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Service-Test: Wenn Du Deine Hotelanschriften besser kennst als Deinen Erstwohnsitz – wie kann Dich dann Post pünktlich erreichen?

Es gibt so Momente im Leben, wo einem das Gesetz den Status „Erstwohnsitz“ an sich aberkennen würde – man aber aus Mangel einer Alternative weiter wohnen bleibt, wo man gemeldet ist… aber eben nur auf dem Papier. Wo man die Kundenkartennummer der diversen Hotelketten, welche nun das zweite Zuhause sind, einem eher in den Sinn kommt, als die Postleitzahl des eigentlichen Wohnsitzes. Und wo man mehr Zeit im Flieger und in der Bahn verbringt, als man das letzte Mal im heimischen Wohnzimmer vor einer nagelneuen Netflix-Serie gesessen ist. Aber, trotz alledem, gibt es ein kleines Problem: wie komme ich zeitnah an meine Post?

Caya - digitalisiert Deine Briefpost / Bild-Quelle: getcaya.de

Caya – digitalisiert Deine Briefpost / Bild-Quelle: getcaya.de

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Jetzt ist Sommer, die Zeit, der Aushilfen…

Es gibt Sachen, die lernt ein durchschnittlich intelligenter Mensch so mit vier oder fünf Jahren. Im Kindergarten. Prominentes Beispiel: ein runder „Block“ passt auf einer Platte nicht in eine dreieckige Figur. Andere lernen es erst mit elf, weil bei Toy’R’us die Spielkonsole von den großen Jungs besetzt ist und man so das erste mal mit dem Block-Platte-Dings in Kontakt tritt. 

Und dann ist da der Typ/die Tussi von der Deutschen Post, die/der (hoffentlich nur als Sommerpausenvertretung) mir meine Post bringt.

Neben meiner Twittersucht und der unglaublichen Online-Affinität bin ich bekennender Zeitschriftenleser (nein, nicht nur, was Ihr jetzt wieder denkt!)
Und so was kommt eben (oder leider?) mit der deutschen Post. Nun hat mein Vermieter einen typisch-deutschen DIN-irgendwas „Mehrzweckbriefkasten“ an die Hauswand genagelt (auf der Post-Webseite finden sich die genauen Details!) und sogar für den passenden Durchbruch für den Einwurf gesorgt.

Unsereins steht also davor, Zeitschrift in der Hand und denkt sich: Öffnung länglich, Zeitschrift also quer problemlos einzuwerfen (rund in rund, eckig in eckig, dreieckig in Dreieck und so, Ihr versteht schon – wenn nicht, dann ist das Eure Musterlösung!).

Mein Sonderschulenabschlussverweigerer, der aktuell tatsächlich mit welcher Qualifikation auch immer es zum „Briefträger“ geschafft hat, steht nun wohl etwas ratlos davor, hält die Zeitschrift hoch… und dank der Verwunderung der vielen unbekannten Zeichen kommt er (oder doch sie? Ich sag nur „Einparken“?!?) auf die Idee, die Zeitschrift hochkant mit aller Gewalt in den Briefkasten… nun… zu… trümmern. Vor allem bei EDV-Zeitschriften, welche mit DVD oder weiteren durchaus im Abopreis enthaltenen Dreingaben kommen, ein ärgerliches Ding, wenn das obere Drittel der Zeitschrift einfach nur Schrott und Krumpelpapier ist – und nun auch noch immer ein Datenträger zerstört ist.

Es ist nun schon das zweite Mal in knapper Folge, dass ich mich hierüber bei der Post beschwert habe.
Jedesmal kommt der gleiche Brief, dass man den Austräger auf seine qualitativen Mängel hinweisen wird und hofft, mir bald wieder eine ordentliche Zustellung zu gewährleisten (HOFFT? WIRKLICH?).

Immerhin, nachdem ich mich diesmal auch beim Verlag und Absender und bei der Post mit Verweis auf „Schadenersatz“ beschwert habe, sollte in den kommende Tagen die Zeitschrift ersetzt werden… wenn nicht der gleiche Austräger ohne Klotz-Brettchen-Erfahrung wieder zuschlägt…

Wir hoffen das Beste – und der Sommer ist sicherlich auch bald wieder vorbei…