Es ist April – und somit endlich wieder Zeit für ein #AuswärtsSchnitzel!

Zwei Mal im Jahr trift sich ein Haufen und jettet um die Welt, um sich für ein Wochenende auf ein Schnitzel in einer fremden Stadt zu treffen. Der Rhymthus hierbei ist einfach: Erste Jahreshälfte im Inland (ja, ganz Deutschland), zweite Jahreshälfte im Ausland (dieses Jahr kommt im Oktober noch Amsterdam). Große Gemeinsamkeit: Lust, neue Leute, neue Locations und neue Städte kennen zu lernen, Spaß zu haben, es allen auf Twitter mitzuteilen – und eben ein Schnitzel zu essen.

TwitterSchnitzelHungrige (unvollständig)
TwitterSchnitzelHungrige (unvollständig)

So geschehen dieses Wochenende. Die Abstimmung des letzten Jahres hat klar Bamberg als den Sieger für die Deutschlandreise ausgeworfen. Also: nichts wie hin, in das fränkische Bierparadies. Aber… es ist unfassbar, dass (Tageskarten ausgenommen!) es – und somit war es in der langen Tradition des Auswärtsschnitzels auch das erste Mal – nicht möglich war, ein „echtes“ (Kalbs-) Wiener Schnitzel zu bekommen.

#AuswärtsSchnitzelZCO
#AuswärtsSchnitzelZCO

Doch das trübte die Laune, auch neben dem Mistwetter des gestrigen Samstags (zumindest bis knapp nach 14 Uhr) nur bedingt, und so fielen eine Horde Twitter-Schnitzel-Hungrige vor Ort in den Klosterbräu ein. Die Bestellung war relativ einfach – sind wir doch alle gekommen, wegen einem Zweck: Schnitzel.

Twitter Schnitzel? Twitter Schnitzel!
Twitter Schnitzel? Twitter Schnitzel!

Und, trotz all der lustigen Gespräche und der vertiefenden Diskussionen über Technik, Recht und schlimmeres: kein Teller blieb voll und auch die ersten Diskussionen über Amsterdam, Anreise und Unterkunft gingen los.

Twitter-Schnitzel: vorbei
Twitter-Schnitzel: vorbei

Damit ging dann auch gegen 23 Uhr gestern Abend die Schnitzelei vorbei. Und die Rückwege nach Erlangen, Nürnberg und in die Hotels vor Ort wurden angetreten. Ein lustiger Abend mit einem letzten Spaziergang durch die malerische Altstadt von Bamberg rundete das Auswärtsschnitzel Bamberg ab.

Mal alle AuswärtsSchnitzler auf einem Bild!
Mal alle AuswärtsSchnitzler auf einem Bild! (Nur Heiko nicht, der ist hinter meinem Kopf…)

Wir sehen uns dann in Amsterdam wieder!

 

Wer nun Interesse hat, hier die Infos für AMS (Goole Plus von Vorteil)! Also: Anmelden, mitmachen, mitkommen, mitessen!

Ab morgen ist der Blog hier nicht mehr meiner!!!

Ich dachte immer, dass entweder der Leserschwund, Boykottaufrufe oder Abmahnungen mit Unterlassung mich aus dem Blogger-Business werfen. Dass ich allerdings, rein zufällig, eine Spam-Mail mit Absender Microsoft mal öffne und feststelle, dass man an meiner Domain interessiert ist, hätte ich nie gedacht.

Aber, es kommt, wie es kommen soll – und Microsoft hat intensives Interesse daran, meine Domain für eine neue Werbeserie „Internet Exploder“ (in den USA unglaublich erfolgreich, kuckt Euch die Videos auf YouTube an, wunderbar selbstironisch gemacht und absolut lustig!) zu kaufen, um diese dann in Deutschland anbieten zu können.

Somit nehme ich meine schlappen 275.000 Euro für die Aufgabe der Domain zum 02.04.2016 (kein Neid, wenn die Steuer damit fertig ist, bleibt mir nicht mal mehr die Hälfte!) und trete ohne spätere Rechte die Adresse und somit auch den Blog ab.

 

Danke für all die jahrelange Treue! Auf bald, mir wird schon wieder was einfallen, was dann Apple kaufen will!

„Ein guter Plan“ als Kalendar? – Wer bitte will das nicht?

Bei etlichen Projekten, die ich bisher über Crowdfunding unterstützt habe, warte ich bis heute auf die Lieferung. Da wurden noch Fehler gefunden, Lieferanten getauscht oder Materialien stellten sich für die Massenproduktion als untauglich da. Weder das Katzenspielzeug noch der Becher, der Trinkgewohnheiten und Inhalte in einer App protokolliert, hat bisher den Weg zu mir gefunden. Oder das USB-Kabel, dass das Handy nachts automatisch backupt. Hat sich mit Android M eh erledigt. Aber: selbst das ist noch nicht da. Aber: ein Projekt, dass ich im Dezember kurzfristig mitgetragen habe, erwies sich als pünktlich und gut: „Ein guter Plan„.

Kurz gesagt handelt es sich bei ein guter Plan um einen Kalender für das Jahr 2016. Einen Wochenkalender, um es noch genauer zu sagen. Aber das wäre jetzt ja nichts für die Crowd, wäre da nicht noch was besonderes. Sprüche, Weisheiten, Monatsvorausschauplanung, Monatsrückblick. Und all das 12x bzw. 52 Wochen. Im schicken Einband.

Ein guter Plan - der Kalender 2016 / Quelle: einguterplan.de
Ein guter Plan – der Kalender 2016 / Quelle: einguterplan.de

Tja – wen ich jetzt schon begeistern konnte, der/die muss sich leider noch ein bisschen gedulden – mittlerweile ist die komplette Auflage für 2016 ausverkauft. Auch die dritte Auflage ist mittlerweile restlos verkauft. Als Hausnummer: ich habe in Auflage zwei 25 Euro (inkl. Versand) bezahlt und hatte ab Mitte Dezember schon mal Zugriff auf das 1:1 eBook-PDF, welches auf dem EGP-Blog veröffentlicht wurde. So hatte ich zwar das Buch selber erst pünktlich ab Mitte Januar – aber bis dahin schon jeweils ein paar ausgedruckte Seiten, um „um die Runden zu kommen“.

Um Euch vielleicht schon heute für die Ausgabe 2017 anzufixen, noch zwei klassische Papershots:
Bei jedem Monatswechsel gilt es, zu überlegen, was der neue bringen soll – und Revue passieren lassen, was der alte gebracht hat. Dafür gibt es vier Seiten zwischen den Monaten, die – ergänzt um die Grundüberlegungen zu Beginn „des Buches“, ein Bild über den Verlauf des Jahres geben. Geplant – Ist. Schön zum nachblättern, aktiv eingreifen und umorientieren.

Kalender Ein Guter Plan: Monatsreflexion und - planung
Kalender Ein Guter Plan: Monatsreflexion und – planung

 

Hilfreich dafür ist auch, dass neben den jeweiligen Tagen Spalten zum Ankreuzen Eure jeweilige Stimmung wiedergeben. Somit könnt Ihr auf Woche oder eben längere Frist beobachten, wie es Euch geht, wenn der Stress zunimmt, der Schlaf dabei abnimmt und das soziale Leben zurück stecken muss. Oder wie erholsam Urlaub sich schlagartig auswirken kann. Praktische Teilung in berufliche und private ToDos:

Kalender Ein Guter Plan: Wochenansicht
Kalender Ein Guter Plan: Wochenansicht

Ich muss gestehen, für die Terminplanung ist mein Handy und Google Calendar nicht zu ersetzten. Klassische Milestones und „große“ Termine pflege ich aber mit „Ein guter Plan“. Auch nehme ich mir jeden Morgen die Zeit, einen Blick hinein zu werfen und meine Stimmung zu dokumentieren, ToDos der Woche zu checken und die nächste Woche aktiv mit zu gestalten. Am Monatsende gehe ich meine Erwartungen an den vergangenen sowie die Pläne für den kommenden Monat durch und gleiche diese mit meinen „Grundeinstellungen“ zu Beginn des Buches ab. Das kostet Zeit – klar… aber es lohnt sich!

Und solange EGP noch nicht als App zu haben ist, mache ich das alles eben klassisch in Buch- und Papierform… und: wer sich jetzt denkt „Geile Scheiße, will ich auch haben!“, besucht die Webseite und merkt Euch vor, ab wann 2017 zu bestellen ist… (so sorry!)

Buch des Monats: Mein Gott Walther!

Jeder, der so grob in meinem Alter oder auch ein paar Wochen älter ist, kennt zumindest das Plattencover von Mike Krüger, irgendwie gefühlt aus den 70er, mit dem damaligen Hammerhit „Mein Gott Walther“. Unter diesem Titel hat Mike Krüger mittlerweile seine erste Biographie veröffentlicht – und, noch besser: für Audible auch noch vorgelesen: Mein Gott, Walther: Das Leben ist oft Plan B.

Mein Gott, Walther Hörbuch
Hörbuch „Mein Gott Walther“ / Quelle: Audible

Jeder kennt ihn, sei es aus Fernsehen oder im Radio, durch Musik oder eben eine Galaeröffnung: Mike Krüger. Aber… weiß jemand, wie er wirklich zur Musik kam? Wie er den Schritt ins Fernsehen geschafft hat? Warum er mit Gottschalk plötzlich im Kino gelandet ist… und wieso er immer noch auf Galaeröffnungen zu finden ist?

Das alles erzählt er uns selbst, in seinem zum Buch aufgenommenem Hörbuch bei Audible. Normalerweise brauche ich für Hörbücher auch immer ein paar Tage, bis ich damit durch bin. Aber ich fand, trotz der vom Praktikanten manchmal einfach mit zu langen „Kunstpausen“ zusammen geschnippselten Version, die Geschichte und einfach die Art und Weise, wie Mike sein Hörbuch aufgenommen hat, so spannend und witzig aber vor allem auch interessant zugleich, dass ich es in „nur“ drei Tagen durch hatte… und, ja, der Titel verspricht nicht zu viel!

Spoiler-Alarm: Eine absolute Neuigkeit war, dass „Mein Gott Walther“ quasi als Frühwerk beim ersten Kontakt mit einer Gitarre entstand. Auch plastisch die Zeit im Internat oder der Weg hin zur Musik, der eigentlich ein Studium und die daraus resultierende Finanzierungsmöglichkeit als Azubi über den Weg zum Bund brachte. Und dann der Plan, doch zu studieren… oder eben doch als Musiker berühmt zu werden – immer mit dem Gedanken, dass dieser Erfolg nicht von dauer sein möge… vor allem, wenn der Manager am meisten an sämtlichen Verträgen verdient… Auch der Blick hinter die Kulissen von Promikollegen und dem täglichen Irrsinn in diesem Geschäft ist einfach nur spannend und in einer unterhaltsamen Art und Weise wieder gegeben.

Klar, könnt Ihr jetzt einfach zum Buch greifen – aber dann würde Euch der unterhaltsame Stil und die „Stimmenimitationen“ von Herrn Krüger im Verlauf einfach fehlen, die Euch das Hörbuch nahe bringen! Und, wenn Ihr jetzt zugreifen solltet: reserviert Zeit, man kann einfach nicht aufhören!

Gut, dass gerade ein paar Tage frei sind, was? Viel Spaß – und „mein Gott Walther!“

 

Mein erstes BarCamp… #bcnue8

Letztes Wochenende war dann endlich mal mein erstes BarCamp! Was ein BarCamp ist? Kurz gesagt, eine Konferenz, bei dem die Teilnehmer selbst das Programm stellen – und zwar jeden Tag, morgens, bevor es los geht. Ich wusste daher auch so gar nicht, was auf mich zu kam – aber, es war eine hammergeile Veranstaltung, mit spannenden Themen und unglaublich viel Abwechslung – kurz gesagt, es war definitiv nicht mein letztes BarCamp!

Nürnberg hat nicht nur den Charme, dass es für mich um die Ecke liegt, sondern auch, dass es ein „offenes“ BarCamp ist – keine Themenvorgabe oder „Einengung“.  Daher kam am Samstag und Sonntag ein bunter Strauss gemischtes an Sessions (=“Themen“) heraus. Teilweise wusste ich nicht, welches der vielen Themen mich jetzt mehr anspricht, da aber eine Zwei- oder Dreiteilung (oder ein Clonen) einfach nicht in Frage kam, musste eine Entscheidung her, so tingelte ich Samstag und Sonntag zwischen Technik, Web, Entwicklung, Knoten binden, Dronenflug und die Umsetzung eines Brettspiels in die Realität.

BCNUE - Gesamtsessions Samstag  
BCNUE – Gesamtsessions Samstag

Sonntag ging es von der Auswahl her ähnlich „großzügig“ und umfangreich zu, so dass es mir auch da nicht gelang, alle Vorträge und Diskussionsrunden, die mich interessiert haben, auch besuchen zu können. Zu viel Auswahl, zu wenig Zeit sage ich dazu nur. Aber trotzdem gelang es mir, eine bunte und interessante Mischung an Themen zusammen zu bekommen.

 

BCNUE - Gesamtsessions Sonntag
BCNUE – Gesamtsessions Sonntag

Meine Besuche im einzelnen:
Samstag:

  • Bildverarbeitung mit Python
    Unfassbar, wie viel Bibliotheken dafür mittlerweile kostenfrei im Netz stehen und somit auch komplexe Lösungen mit wenigen Zeilen sofort zu realisieren sind!
  • WordPress Q&A
    Danke, ich habe nun einen Weg gefunden, das teure WordPress.com zu verlassen, ohne meine Inhalte zu verlieren. Auch für ein evtl. Selbsthosting oder mögliche PlugIns viel an neuem Know-How gewonnen. In diesem Zuge sei auch auf den WordPress-Stammtisch in Nürnberg verwiesen!
  • Dann kam das Thema Wetterstation, gefolgt vom Thema Drone.
    Die Wetterstation war ein Outdoor-Projekt mit diversen Sensoren. Basis: Raspi, klar. Sehr spannend die noch ausstehende Umsetzung per Solar-Strom (bin auf den Fortschritt gespannt) und die Koppelung mehrerer Raspis zur Bereitstellung diverser Dienste (Daten > Twitter, grafische Temperaturdarstellung).
    Gleicher Raum, nur nun mit einem neuen Vortragenden mehr, das Thema Drone. Ich muss sagen, auf die Blade statt die DJI gesetzt zu haben, war ein BRUTALER Fehler. Meine QX350 ist da echt eine lahme Schnecke gegen das, was DJI mit der Phantom-Serie mittlerweile zu nicht wenig mehr Geld kann…
  • Zum Thema Webtools gab es einen regen Austausch an (na klar!) Tools für GMail und den Webworker. Von flexiblen Signatur-Erweiterungen bis hin zu Kanban und GTD-Tools und noch einer Zugabe in Form von Video-Tools war wirklich alles dabei!
  • Der Erfahrungsbericht zum Thema YouTube war spitze – lies einen aber auch an der Menschheit zweifeln. Dass „unboxing“ immer noch ein großer Hit ist, habe ich selber auf meinem YouTube-Kanal bereits erlebt, aber dass man Leuten beim Auspacken von Ü-Eiern in billigster Video“produktion“ mit mehreren hunderttausend Likes zusieht, hat mich schon… getroffen…
  • Und dann noch die Jagd nach Mr. X – Wenn ganz Nürnberg zur Spielwiese wird, sehr spannend, geile Idee!

Bei den Nachtsession war neben einem Vortrag zum Thema Projektmanagement (es ging u.a. um Russland) das obligatorische Werwolf und auch PowerPoint-Karaoke (da war ich) angesagt… ich sage nur soviel: es war schnell vorbei…

Auch Sonntag ging es nach dem Frühstück gleich weiter. Ich kürze das jetzt mal ab, so eine Grundvorstellung habt Ihr jetzt ja, worum es ging:

  • Behavior-driven design (kann man genau so googlen, gezeigte Entwicklungsumgebung Cucumber)
  • Erfahrungen aus drei Jahren Pilzpaket (wer er nicht kennt, Google an, total geile Idee!)
  • Effektives Reden (Google: Toastmasters)
  • Freibierfotzen 2.0 (wer sein bay’risch-deutsch Lexikon verlegt hat, kann es harmlos als Schnorrer übersetzen, wer es mehr „Web“ will, nimmt Troll)
  • Und ja, ich war zum Abschluss im Knotenkurs. Endlich ein Knoten, um die Cessna sicher zu verzurren und doch wieder leicht aufzukriegen!

Und dann war es, nach Aufräum- und Abbausession schon wieder vorbei…
Aber: ein geiles Wochenende. Eine geile Un-Konferenz. Den Besuch wirklich wert. Ich kann es Euch nur ans Herz legen, schaut mal in der Region, sicherlich habt ihr in Fahrweite auch eine Veranstaltung dieser Art. Dann unbedingt hin gehen! Und aktiv mitmachen!

Ich plane, Würzburg oder Regensburg als nächstes zu Besuchen, vielleicht trifft man sich dann ja mal in echt, schließlich ist ein BarCamp auch eine Networker-Veranstaltung!

BCNUE / Barcamp Nürnberg Logo
BCNUE / Barcamp Nürnberg Logo

 

Ach ja, PS: Storify hat wieder eine tolle Nachlese!

Rückblick: Das war der WebKongress Erlangen #wke2016

Letzten Montag, Dienstag und Mittag war großes Treffen an der FAU in Erlangen, es war Webkongress. Schwerpunktthema war eGoverment. Zwei bzw. drei geballte Tage rund um Web-Themen und alles, was die öffentliche Verwaltung betrifft.

Gleich mit der Keynote am ersten Abend war die Richtung klar: Digitalisierung und Medienethik. Klar, die sozialen Netzwerke waren mit dabei, aber auch das Internet an sich. Und genau so startete auch der Dienstag. Zuerst ein Warm-Up mit „Blogredesign“ und Zugriffs- sowie Ladezeiten, dann ab zum Social Media der Berliner Polizei um dann bis Mittags weitere Webthemen (komplexer Content, Focus Management). Der Nachmittag lief dann auch wieder zwischen Web und eGovernment weiter, mit so spannenden Themen wie Indie Net oder Jugendschutzprogramme, die die Jugend schädigen.

WKE-2016 Banner
WKE-2016 Banner

Abends fand im Redoutensaal das Abendessen und das weitere Netzwerken sowie das Vertiefen der über den Tag gewonnen Kontakte statt, bevor Mittwochs, allerdings nach so einer Feierlichkeit am Vorabend, zu nachtschlafender Zeit das dritte und letzte Tag des Webkongress startete.

Auch hier war ein bunter Strauß an eGovernment und Web(technik)themen im Angebot, die den Tag schnell vergehen ließen. Und auch an diesem Tag war wieder für jeden was dabei… egal, ob das Betreiben einer eigenen Cloud mit owncloud oder auch die Frage, wie ein Einstellungsprozess gestaltet sein sollte, um die richtigen Leute fürs Team zu finden… es war leider viel zu schnell vorbei.

Wer jetzt angefixt ist, muss sich ein wenig in Geduld üben – der nächste #wke wird erst wieder in zwei Jahren, in 2018, statt finden… aber die Geduld ist es wert!

 

Twitter-Nachlese auf Storify!

 

Flugsimulation für zu Hause ist kein Hexenwerk und auch nicht teuer…

Wer kennt sie nicht, die Faszination des Fliegens. Der Schwerkraft zu trotzen, sich in einen blauen/grauen Himmel zu erheben und die besungene Freiheit über den Wolken zu genießen. Nachteil der Sache: Immer Linie heißt leider auch immer hinten sitzen, selbst den Flugschein anzugehen ist, dank Mondpreisen für Flugzeugsprit, und die komplizierten deutschen Verwaltungsakte auch nicht für Jedermann der Wunsch für freie Wochenenden. Also, was tun?

Wer es wirklich professionell und nicht zu Hause machen will, hat eine breite Auswahl an durchschnittlich 200-Euro-Paketen, um Restkapazitäten der Airlines und deren 3D-Simulatoren mit Bewegung für eine Stunde zu buchen. Meist bevorzugt an den Wochenenden, und erfahrungsgemäß eher „spät Abends“. Da gibt es dann eine Wunsch- oder vorgewählte Route, ein Briefing, Cockpiteinführung, garantierter Start sowie die zugehörige Landung, Flug, evtl. Notfallsimulation – und ein Debriefing mit Urkunde.

Auch nimmt mehr und mehr die Professionalisierung des Hobbies an sich zu, so werden gute („private“!) Cockpit-Nachbauten mit Simulatoren verknüpft und auch hier „Flugstunden“ angeboten – die Palette reicht von 99 bis 499 €.

Selten, dass man das so sehen kann...
Selten, dass man das so sehen kann…

Wer aber den Flugschein gar nicht möchte, trotzdem aber jederzeit in der Lage sein will, in die Lüfte zu gehen, sollte sich seinen Simulator für zu Hause gönnen. Aktuell gibt es hier zwei sinnvolle Möglichkeiten: die Relikte des vormaligen Microsoft Flight Simulator (FS X) oder, mehr von der Mac-Seite her bekannt, X-Plane (XP).
Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Während X-Plane für mich die realistischsten Flugeigenschaften rechnet und in ansehnlicher Grafik umsetzt, gibt es an Flugzeugen und Zubehör (ich rede immer noch von Software!) die meiste Auswahl für den FlightSimulator. Dafür stockt seit dem Verkauf die Weiterentwicklung ein wenig, da nicht jeder auf die Finanzmittel von Microsoft zugreifen kann. X-Plane ist dafür eine Ein-Mann-Entwicklung, die zwar Grafik und Support an weitere Personen ausgelagert hat, aber auch mal gerne den Launen des Chefprogrammierers ausgesetzt ist.

Ich bin zum einen auf Grund der früheren durchgehend Mac-Plattform bei X-Plane gelandet, habe mich aber nach Abschluss des Flugscheins weiter für die Plattform entschieden, da sie einfach wirklich sehr realistisch Flugeigenschaften und, zu Trainingszwecken sehr sinnvoll, mögliche Ausfälle und Notfallübungen realitätsnah ausführen lassen. Wer dagegen die große Auswahl an Flugmodellen und Funktionsumfang wünscht, sollte sich auch den FS X ansehen.

XPlane-Splash-Screen
XPlane-Splash-Screen

Wer nun eine Sekunde verschwendet, um sich den Einstieg zu überlegen, kalkuliert bitte folgendes mit ein: 50-100 € für die Software und evtl. „Zusatzmodule“ oder Flugmodelle. Einen ersten Überblick könnt Ihr Euch z.B. bei amazon oder auch aerosoft verschaffen. Aber Achtung: wer virtuell mehr als nur Pixelgeschubse sehen will, braucht eine verdammt gute Grafikkarte. 2GB VRAM ist das wirkliche MINIMUM(!), drei oder vier sind, klar, besser. Und wer solch eine Grafikkarte haben will, braucht mehr als einen Pentium I. Auch klar.

Kurz gesagt, Eigenbau oder Kauf, die Hardware selber wird auch irgendwo zwischen 1.000 und 2.000 Euro liegen – wobei nach oben hin alles offen ist. Und bedenkt: auf einem 17-Zöller ab München zu simulieren… es gibt „größeres“…

Und jetzt kommen wir zur Frage des Realismus zu Hause. Klar, ein Dreiachsen-Joystick mit x, y und z reicht für die typischen Bewegungen roll, pitch und yaw vollkommen aus. Aber… wäre ein Yoke, wie im Cockpit (also, nicht Airbus, da solltet Ihr den Joystick behalten und nach links auf Eurem Tisch schieben!) nicht nett? Wer dann einen Yoke will, braucht Pedale, da die Z-Achse (yaw) nun mal nicht mit einem Yoke abgebildet werden kann… schon steigt der Realismus, leider leidet damit der Geldbeutel.

Und dann gibt es ja noch den Throttle-Quadranten, wahlweise von Boeing oder Airbus, die Kopf-folge-Abtastung, undundund… je nachdem, wie weit Ihr gehen wollt, um realistisches Fliegen von zu Hause zu ermöglichen, kann der Spaß schnell teuer werden! Aber, glaubt mir: im Vergleich zu „echt“ noch ein Schnäppchen!

LOWI - Innsbruck
LOWI – Innsbruck

Mein Einsteigertipp für jeden, der „mal schnell“ testen will:
X-Plane kann man sich kostenlos laden und ohne Kauf auch einen kurzen Flug starten – allerdings nur in den USA rund um San Bernadino (KSBD) ODER, je nach Update und Version, in Österreich rund um den anspruchsvollen Airport Innsbruck (LOWI). Auch lässt sich nur ein Flieger nutzen (Cessna 172 bei meinem letzten Versuch ohne Original-DVD oder USB-Dongle). Dieser lässt sich auch mit der Maus steuern – aber glaubt mir, das ist anfangs unglaublich komplex und führt zu schneller Erhöhung virtueller Versicherungssummen…!

...das üben wir noch mal...
…das üben wir noch mal…

Vielleicht könnt Ihr Euch einen entsprechenden Joystick borgen oder kaufen, aber plan dafür auch mal rund 50 Euro ein (ja, es ist viel passiert mit Joysticks seit dem C64…!). Und dann kann es auch schon los gehen… wenn Ihr Euch in Ruhe(!) durch die Einstellungen der Grafik und des Joysticks, etc. gearbeitet habt. Dann noch den Realismus des Flugzeuges anpassen – und schon kann es los gehen. Wichtig: sanfte Bewegungen, kein ruckartiges Ziehen oder Drücken, sonst kommt man zwischen Strömungsabriss und G-Kraft dem Boden schnell näher, als einen lieb ist. Yaw ist virtuell tricky und meiner Meinung nach noch verbesserungswürdig – also Vorsicht damit, sonst bringt die Cessna schnell eine „dutch roll“ mit Kontrollverlust (und schlimmstenfalls dem gefährlichen Trudeln).

Wer sich aber durchbeißt und nicht locker lässt, hat ein neues Hobby, welches Stunden kosten kann (bei mir war der längste Flug 13 Stunden in Echtzeit mit der 747-400 (744). Und man kann zu Hause die Faszination Fliegen auch endlich von „ganz vorne“ erleben. Und keine Angst vor dem ganzen Fachvokabular, sowohl hier in dem Post (übrigens: ganz bewusst gewählt und nicht erklärt, auch wenn das eher untypisch für mich ist!) als auch in der Simulation selbst…

Und jetzt: LANDUNG!
Und jetzt: LANDUNG!

Ich wünsche viel Spaß, blue skies and happy landings!!!

(Und nie vergessen: Landen ist die Kür, die erlernt werden will!)

 

PS: X-Plane lässt Euch Flüge, neben Screenshots, als Movie speichern – somit könnt Ihr Freunde und Bekannte jederzeit dran teil haben lassen (oder eben auch YouTube)…

 

Raspberry und Arduino nur ein Spielzeug? Ein Blick über die embedded world zeugt vom Gegenteil!

Nürnberg, einig Messestadt! Bekannt ist landauf landab mit Sicherheit die (Fachmesse!) Spielzeugmesse. Aber auch die aktuell laufende „Freizeit“ hat regen Zulauf. Die „auf der anderen Seite“ des Gelände stattfindende embedded world ist als Fachmesse mehr den „Insidern“ und Studenten auf Jobsuche bekannt. Verblüffend nur zu sehen, wie weit Rapsi und Arduino bereits Einfluss auf Technik und Aussteller genommen haben…

35 Euro für einen kompletten Platinenrechner? Manche schütteln abschätzig den Kopf, was soll das kleine Teil schon können – erst recht, weil kein Apfel sondern eben eine Himbeere das „Gerät“ ziert? Dabei bieten beide, der Brite und der Italiener alleine an Offenheit und Schnittstellen schon mehr als das Obst… aber wirklich spannend wird es, wenn man die bestehenden Geräte mit zusätzlichen Shield-Platinen bestückt oder eben per Breadboard und Steckkabel (inkl. der benötigten Programmierung, natürlich!) Projekte im kleinen finanziellen Rahmen umsetzten kann.

Das macht letzt­end­lich auch die Popularität der beiden Bastelsysteme aus: kleine Kosten, schnell zu erlernen – und mit einer Handvoll Teile aus dem Elektrozubehör kann es an die Umsetzung gehen. Aber… neben all den tollen YouTube-Videos, die immer wieder großartige Sachen zeigen, wie praxistauglich ist das alles wirklich?

Heimautomatisierung - Platine pur!
Heimautomatisierung – Platine pur!

Nun, die embedded world ließ hier keinen Zweifel: sei es, dass Heimautomatisierung oder -überwachung durch (wahlweise) Arduino-Ableger oder gleich Raspis, gestapelt mit mehreren Shields, zum Einsatz kommen oder eben auf Basis dieser beiden Rechner eine neue firmeneigene Platine gegossen wurde. Sei es, dass Unterstützungssysteme für 3D-Drucker oder Hobby-Fräß-Maschinen in den Gehäusen der entsprechenden Geräte verbaut sind. Sei es, dass Kiosksysteme am kompletten Stand nicht mehr durch riesen Rechner sondern eben durch einen Kleincomputer gesteuert werden (solange man nicht bei SanDisk ist, die dafür ein eigenes SSD-System haben!)… oder eben der „klassische“ Hinkucker am Kopfstand die Kunden mit einem der als Zubehör erhältlichen Touch-LCDs und einem Spiel, einer Herausforderung oder eben einem digitalen Gadget überraschen.

Kaum ein Stand, der nicht mittlerweile ein Shield oder eine sonstige Erweiterung oder gleich ganze Sensoren für die Minicomputer im Angebot hat. Dazwischen, auch gerne genommen, die Elektronik-Teil-Händler sowie die Fachbuchautoren… aber: immer das dominante Thema der Kleincomputer.

 

Wer sich also bisher immer noch gefragt hat, wann genau die richtige Zeit ist, bei den „Kleinen“ einzusteigen, dem/der sei gesagt: JETZT!

Buch Review: Vollidiot, der letzte Zeit…

Im Jahr 2016 wird mein Blog ein paar neue Kategorien erleben – und eine davon wir die – hoffentlich – regelmäßige Büchereview werden. Nicht umsonst habe ich den Vorsatz gefasst, jeden Monat mindestens ein Buch zu lesen. Kann natürlich sein, dass ich da eine faule Kartoffel aus dem Hut ziehe, damit möchte ich Euch, wenn sie nicht das Niveau „Toilettenpapiernutzung“ erreicht, nicht unbedingt nerven… Nein… wobei… heutiges Buch ist noch echte Männerunterhaltung!

Und bei Männerunterhaltung meine ich nicht diesen neumodischen Mist wie 50 shades of grey… den Männer sich heimlich kaufen, weil die Frauen ihn haben und jetzt plötzlich Ansprüche im Bett stellen. Also, heute nichts für die Fortbildung schwächerer Matratzenbullen, nein – echte Männerunterhaltung!

Alle lesenswert: Tommy Jaud // Quelle: Amazon
Alle lesenswert: Tommy Jaud // Quelle: Amazon

Vielleicht sagt dem Einen oder anderen das Buch (oder wahlweise der Film) „Vollidiot“ noch was. Der Debüt-Roman von Tommy Jaud. Dieser hat in Summe drei Teile, wobei Jaud selbst sagte, dass der (aktuell…) letzte Teil damit die Simon Peters-Serie auch beenden soll… Schade… aber… besser so, als irgendwann ganz lasch nach dem Vorwort zur Seite gelegt zu werden.

Worum geht es? Simon Peters, eher ein kleiner Egoist und Egomane und sein tägliches Leben. Klar, Frauen. Oder eben keine Frauen. Irrwitze Ideen und Geschichten, die trotzdem Dir und mir jeden Tag so passieren könnten – hätten wir nur dieses doch etwas reduzierte Schamgefühl und den witzig zu lesenden derben Humor. In Vollidiot geht es um Ikea, die Traumfrau, die Putzfrau, die Dumpfkuh… schnappt es Euch, Ihr werdet es nicht aus der Hand legen, bis ihr durch seid.

Im Teil zwei, mit dem vielsagenden Titel „Millionär“ starten wir ein wenig schlechter als zuvor. Arbeitslos, perpektivlos, lustlos – aber genervt von allem, was lebt, spricht und produziert. Bis die nette Stimme der Beschwerdehotline plötzlich ein Gesicht bekommt und auch die neue Nachbarin nicht mehr ganz so fett wirkt, wie am ersten Tag… und: Promis!

Aber, in Teil drei, Überman, hat Jaud den alten Drive wieder und Peters springt durchs Leben, zuerst mit, dann ohne Frau, dann wieder mit, dann durch die Vorgärten von Freunden und Nachbarn, durch Schlaf-Zeitzonen und durch Weinkeller zum Weltuntergang.
Nun, kurz im Detail: Wenn es dicke kommt, dann richtig! Die Kohle aus „Millionär“ glaubt man gut angelegt – bis plötzlich eine kleine Portfolio-Korrektur die Anlagequote in den Minusbereich zieht. Parallel dazu will die Freundin wieder studieren und verlässt sich auf die finanzielle Unterstützung. Anstatt an dieser Stelle den Mund aufzumachen und das Buch zu beendet macht unser Real-Held den Fehler des „alles passt, alles wird gut“. Nun gilt es, binnen kürzester Zeit eine Privatinsolvenz abzuwenden, wieder an Geld zu kommen – und sei es, in dem man (SPOILER!) erfolgreich Jamie Oliver verklagt! – oder eben im drohenden Weltuntergang des Maja-Kalenders eine neue Geschäftschance wittert…

Ich weiß, die Detaillierung ist nicht wesentlich besser als der einleitende Satz zuvor – aber die Geschichte ist einfach GEIL! Ich habe es in nur drei Tagen, also an den Abenden der Tage, durch die 350 Seiten geschafft und musste alles: mitleiden, mitfühlen und lauthals lachen.

Ein Männerroman wie er sein sollte: aus dem Leben gegriffen, bildhaft und kurzweilig! Schnappt Euch den Schinken, Männer – und lesen los!

Was an Blogs auch gewaltig nerven kann: lieber alte News als gar keine News…

Jeder Blogger kennt dieses Problem: woher die Themen nehmen, wenn nicht stehlen. Je nach Ausrichtung kann es einfach mal ne Woche oder zwei geben, da kommt einfach nix neues! Und dieses „Sommerloch“ kann nun mal jeden und überall treffen. Blöd nur, dass der geneigte Leser nicht immer die Geduld aufbringt, auf die neueste Schlagzeile zu warten und so kann man sich passiv-bloggend einfach in die Unwichtigkeit bringen. Aber diese neue Neigung, die aktuell viele Blogs ergreift, macht mich noch mehr wahnsinnig… und führt noch schneller dazu, dass man mich als Leser (und Follower) verliert!

Nun, worum geht es. Den Plan! Man weiß ja, welche Ausrichtung der eigene Blog haben soll. Man weiß daher, mit welchen Themen man punkten möchte. Und man weiß auch, was der potentielle Leser für Interessen mitbringt.
Das nun alles beschwingt oder bierernst geschrieben, mit oder ohne Fremdwort, viele oder keine Bilder, sonstige Medien oder auch nicht – und schon sind die Posts in der Öffentlichkeit. Und, je nach Anbieter, hat man ein Tracking, in dem man sehen kann, zu welchen Zeiten viel gelesen und an welchen Tagen der Blog dann auch besucht wird.

Aber nun… die Saure-Gurken-Zeit… kein Thema weit und breit… aber… man will doch was veröffentlichen… Also, was tun? Es gibt nun zwei Kategorien von absolut nervigen Bloggern, die von mir ab sofort konsequent sofort auf allen Kanälen entfolgt werden:

  1. Recycler
    Kein Thema zu alt, um es nicht noch mal nach oben zu spülen. Warum nicht die alten Artikel über Antenna-Gate und die Bumper vom iphone 4 noch mal ausgraben, es gibt ja schon genug Gerüchte über das wohl neue Modell, warum nicht noch mal kommentarlos an die Vergangenheit erinnern? Oder ein bisschen was aus der guten alten Windows-98-Zeit re-posten? Wird schon keiner merken…
  2. Abschreiber (oder nett gesagt: News-Recyler)
    Wie bitte? Meine Abendschlagzeile war schon heute morgen alt, da sie gestern um 21:47 Uhr lokaler deutscher Winterzeit schon auf Twitter durch war… und Facebook kennt das Thema auch schon… macht ja nichts, wenn ich NUR DEN EINEN erreiche, der es noch nicht gekannt hat… der aber wiederum wohl kaum BESAGTEN Blog lesen wird…

JA! Bitte überall noch mehr davon! Immer wieder!!! // Quelle: Internet

JA! Bitte überall noch mehr davon! Immer wieder!!! // Quelle: Internet

 

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich den 1:1-Abschreiber mehr hasse, als den, der die Headline oder die Einleitungszeile oder beides noch ein wenig reißerischer fabuliert… aber beide nerven mich KOLOSSAL! Ich gehöre nicht zu denen, die sich freuen, dass die Meldung morgens im Halbschlaf nachmittags um fünf nochmals aus anderer Quelle kommt… „weil es dann wahr sein muss“! Nein, für mich ist das Zeitverschwendung, der berüchtigte „informationus destruktivus“ – abhaken durch Ignoration. Und da dieses Phänomen unter einigen Blogs, denen ich wahlweise direkt über WordPress, Feedly als RSS oder noch schlimmer, Twitter als meinen Hauptnachrichtenkanal folge – ist damit ab heute SCHLUSS!

Mag ja sein, dass Deine Leser dieses „individuelle Kopieren“ von mittlerweile alten Nachrichten mögen – ich nicht! Ich bleibe da lieber bei der Quelle, die es mir als erstes gesagt hat – und der Rest fliegt!

 

Ein guter Blog steht eine Leerzeit von ein paar Tagen oder auch mal 14 Tage Urlaub problemlos durch – die Abwesenheit wäre dann aber eine News, die gepostet werden sollte…

Ok, ok! Ich gestehe! Ich habe es getan!!! Ich habe auf Windows 10 geupdated…!

Ständig das Popup unten rechts aus der Benachrichtigungsleiste, dass schon Millionen vor mir auf Windows 10 upgedated haben… soll ich das einfach so auf mir sitzen lassen? Ja! Habe ich, ganz bewusst, da sowohl die Kombi aus Startmedium und Bootmanager nicht in der Lage waren, den Rechner wieder hoch zu fahren – und das alles nur, damit ich endlich endlich einen Clone meiner Windows 8.1-Platte machen kann. Für den Fall der Fälle… also, klickte ich das Bubble mit einer Vehemenz weg, mir der Microsoft es mir beim nächsten Mal gleich wieder über den Bildschirm schickte.

Aber dann: die Backup-Software ging gar nicht mehr, da half nur noch ein kompletter Neuinstall. Und der wiederum führte dazu, dass ich von der Webseite des Anbieters die neueste Version lud – und siehe da, plötzlich klappt es mit dem BIOS, plötzlich ist die F11-Taste als Eintrag im Bootmanager -und schon läuft, wenn auch unter völliger Fehleinschätzung der Zeitdauer, über Nacht ein Clone meines Windows 8.1-Laufwerks. Und, kaum war es dann Sonntag mit gut vier Stunden Verspätung fertig und ich hatte den Bootmanager mit meinen verhunzten Platten (60GB SSD als Windows-Platte, so vom Hersteller vorgesehen, hochgerüstet auf 3 TB HDD als Startplatte, von mir so umgesetzt) auch wieder am Start – und legte sofort los, mit der Windows 10 Installation.

Alleine für DAS Hintergrundbild lohnt sich das Update // Quelle: Microsoft
Alleine für DAS Hintergrundbild lohnt sich das Update // Quelle: Microsoft

Da fiel mir wieder ein, dass auch Windows 8.1 als Update mal schnell drei Stunden gebraucht hat. Das Laden ist heutzutage das Schnellste am Aktualisieren, alles andere braucht Zeit, immer mal wieder ein paar User-Interactions in einfachen Fenstern, damit wir nicht die Stimmung und Laune verlieren – und irgendwann… da ist es soweit, und Windows 10 (Home) glänzt mir entgegen.

Ich habe als erstes getestet, ob die unter 8.1-installierte Software, mit der ich am meisten arbeite noch geht. Dann ein paar der Spiele. Dann die restliche Software. Und, was soll ich sagen: fehlerfreie Übernahme. Ab dem zweiten Start von Windows 10 (beim ersten wurden noch extrem viele HDD-lastige Operationen im Hintergrund durchgeführt!) lieft das Teil so schnell wie vorher, so flüssig wie vorher und genauso stabil! Und mit dem Bonus: Neue Features, endlich durchdachte Funktionen, viele Bugs von 8.1 beseitigt… und all meine Software rennt auch noch/wieder…

Klar kenne ich die Horror-Stories, Platte weg, OS weg, keine Rückkehr möglich. Ich hätte auch nicht gedacht, dass meine komplette Software, von kopier-geschützten Adobe-Produkten bis hin zur Bootmanager-Freeware, wirklich alles! – tatsächlich so weiter läuft…

Und, was soll ich sagen?
Ich bin ja, seitdem ich mit Windows 7 gearbeitet habe, schon immer der festen Überzeugung, dass kein Mensch mehr einen Mac braucht (also, privat. Beruflich mit Color-Management und 72 dpi-Darstellung können wir gerne auf Twitter weiter diskutieren, wird aber auch da sehr eng für Apple!). Windows 8 mit der Universalkachelung (zumindest für alle, die nicht Classic Shell kennen) war schon wirklich… nett, aber unglaublich anstrengend und einfach nur übers Ziel hinaus geschossen…

Das ist nun mit Windows 10 vorbei. Selbst bevor ich Classic Start Shell installiert habe, war von Kacheln nichts zu sehen – außer im Start-Menü… und da war ich echt kurz am überlegen, es einfach Microsoft-like zu lassen, aber dann siegte der Install-Button und schon hat das Classic Shell nun wieder entkachelt und übernommen (Vorteil: ist mit einem Mausklick deaktiviert, falls es mich mal überkommt!).

Was kann ich nun sagen, nach den ersten drei Tagen?
Es ist wesentlich aufgeräumter. Allerdings bin ich noch am Gewöhnen mit den weißen Bildtitelleisten, ich denke immer, das Fenster ist deaktiviert, obwohl ich es gerade eben erst aufgerufen habe. Viele praktische Funktionen sind neu dabei: keine nutzlosen Bibliotheken mehr links in den Exporerfenstern, dafür automatisch und manuelle Auflistung oft genutzter Ordner. Tolle Einbindung von GoogleDrive, OneDrive und auch Dropbox. Endlich scrollt die Maus an der Stelle, wo der Mauszeiger steht – und nicht da, wo Microsoft glaubt, ich hätte jetzt zu scrollen (MEIN TOPFEATURE!). Auch die Einbindung von Netzwerkgeräten und die Darstellung des Computers mit allen Laufwerken: super gemacht.

Wenn ich Euch jetzt angesteckt habe, hört meine Worte!
1. Kein Update ohne Backup! AKTUELLES BACKUP!
2. Nehmt Euch Zeit mit. Backup kann mal locker ne Nacht dauern, Win 10 braucht auch gefühlte 24 Stunden…
3. Und wenn es dann drauf ist, TESTEN! Software, Spiele, Anwendungen, Daten! Auch wieder ein halber Tag weg!
4. Wenn was schief geht: Google anwerfen, ausprobieren. Bei „Negativ“: sofort Backup zurück spielen, mit dem alten Windows leben und…:
5. „Clean Install“ vorbereiten. Platte komplett löschen, Win 10 drauf, dann händisch alles nachinstallieren.

 

Wie gesagt, bei mir ging alles glatt, kein Datenverlust und alle Anwendungen laufen einwandfrei. Selbst der „ältere Spiele laufen nicht mehr“-Bug schlug nicht zu. Ich finde das System durchdacht, stabil und um viele Bugs oder „Unklarheiten“ bereinigt, ein rundes Teil. Kurz gesagt: ich bin froh, dass ich das UpGrade macht habe!

 

Und bei Euch? Läuft Win10? Hat das Update geklappt? Wartet Ihr noch ab? Freue mich auf Eure Kommentare hierzu!

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