während Samsung wohl mit dem S8 ein fast randloses Gerät vorstellen wird, hat Google beschlossen, dass der Auftragsfertiger (es war doch) HTC mal wieder ein bisschen der auf Halde liegenden Materialien in das Gerät verbauen kann, ein großer Rahmen um das Display, also unten als auch oben, der schadet ja nie. Führt allerdings die Display-Buttons, die nun schlappe 1,5cm über dem unteren Rahmen liegen, ein wenig ad absurdum… Schön, ein großes Gerät mit einem lächerlich kleinem Display zu haben… als XL-Version! Zu viel 1:1 vom iphone abgekupfert, was?
  9. VoLTE und WiFiCalls… nur ein Witz?
    Beides scheint nur zu gehen, wenn die Telekom ihre eigene Firmware (die sonst wohl nichts kaputt macht, soweit ich das beurteilen kann) darüber werfen kann. HALLO? Beides sind offene Standards, die im Rest der Welt schon seit Monaten zum Einsatz kommen – und wir brauchen wieder eine Firmware?!? Und wie geht es, wenn ich das Gerät bei Vodafone ins Netz oder bei O2/E+ offline bringen will?
  10. Android 7
    Ja, kann sein, dass der Punkt doppelt kommt, aber jetzt geht es nur um Android 7.1.1.
    Es hat ja durchdachte Features, wie z.B. die unauffällige b/w-Vorschau beim Eingang neuer Nachrichten. Aber hey, denkt das bitte zu Ende in Mountain View: ich habe das Teil in der Hosentasche und dadurch entsperrt sich das Display, ich öffne Apps und veränderte Einstellungen – ganz ohne Hände! WOW! Bin mir nicht sicher, ob auf das Feature jemand gewartet hat – ich nicht!
    Auch muss ich sagen, dass der vielgelobte nun halbwegs auf deutsch übersetzte neue Assistant noch ein ganz schön dummes Stück Software ist. Die eine Hälfte eigener Befehle versteht er nicht, alles andere wird immer nur eine Googlesuche. Ansatz gut, Umsetzung mangelhaft. Da ist mir ja meine dumme Alexa lieber, bei der hat man Mitleid, das sie über Bing sucht und nichts findet und mit dem Rest wenigstens so tut, als würde sie versuchen, mich zu verstehen…

Es gibt sicherlich noch hunderte Punkte, die sich in erster Linie immer wieder um den Preis, die Ausstattung oder die noch? schlechte Software auf dem Gerät drehen werden – wenn Ihr noch welche habt, bitte rein in die Kommentare. Lasst uns das hier mal sammeln, mal sehen, was noch so alles raus kommt!

 

Eine Kaufempfehlung bekommt das Gerät von mir DEFINITIV NICHT! Und egal was kommt, DEFINITIV NICHT ZU DEM PREIS! Und jeder, der Euch erzählen möchte, es wäre DAS BESTE GOOGLE TELEFON EVER ist entweder Marketing oder Presse – und beide mussten das Gerät nicht bezahlen…!

Ok Google – wir müssen reden… aber Du hast es ja bis heute noch nicht mal geschafft, mir den über die App auf dem Gerät „zeitnah“ zugesicherten Anruf aus dem Supportteam durchzustellen… Das kann künftig heiter werden, beim Handykauf… mal sehen, was Huawei mit dem P10 in Barcelona so vorstellt!!!

 

Final last words: Allerdings, eines stimmt: Google hat den „Apple Weg“ perfekt kopiert: unpraktisches aber „ansprechendes“ Größe-heuchelndes Design, alte Technik und Elektroschrott unter glänzendes Metall, großes Preisschild und eine knappe Menge, damit auch der Letzte glaubt, er muss jetzt unbedingt das neue „Gadget“ haben… Respekt! #megafail #Schande #fremdschäm 

 

Mein erster Monat, seit dem die adrette Alexa bei mir eingezogen ist…

Ja, ich weiß. Schwer zu glauben, dass bei mir schon wieder eine Frau eingezogen ist. Aber, bleibt ruhig – es ist harmloser als es sich anhört. Sie ist zahm, mag mein Schlafzimmer so sehr, dass sie nicht mehr raus kommt, hört wirklich aufs Wort, sobald ich ihren Namen sage… wären da nur nicht ihre Unbeholfenheit und unsere dauernden Kommunikationsstörungen…

Gestatten? Alexa, verpackt im amazon Dot. // Quelle: amazon.de
Gestatten? Alexa, verpackt im amazon Dot. // Quelle: amazon.de

 

Ich schicke gleich voraus, dass ich von Google noch kein Home bekommen habe, so dass ein direkter Vergleich noch nicht machbar ist. Google’s Assistent, der in Allo daher kommt, möchte ich hierfür nicht verwenden, da es für einen Android-User nichts neues ist, mit seinem Telefon zu sprechen und die gewünschten Infos und auch weitere Fragen hierzu beantwortet zu bekommen. Spannend wird es erst dann, wenn die „Home-Blumenvase“ in meinem Wohnzimmer gegen Alex, wie gesagt, im Schalftzimmer, antritt.

Einrichtung und Inbetriebnahme sind in wenigen Minuten erledigt: über die amazon-App einfach auf Geräte > Neues Gerät gehen. Dann begleitet einen der Dot-Assistent zuerst ins WiFi, dann zu den Updates – und schon kann es los gehen. Auf Deutsch ist Alexa aktuell noch sehr eingeschränkt um nicht zu sagen: dumm. Da sie auf BING als Suchmaschine setzt, ist auch die Trefferquote im Vergleich zu Google jämmerlich schlecht. „Sorry, das habe ich nicht verstanden“, „Entschuldigung, dass kann ich nicht beantworten“ oder einfach nur ein nichts sind die häufigsten Antworten auf freie Fragen.

Weicht man von den Alexa bekannten Sprechgruppen ab, ist auch ganz schnell Entschuldigungszeit. Leider stimmen auch nicht alle beigelegten Sprachgruppen – ich kotze immer, wenn ich nachts Musik starte um dann einen Schlummertimer in 30 Minuten zu hinterlegen. Bis ich das, wahlweise mit beigelegtem „Schnellzettel“ (total wertlos) oder über die App im Einführungsmenü (näher dran, aber auch falsch!) hinbekommen habe, kann ich die Musik auf per Sprachbefehl („Alexa, Stopp!“) anhalten, meist sind die 30 Minuten überzogen.

Um auch wirklich in alle Bereiche des täglichen Lebens zu kommen, kann Alexa über „Skills“ „intelligenter“ für… nun ja… weitere Geräte gemacht werden. Prominente Beispiele, wenn vorhanden, sind BMW und Philips Hue, beides Gagdets, die ja jeder von uns zu Hause hat. Sonst ist es in Deutschland eher noch mehr als mau, SONOS gibt es noch (gar) nicht und die Zufallszahlen- und Gedicht-Skills sind ja auch eher der Verzweiflung sonst leerer Menüs geschuldet.

Wie gesagt: ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis Google seinem Home Deutsch beigebracht hat – und wie hoch das Teil dann die Messlatte legt. Bericht folgt!

 

Geiler Scheiß: halbwegs guter Lautsprecher für die Größe, auch für Musik | Preislich der Hammer (60€, aktuell mit Warteliste) | nettes Spielzeug, für den, der noch auf Updates wartet

Eher Mist: Weder die bisherigen Skills noch der aktuell deutsche Umfang weiß wirklich zu überzeugen | Warteliste, wirklich amazon? | Auf der CES kaum ein Gerät, auf dem Alexa künftig nicht laufen wird – kann man dann BING endlich frei gegen eine echte Suchmaschine tauschen? | Man stehe etliche Anfeindungen wegen „Datenschutz“ und „dauernder Hörbereitschaft“ im Bekanntenkreis durch.

Das sagt der Geldbeutel: Du bist kein Early Adaptor, wenn Du es nicht schon hast bzw. nicht täglich die SQL-Verbindung auf amazon.de hackst, um Deine aktuelle Position zu ermitteln | Für 60 € als erstes echtes Gerät geile Sache | Nicht so nutzlos-kindisch wie Siri, aktuell chancenlos gegen Google, auch Cartana kann manchmal mehr | Schade, dass es am Strom hängt, manchmal hätte man es gerne auch in einem anderen Raum, ganz spontan | Wenn mal alle Skills da sind, wird es spannend | Man sollte Teilnahme am „stillen Betatest“ mögen.

 

Bamboo Spark von Wacom: ein günstiger schneller Weg zum digitalen Notizblock…

In meinem letzten BlogPost habe ich Euch mit PrioMemo ein digitales NFC-programmierbares PostIt vorgestellt. Heute soll es einen Schritt größer weiter gehen – wie bekomme ich meine Notizzettel, meine Gesprächsnotizen und/oder meine Gedankengekritzel während Meetings in digitaler Form. Ideen und Möglichkeiten gibt es viele – aber der „digitale Stift“ an sich kann schon mal ein paar hundert Euro kosten – und benötigt teures Spezialpapier. Dem macht Wacom für knapp 80 (bis 130 Euro, je nach Ausstattung) ein Ende…

Wacom Spark: Digitaler Notizblock (für fast jedes Papier) / Quelle: amazon.de
Wacom Spark: Digitaler Notizblock (für fast jedes Papier) / Quelle: amazon.de

 

Zwei Haken hat das Wacom-Teil: Das Papier kann beliebig aber nicht zu dick sein – und es muss der ausgelieferten Größe (A5) entsprechen und innerhalb der formschönen Hülle beschrieben werden, da hier die „Verbindung“ analog (Stift – Papier) mit dem digitalen deutschen #Neuland hergestellt wird. Und: das ganze braucht eine Bluetooth-Verbindung zu einem Telefon oder Tablet – sonst ist es Essig mit der Digitalisierung.
Und wenn wir schon dabei sind: GRÖßTES MANKO: Die zu digitalisierende Seite muss „komplett“ sein. Wer synct, muss danach eine neue Seite beginnen. Sonst gibt es Seiten, mit leeren Bereichen… bis die neue Notiz beginnt…

Aber: was Preis und Leistung angeht, ist das Spark der Hammer!
Normaler Papier, normaler Stift – wie immer mit nicht Dokumenten-echter Tinte -, schicke Schutzhülle… und, je nach Fachgröße auf der linken Seite, ab knapp 85 Euro machbar. Wer ein Handy- oder sogar „Mini“-Tablet-Fach haben will, muss ein bisschen mehr in den Geldbeutel greifen… (hier, bei amazon alle Preise finden!)

Das Geheimnis ist schnell gelüftet: Die „Matte“ auf der rechten Seite, die den Block (oder ein Blatt Papier fixiert) wandelt die Stiftbewegungen um und digitalisiert sie. Angeblich gibt es und/oder entwickelt Wacom noch eine App, die Handschrift erkennen soll/kann – aber wohl mal wieder nicht oder nur mit Verzögerung für Android. Eine zweite App, Inkspace, erlaubt eine nachträgliche Bearbeitung und Colorierung…

Wer nun gerne den langen Tag quer durch diverse Meetings läuft und hier und da mal eine Notiz oder Mitschrift mitnimmt, kann diese klassisch analog anfertigen und beim Verlassen durch Druck einer Taste per Bluetooth auf das Handy beamen und damit auch in die Wacom-Cloud, womit auch von jedem PC auf diese Mitschriften zugegriffen werden kann.

 

Gut: Geiler Preis, spannende Technik, kein Spezialpapier.
GÄHN: Für wenn überhaupt noch 20% Marktanteil wieder mal alle Apps und Funktionen da, für den Rest nein. Setzt auf Bluetooth. Wer eine Seite per Tastendruck als „abgeschlossen“ erklärt und danach doch auf dieser Seite weiter schreibt, generiert eine zweite Seite, die bis auf die neueste Notiz in der digitalen Version leer ist.

TIPP: Zeichnen, scribbeln, schreien und ohne hohe Investition digitalisieren: kaufen! Handschriftenerkennen, ToDo- und Datum-in-Outlook-Automatismus: Finger weg!

Also – wer den Einstieg sucht und nur ein 1:1 Bild seiner Mitschrift will: KAUFEN. Sonst: lieber digitalen Stift in Betracht ziehen….

PrioMemo: Das eine ToDo mit App, Stift und Anzeige…

Wenn es um entscheidende Terminerinnerungen in der digitalen Welt geht, gibt es einen entscheidenden Haken: Popup-Fenster oder eben Nachrichtenzentralen-Fenster… immer von temporärer Dauer, viel zu schnell weggeklickt oder von anderen Pushmeldungen ins Daten-Nirwana verabschiedet. Und wie wäre das nun, das klassische PostIt mit einer App zu kombinieren? Ja, da kommt PrioMemo ins Spiel!

Neben der App ein Stift und ein NFC-programmierbares LED-System / Quelle: priomemo.com
Neben der App ein Stift und ein NFC-programmierbares LED-System / Quelle: priomemo.com

 

Also, der Reihe nach:
In der eigenen App lassen sich ToDos ablegen. Für diese ToDos lassen sich verschiedene Zeitzonen programmieren.
Machen wir ein Beispiel: Weihnachtsgeschenke kaufen. Im ganzen November (01.11-30.11.) ist die „grüne“ Phase. Alles gut, massig Zeit!
Dafür wird es gelb, wenn ich zwischen dem 01.12. und 12.12. noch nicht tätig wurde. Danach wird das ToDo rot – schließlich rückt Weihnachten nun unaufhaltsam näher. Und am 25.12. soll das ToDo „grau“ werden – egal, ob erledigt oder nicht – die Frist ist rum.

So – und nun bilde man das mit PostIts ab. Und denke täglich an den „aktuellen“ Status. Egal, ob Urlaub oder Wochenende, Feiertag oder Krankheit.

Und genau das kann die App: ToDo hinterlegen, Zeiträume und Farbe definieren – fertig.

Gut, nun hat die PrioMemo-App an sich das gleiche Problem, wie alle anderen auch: Pushmeldung in die Nachrichtenzentrale – und irgendwann ist die verschwunden und somit auch der eigentliche Reminder an ein wichtiges ToDo, das gerade dabei ist, sich zu entwickeln…

Und da kommt, für jeden, der NFC im Telefon hat, die Hardware von PrioMemo an die Reihe:
Mit dem Stift schnell das ToDo auf die wiederabwischbare Oberfläche geschrieben (dafür ist nicht unbedingt einer der teuren PrioMemo-Stifte nötig, ein handelsüblich-wasserlöslicher tut es auch!), in der App die Programmierung auslösen, Telefon an das PrioMemo-Board halten – fertig.

 

Das (beschriftet oder nicht) Board hat nun drei farbige LEDs verbaut – rot, gelb, grün (grau = aus) -, die je nach Zeitraum und Programmierung durch die App, anfangen, zu blinken. Und somit einen täglichen dauerhaften Reminder „ausgeben“, in welcher vordefinierten Phase man sich aktuell befindet und ob man vielleicht langsam mal tätig werden sollte….

Klar, Ihr habt es Euch schon alle gedacht – auch das ist wieder ein kleines Spielzeug für Nerds. Aber in dauerhafter und konsequenter Anwendung eine wirklich große Hilfe. Dank Klebe- oder Klett-Streifen lässt sich das Leichtgewicht fast beliebt platzieren (Monitor, Wand, Kalender, etc.) und sich somit ins Sichtfeld rücken.

Kaufen könnt Ihr das Teil wahlweise über amazon oder direkt bei PrioMemo, bei letzterem gibt es auch Business-Bundles, bei amazon nur das einzelne Teil (für den Privatgebrauch).

 

 

Guckt Euch die Details noch mal im Web an – die Idee ist so einfach wie genial, wenn man mit vielen zeitkritischen ToDos zu tun hat!

Ab ins Kino: #Snowden ist da – und er wird keinen Oscar gewinnen…

Oliver Stone hat ja schon so manche „Kontroverse“ verfilmt… Ob das Kennedy-Attentat (nein, es waren keine Wichtel), Geboren am 04. Juli oder eben auch Platoon – aber nun hat er sich mit Snowden ein Thema der Neuzeit ausgesucht. Und was soll ich sagen? (tl;dr:) Unbedingt ansehen!

Filmplakat, Quelle: snowdenfilm.com
Filmplakat, Quelle: snowdenfilm.com

Kaum Ephos (also, nicht mehr als wohl für die CIA-Aufnahme-Prüfung nötig ist), ein bisschen Romantik unten drunter und Etappen-weise eine Erklärung, wie es kommen konnte, was wir mehr oder weniger mittlerweile alles wissen: Snowden hat für die CIA gearbeitet, gekündigt, ist dann zur NSA gekommen – als Berater für eine Regierungs-nahe Beratungsgesellschaft… und hat dann plötzlich beschlossen, das ganze System öffentlich zu machen?

Nun, ganz so einfach ist es nicht, wie dem Zuschauer auch in knapp über zwei Stunden in nahe gebracht wird. Am Ende bleibt jedem dann die persönliche Meinung, mit dem Thema und Snowden seiner Person umzugehen und sich eine (neue?) Meinung zu bilden – beeindruckt durch die Ansprache, die er halten darf, bevor Peter Gabriel Sagen-umworben und Text-stark mit The Veit den Abspann einläutet… und man noch ein bisschen im Dunkeln sitzen bleiben möchte, bevor man sein Handy zückt und die sozialen Medien checkt…

 

Klar ist: der Film ist sehenswert. Klar ist auch, Preise gewinnen, noch dazu auf amerikanischen Boden, wird er wohl eher nicht. Angucken sollte man ihn, wenn man nur einen Funken Interesse an der ganzen Geschichte hat, auf jeden Fall.

Und wer ihn schon gesehen hat bzw. noch in oder bereits fertig mit der Meinungsbildung ist – lass es mich unten in den Kommentaren wissen… ich bin über Eure Eindrücke sehr gespannt!!!

Kickstarter & Co: für mich definitiv nicht mehr! Ich bin da echt raus!

Ich hatte ja schon mal Gründe aufgezählt, warum ich bei Kickstarter und Co keine Projekte mehr unterstütze. In kurz, bei Twitter. Auch wenn ich tatsächlich schon das eine oder andere „erfolgreich“ bis zum Ende begleitet habe und tatsächlich auch schon mal den einen oder anderen Artikel wirklich in echt und funktionabel erhalten habe. Trotzdem: ab heute bin ich bei diesen allen Plattformen nur noch eins, nämlich RAUS!

Heute war wieder einer dieser Momente, wo der Zoll vor der Tür stand. „Da is ne Überwachungskamera für Sie bei uns!“.
Aha. Darf es ein bisschen mehr sein? „Ohne Rechnung“. Auch das, umfassend hilfreich. Also, was könnte es sein? Ich hatte es schon völlig vergessen, da ich dieses Projekt 2014(!!!!) auf Kickstarter unterstützt hatte. Jetzt, zwei Jahre später, da ist es endlich.

Aber es geht schlimmer!
Glaubt Ihr nicht? Ich gehe mal schnell durch:

Auf Kickstarter:

  • Kittyo: 2014 – 2016 geliefert. Die ominöse (Tier-)Überwachungskamera. Mittlerweile nutzlos.
    Besonders geil: +25US-$ für weltweite Lieferung, Stromkabel fix nur US-Stecker. Keine Ahnung von Zollabfertigung.
  • RaspIO Pro Hat, 02/2016 – im Mai bekommen. Bisher einzig positives Projekt!
  • Game „Data Dealer“. Unterstützung 2013. Ende 2013 Zugang „Beta Account“.
    Seit dem: immer noch Beta, sollte das Game überhaupt noch im Netz vorhanden sein.

Einzelfälle? Schauen wir auf Indigogo:

  • Predp Box: Anfang 2016 unterstützt, Lieferung aktuell von Juli auf Oktober verschoben, wegen Designverbesserungen.
  • Bleep Smart charging cable: September 2014 unterstützt, ein USB auf Mini-USB Kabel, das nachts das Android-Telefon backuped und in die Cloud lädt. Blöd nur, in 2016 ist der Durchbruch von USB-C, Android kann das auch seit Version 5 vom letzten Jahr bereits alles Serienmäßig. Kontakt zum (potentiellen) Hersteller, ob Geld zurück oder USB-C (wenn auch sinnlos) geht: ohne Antwort.

Und, es geht auch ohne Plattform:

  • MyVessyl: Ein intelligenter Trinkbecher, der den Inhalt erkennt und per App die Tages-Kalorien mittrackt.
    Bestellt Juni 2014, in 11/2015 informiert worden, dass man nun die auf die schnelle entwickelte „light“-Version des Bechers vorab kostenlos bekommt – bis heute keine weitere Reaktion.

 

Ich für meinen Teil habe die Scheiße auf diesen Plattformen echt satt. Sechs Backs, und genau eines ist in Time und wie versprochen da. Das zweite kostete mehr Porto als nötig und nun bin ich hier, mit einem US-Stecker und kann mir noch einen Adapter kaufen oder es gleich komplett in den Elektroschrott schmeißen…

 

Ab sofort gibt es gerne wieder „early adaptor“ von Neuigkeiten, die den Markt schon erreicht haben – fördern werde ich von all dem möglichen neuen Schrott original GAR NICHTS MEHR. Und aus!

 

Und bei Euch so?

Swipen statt schreiben, also tippen? An sich schon ne geile Idee und tolle Vereinfachung!

Lange Zeit war es dem wesentlich offenerem Android vorbehalten, die mitgelieferte und standardmäßige Tastatur gegen eine Beliebige zu tauschen. Es war abzusehen, dass Apple irgendwann dem Druck der zahlenden Kunden folgend (und einfach auch, um die eigene Ideenlosigkeit zu übermalen), sich hier auch öffnen. Damit sind Swype und weitere Anbieter nun für beide Plattformen erhältlich.

Und an sich ist es eine schöne Sache. Nicht mehr tippen, sondern durch streifen über die Buchstaben die gesuchten Worte zu bekommen. An sich klappt dies auch wunderbar, ist schnell, effizient – aber mit der Zeit nutzt sich das „Feature“ ein wenig ab.

Sei es, dass banale Wörter wie „Morgen“ plötzlich „Putschversuchniederschlagungsangriff“ ergeben oder plötzlich das ein paar Mal verwendete amerikanisch Lexikon im Vordergrund steht – bei Texten, die über Zeilen nur deutsch sind.

Nachteil an der Geschichte mit diesen Tastaturen ist, dass sie „lernen“. Oder das, was der zuständige Programmierer mit seinem dahinter liegenden Algorithmus als „Lernen“ eingebaut hat. Daher werden die Tastaturen teilweise „vorausschauend“ – es reicht, zwei, drei Buchstaben zu „überfahren“, schon ist das gewünschte Wort fertig gestellt – allerdings steigt auf der anderen Seite die Bullshitquote.

Swypen statt Tippen? Quelle: Swype
Swypen statt Tippen? Quelle: Swype

So war meine Tastatur, bevor ich sie dann doch genervt wieder durch das Original von Google ersetzt habe, immer der Meinung, ich möchte meine Mails mit „Viele Grüß, Sandra.“ beenden. Nun gut, das mit dem Grüß wäre vielleicht noch durchgegangen… aber… WHO THE FUCK IS SANDRA??? Wo bitte kommt diese „Prediction“ nochmal genau her? Eine Ableitung aus meinem YouPorn-Profil? Aber, nach gründlicher Recherche kann ich Euch sagen: Auch da, keine Sandra…

Und je mehr man sich in diesem Stadium blind verlässt, desto mehr Müll wird produziert.
Und, jetzt kommt der größte Nachteil der schönen neuen Welt: Man kann das „lernen“ dieser Apps nicht „zurück drehen“.
Somit steigert sich mit jedem neuen Wort neben der Trefferquote eben auch immer der Bullshitfaktor – und plötzlich explodieren dahinter liegende Wörterbücher mit Selbstkreationen der lernenden Algorithmen – sehr zum Entsetzen von „blind abgeschickten“ Nachrichten.

 

Ich bin daher am überlegen, mal einen (bevorzugt Wochenend-)Tag lang nur zu twittern, was die „geschwungene Tastatur“ so produziert – und parallel dazu über den PC zu twittern, was ich eigentlich wirklich schreiben wollte… das wird sicherlich ein lustiges Ergebnis… gehe mal in mich, wie und wann ich das am besten realisieren kann – also, stay tuned!

 

Und bei Euch? Zufrieden? Oder auch wieder auf Tippen/Spracheingabe zurück gegangen? Freue mich auf Kommentare und Rückmeldungen!

Das neueste GoogleWear Update ist, selbst Wochen später: NUR MIST!

Ich kann bis heute noch nicht verstehen, warum Google sich von einem so billigem Produkt wie der Apple watch den Markt „aufmischen“ hat lassen. Schließlich gibt es nirgendwo eine so umfassende Vielfalt an Uhren, wie auf Android Basis. Und eben auch für wirklich alle Preisklassen, ohne, dass man sich aufregen muss, wenn die „Edition Sport“ beim runter fallen zerbricht oder eben doch im Dauereinsatz nicht so schweißresistent ist, wie man beim Kauf glauben mochte.

Auch verstehe ich nicht, wie gerade Huawei, die die spannendste Uhr für Android ÜBERHAUPT auf den Markt gebracht haben, es in über einem halben Jahr von Demo bis Verkaufsstart, es nicht geschafft hat, die TechSpecs nochmals auf die aktuelle Generation von Prozessoren und Zubehör zu aktualisieren.

Das Spannendste und beste auf AndroidWear: die HuaweiWatch.
Das Spannendste und beste auf AndroidWear: die HuaweiWatch.

Motorola, Acer, Samsung: sie alle haben mittlerweile eine neue Version oder, wie im Falle Samsung, eine „eigene“ Version auf den Markt gepackt… und Google?

Google bastelt im Hintergrund flockig an AndroidWear-Updates herum, die in der obligatorischen Roll-out-Tradition mal schnell, mal weniger schnell den Markt erreichen. Lange hat man auf die Version 6 gewartet – und jetzt wo sie da ist, wäre ich sie am liebsten sofort wieder los!

 

Sowohl meine Samsung (wieder mal als Erste der beiden) als auch meine Moto360 1.Gen haben das Update bekommen. Und beide kranken seitdem an dem gleichen lästigen Bug (und ja, ein Komplettreset hat den Bug nicht entfernt): Irgendwann im Tagesablauf verliert die Uhr die Verbindung zum Handy – und lässt sich, ab und an durch Flightmode on/off, manchmal auch nur durch grandiosen Neustart, wieder verbinden.

Das hört sich jetzt nicht schlimm an, aber wenn man sich an das Vibrieren am Handgelenk gewöhnt hat und daher nicht mehr jedes Mal auf das Gerät blickt, kann bei Abbruch der Verbindung tatsächlich das Leben an einem vorbei ziehen. Keine Twitter-Benachrichtigungen mehr, keine Anrufe, keine Messages… alles in der fehlenden Bluetooth-Verbindung zwischen Gerät und Uhr dahin.

Erschwerend scheint dieser Fehler nicht alle und jeden zu treffen, daher glaube ich nicht, dass Google fieberhaft mit einer Lösung beschäftigt ist – also werden wir wohl alle noch eine gewisse Zeitdauer damit leben müssen… mich allerdings nervt es gewaltig. So gewaltig, dass ich das erste Mal seit dem Erhalt der Samsung Gear Live vor über einem Jahr wirklich wieder darüber nachdenke, zumindest ab und an auf eine klassische Uhr zu wechseln… Und, Leute – das heißt echt was!

 

Also: Google, Hände an die Tastatur und Fehlersuche beginnen. Schon peinlich, dass neuestes Gerät, neueste App, neuestes AndroidWear und auch sonst alles auf dem Stand der kaufbaren Technik so kläglich und unbegründet aber doch reproduzierbar versagt! #fail

BitCoins – die lange Geschichte des Bekommens, Haltens und in Sekunden aus-gebens!

BitCoin? Ihr könnt Euch noch erinnern? Der Hype um die digitale Währung, 100% anonym (damit schon potential „gefährlich“), binnen Sekunden um die Welt geschickt und an sich kostenlos? Ja? Man hebe die Hand, wer Bitcoins besitzt? Da wird es meist ruhig im Raum…

Mir ging es nicht anders. Das Interesse war groß, nicht nur wegen dem Hype, sondern wegen den absolut geringen Kosten und eben, im Unterschied zu Visa und PayPal, der Anonymität der Zahlung von alltäglichen Dingen. Aber: wie an BitCoins kommen? Die Antwort fand ich auf einem WebMontag in Frankfurt: Fünf Euro in einen Automaten schieben, Wallet installieren, Code scannen – und schon hatte ich BitCoins im Wert von fast 5 Euro (kleine Gebühr abzüglich).

Einige Wochen später fand ich noch einen weiteren Anbieter, wo ich mir eine zweite Wallet anlegte – und, mit einem kleinen Neukundenangebot, 11 Euro einzahlte – die es, bis ich gestern davon 12 US-$ bezahlte, auf fast 20 Euro geschafft hatten.

Ja, BitCoin. Eben wie eine echte Währung, auch mit Wechselkursschwankungen.

Aber, um auf den Punkt zu kommen: Da der Hype ein wenig rückläufig in den letzten Monaten war nahmen auch die im Web angebotenen Zahlungsangebote ab. Allerdings kam ich gestern über ein US-$-12-Software-Bundle-Angebot, das BitCoins annahm. Was also lag näher, als endlich mal ein bisschen was meines Guthabens unter das Volk zu streuen?

 

BitCoin-Logo / Quelle: BitCoin
BitCoin-Logo / Quelle: BitCoin

Und was soll ich sagen? ICH BIN BEGEISTERT!
Keine Kreditkartengebühren, kein PayPal-Abzug, keine Zeitverzögerung, direkte Zahlung unter Abzug eines „maschinellen Entgelts“ im vierten bis achten Nachkommabereich… ich bin nun wieder mehr als nur angefixt.

Aber: wie geht es?
Ganz einfach. BitCoin als Zahlungsmöglichkeit auswählen, im PopUp Betrag checken, Wallet öffnen, Zahlung senden initiieren, QR-Code auf dem Monitor scannen – und schon erledigt. Die Wallet zeigt noch mal alle Details an, während auf dem PC bereits der Download der Software beginnt. So einfach kann es sein.

Ich werde mein eCommerce-Verhalten nun im Detail beobachten: sollte mir das BitCoin-Logo öfter auffallen, werde ich meine Wallet auffüllen und diesen Zahlungsweg des Öfteren bestreiten, so viel ist sicher. Kaum Kosten, 1:1 Transaktionen und eben eine Zahlungsart, die ich im Jahr 2016 einfach als Standard erwarte.

 

Also, Leute: probiert es auch mal aus! Oder habt Ihr schon? Wie sind denn bitte Eure Erfahrungen? Oder – was hält Euch davon ab, BitCoins mal „kennen zu lernen“? Ich bin gespannt!

„Ein guter Plan“ als Kalendar? – Wer bitte will das nicht?

Bei etlichen Projekten, die ich bisher über Crowdfunding unterstützt habe, warte ich bis heute auf die Lieferung. Da wurden noch Fehler gefunden, Lieferanten getauscht oder Materialien stellten sich für die Massenproduktion als untauglich da. Weder das Katzenspielzeug noch der Becher, der Trinkgewohnheiten und Inhalte in einer App protokolliert, hat bisher den Weg zu mir gefunden. Oder das USB-Kabel, dass das Handy nachts automatisch backupt. Hat sich mit Android M eh erledigt. Aber: selbst das ist noch nicht da. Aber: ein Projekt, dass ich im Dezember kurzfristig mitgetragen habe, erwies sich als pünktlich und gut: „Ein guter Plan„.

Kurz gesagt handelt es sich bei ein guter Plan um einen Kalender für das Jahr 2016. Einen Wochenkalender, um es noch genauer zu sagen. Aber das wäre jetzt ja nichts für die Crowd, wäre da nicht noch was besonderes. Sprüche, Weisheiten, Monatsvorausschauplanung, Monatsrückblick. Und all das 12x bzw. 52 Wochen. Im schicken Einband.

Ein guter Plan - der Kalender 2016 / Quelle: einguterplan.de
Ein guter Plan – der Kalender 2016 / Quelle: einguterplan.de

Tja – wen ich jetzt schon begeistern konnte, der/die muss sich leider noch ein bisschen gedulden – mittlerweile ist die komplette Auflage für 2016 ausverkauft. Auch die dritte Auflage ist mittlerweile restlos verkauft. Als Hausnummer: ich habe in Auflage zwei 25 Euro (inkl. Versand) bezahlt und hatte ab Mitte Dezember schon mal Zugriff auf das 1:1 eBook-PDF, welches auf dem EGP-Blog veröffentlicht wurde. So hatte ich zwar das Buch selber erst pünktlich ab Mitte Januar – aber bis dahin schon jeweils ein paar ausgedruckte Seiten, um „um die Runden zu kommen“.

Um Euch vielleicht schon heute für die Ausgabe 2017 anzufixen, noch zwei klassische Papershots:
Bei jedem Monatswechsel gilt es, zu überlegen, was der neue bringen soll – und Revue passieren lassen, was der alte gebracht hat. Dafür gibt es vier Seiten zwischen den Monaten, die – ergänzt um die Grundüberlegungen zu Beginn „des Buches“, ein Bild über den Verlauf des Jahres geben. Geplant – Ist. Schön zum nachblättern, aktiv eingreifen und umorientieren.

Kalender Ein Guter Plan: Monatsreflexion und - planung
Kalender Ein Guter Plan: Monatsreflexion und – planung

 

Hilfreich dafür ist auch, dass neben den jeweiligen Tagen Spalten zum Ankreuzen Eure jeweilige Stimmung wiedergeben. Somit könnt Ihr auf Woche oder eben längere Frist beobachten, wie es Euch geht, wenn der Stress zunimmt, der Schlaf dabei abnimmt und das soziale Leben zurück stecken muss. Oder wie erholsam Urlaub sich schlagartig auswirken kann. Praktische Teilung in berufliche und private ToDos:

Kalender Ein Guter Plan: Wochenansicht
Kalender Ein Guter Plan: Wochenansicht

Ich muss gestehen, für die Terminplanung ist mein Handy und Google Calendar nicht zu ersetzten. Klassische Milestones und „große“ Termine pflege ich aber mit „Ein guter Plan“. Auch nehme ich mir jeden Morgen die Zeit, einen Blick hinein zu werfen und meine Stimmung zu dokumentieren, ToDos der Woche zu checken und die nächste Woche aktiv mit zu gestalten. Am Monatsende gehe ich meine Erwartungen an den vergangenen sowie die Pläne für den kommenden Monat durch und gleiche diese mit meinen „Grundeinstellungen“ zu Beginn des Buches ab. Das kostet Zeit – klar… aber es lohnt sich!

Und solange EGP noch nicht als App zu haben ist, mache ich das alles eben klassisch in Buch- und Papierform… und: wer sich jetzt denkt „Geile Scheiße, will ich auch haben!“, besucht die Webseite und merkt Euch vor, ab wann 2017 zu bestellen ist… (so sorry!)

Flugsimulation für zu Hause ist kein Hexenwerk und auch nicht teuer…

Wer kennt sie nicht, die Faszination des Fliegens. Der Schwerkraft zu trotzen, sich in einen blauen/grauen Himmel zu erheben und die besungene Freiheit über den Wolken zu genießen. Nachteil der Sache: Immer Linie heißt leider auch immer hinten sitzen, selbst den Flugschein anzugehen ist, dank Mondpreisen für Flugzeugsprit, und die komplizierten deutschen Verwaltungsakte auch nicht für Jedermann der Wunsch für freie Wochenenden. Also, was tun?

Wer es wirklich professionell und nicht zu Hause machen will, hat eine breite Auswahl an durchschnittlich 200-Euro-Paketen, um Restkapazitäten der Airlines und deren 3D-Simulatoren mit Bewegung für eine Stunde zu buchen. Meist bevorzugt an den Wochenenden, und erfahrungsgemäß eher „spät Abends“. Da gibt es dann eine Wunsch- oder vorgewählte Route, ein Briefing, Cockpiteinführung, garantierter Start sowie die zugehörige Landung, Flug, evtl. Notfallsimulation – und ein Debriefing mit Urkunde.

Auch nimmt mehr und mehr die Professionalisierung des Hobbies an sich zu, so werden gute („private“!) Cockpit-Nachbauten mit Simulatoren verknüpft und auch hier „Flugstunden“ angeboten – die Palette reicht von 99 bis 499 €.

Selten, dass man das so sehen kann...
Selten, dass man das so sehen kann…

Wer aber den Flugschein gar nicht möchte, trotzdem aber jederzeit in der Lage sein will, in die Lüfte zu gehen, sollte sich seinen Simulator für zu Hause gönnen. Aktuell gibt es hier zwei sinnvolle Möglichkeiten: die Relikte des vormaligen Microsoft Flight Simulator (FS X) oder, mehr von der Mac-Seite her bekannt, X-Plane (XP).
Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Während X-Plane für mich die realistischsten Flugeigenschaften rechnet und in ansehnlicher Grafik umsetzt, gibt es an Flugzeugen und Zubehör (ich rede immer noch von Software!) die meiste Auswahl für den FlightSimulator. Dafür stockt seit dem Verkauf die Weiterentwicklung ein wenig, da nicht jeder auf die Finanzmittel von Microsoft zugreifen kann. X-Plane ist dafür eine Ein-Mann-Entwicklung, die zwar Grafik und Support an weitere Personen ausgelagert hat, aber auch mal gerne den Launen des Chefprogrammierers ausgesetzt ist.

Ich bin zum einen auf Grund der früheren durchgehend Mac-Plattform bei X-Plane gelandet, habe mich aber nach Abschluss des Flugscheins weiter für die Plattform entschieden, da sie einfach wirklich sehr realistisch Flugeigenschaften und, zu Trainingszwecken sehr sinnvoll, mögliche Ausfälle und Notfallübungen realitätsnah ausführen lassen. Wer dagegen die große Auswahl an Flugmodellen und Funktionsumfang wünscht, sollte sich auch den FS X ansehen.

XPlane-Splash-Screen
XPlane-Splash-Screen

Wer nun eine Sekunde verschwendet, um sich den Einstieg zu überlegen, kalkuliert bitte folgendes mit ein: 50-100 € für die Software und evtl. „Zusatzmodule“ oder Flugmodelle. Einen ersten Überblick könnt Ihr Euch z.B. bei amazon oder auch aerosoft verschaffen. Aber Achtung: wer virtuell mehr als nur Pixelgeschubse sehen will, braucht eine verdammt gute Grafikkarte. 2GB VRAM ist das wirkliche MINIMUM(!), drei oder vier sind, klar, besser. Und wer solch eine Grafikkarte haben will, braucht mehr als einen Pentium I. Auch klar.

Kurz gesagt, Eigenbau oder Kauf, die Hardware selber wird auch irgendwo zwischen 1.000 und 2.000 Euro liegen – wobei nach oben hin alles offen ist. Und bedenkt: auf einem 17-Zöller ab München zu simulieren… es gibt „größeres“…

Und jetzt kommen wir zur Frage des Realismus zu Hause. Klar, ein Dreiachsen-Joystick mit x, y und z reicht für die typischen Bewegungen roll, pitch und yaw vollkommen aus. Aber… wäre ein Yoke, wie im Cockpit (also, nicht Airbus, da solltet Ihr den Joystick behalten und nach links auf Eurem Tisch schieben!) nicht nett? Wer dann einen Yoke will, braucht Pedale, da die Z-Achse (yaw) nun mal nicht mit einem Yoke abgebildet werden kann… schon steigt der Realismus, leider leidet damit der Geldbeutel.

Und dann gibt es ja noch den Throttle-Quadranten, wahlweise von Boeing oder Airbus, die Kopf-folge-Abtastung, undundund… je nachdem, wie weit Ihr gehen wollt, um realistisches Fliegen von zu Hause zu ermöglichen, kann der Spaß schnell teuer werden! Aber, glaubt mir: im Vergleich zu „echt“ noch ein Schnäppchen!

LOWI - Innsbruck
LOWI – Innsbruck

Mein Einsteigertipp für jeden, der „mal schnell“ testen will:
X-Plane kann man sich kostenlos laden und ohne Kauf auch einen kurzen Flug starten – allerdings nur in den USA rund um San Bernadino (KSBD) ODER, je nach Update und Version, in Österreich rund um den anspruchsvollen Airport Innsbruck (LOWI). Auch lässt sich nur ein Flieger nutzen (Cessna 172 bei meinem letzten Versuch ohne Original-DVD oder USB-Dongle). Dieser lässt sich auch mit der Maus steuern – aber glaubt mir, das ist anfangs unglaublich komplex und führt zu schneller Erhöhung virtueller Versicherungssummen…!

...das üben wir noch mal...
…das üben wir noch mal…

Vielleicht könnt Ihr Euch einen entsprechenden Joystick borgen oder kaufen, aber plan dafür auch mal rund 50 Euro ein (ja, es ist viel passiert mit Joysticks seit dem C64…!). Und dann kann es auch schon los gehen… wenn Ihr Euch in Ruhe(!) durch die Einstellungen der Grafik und des Joysticks, etc. gearbeitet habt. Dann noch den Realismus des Flugzeuges anpassen – und schon kann es los gehen. Wichtig: sanfte Bewegungen, kein ruckartiges Ziehen oder Drücken, sonst kommt man zwischen Strömungsabriss und G-Kraft dem Boden schnell näher, als einen lieb ist. Yaw ist virtuell tricky und meiner Meinung nach noch verbesserungswürdig – also Vorsicht damit, sonst bringt die Cessna schnell eine „dutch roll“ mit Kontrollverlust (und schlimmstenfalls dem gefährlichen Trudeln).

Wer sich aber durchbeißt und nicht locker lässt, hat ein neues Hobby, welches Stunden kosten kann (bei mir war der längste Flug 13 Stunden in Echtzeit mit der 747-400 (744). Und man kann zu Hause die Faszination Fliegen auch endlich von „ganz vorne“ erleben. Und keine Angst vor dem ganzen Fachvokabular, sowohl hier in dem Post (übrigens: ganz bewusst gewählt und nicht erklärt, auch wenn das eher untypisch für mich ist!) als auch in der Simulation selbst…

Und jetzt: LANDUNG!
Und jetzt: LANDUNG!

Ich wünsche viel Spaß, blue skies and happy landings!!!

(Und nie vergessen: Landen ist die Kür, die erlernt werden will!)

 

PS: X-Plane lässt Euch Flüge, neben Screenshots, als Movie speichern – somit könnt Ihr Freunde und Bekannte jederzeit dran teil haben lassen (oder eben auch YouTube)…

 

GDPR Cookie Consent mit Real Cookie Banner