Die Digitalisierung macht vor nichts halt – auch nicht vor dem klassischen Falschparker oder auch „Bin in zwei Minuten wieder da“-Typ. Gründe, warum dem so ist, gibt es viele – und automatisiert nehmen die Kommunen noch mehr Geld ein..

Sorry für die Zwangspause, mich haben mal wieder alle Bakterien und Viren gleichzeitig befallen… aber, ich bin der einzige Sieger! Nun zum Thema:
Wenn du in Mannheim, in Teilen des Ruhrpotts und auch Heidelberg und Hamburg lebst, kennst du das sicherlich schon: Wenn du ein Parkticket ziehst, gibt es notgeklebte Tastaturen, in die du dein Kennzeichen eingeben muss. Keine Sorge, die verschwinden nicht wieder, die werden nach und nach gegen neue Automaten ausgerüstet, wo die Tastatur schon fest verbaut ist!
Aber nun zu den guten Nachrichten: Das wird für uns alles richtig teuer! Wieso? Da mehr und mehr Kommunen auf auf vollautomatische Überprüfung deiner und alle Parktickets setzt.
Wenn dich also mal so ein ganz schlechter „Back to the Future“-Karren überholt, wurdest du höchstwahrscheinlich nicht geblitztdingst, sondern dein Ticket geprüft.
Warum das alles? Nun, Verkehrsplaner mögen nun mal flüssigen Verkehr – da sind Papierzettel, Anwohnerausweise, laminierte Hinweiszettel an der Windschutzscheibe störend. Ziel: Nur noch digitale Parkberechtigungen und ein Fahrzeug, dass all das scannt und binnen Sekunden abgleicht, ob du bezahlt hast oder ob du nun Post bekommst und dann so richtig zahlen musst.
Einzig die Aussage, dass man an dem bestehenden Personal nicht abbauen will, erschließt mich, außer wir reden über Gewerkschaften, nicht. Ein automatisches Scan-Auto, dass im Bestzustand bus zu 1.000 Kontrollen pro Stunde durchführt – da braucht es doch keine „Politesse“ mehr, oder?
Klar ist, die Kosten tragen die Autofahrer!
Sowohl fürs eigentliche Parken, dann für die Anschaffung, Wartung und stetigen Software- der Fahrzeuge, als auch des weiterhin existenten Personals. Gerade ein grüner Senator einer nördlichen Hansestadt schwadroniert von einfacher und komfortabler Möglichkeiten – da mein kein gezogenes Ticket mehr ins Auto legen muss… Aha!
Die Scan Autos prüfen iim Vorbeifahren mit Videolösungen-Aufbauten, ob für dieses Nummernschild bezahlt wurde. Ich sehe schon Herrscharen von Ganztagsparkern abends ohne vorderes Nummernschild zum Auto zurückzukehrern, während das Nummernschild tagsüber für kleinen Obolus weiter“verliehen“ wird…
Und ein weiteres Problem: Behindertenausweise sind – noch nicht! – an ein KFZ gebunden, hier ist also aktuell Ende der Digitalisierung. Aber sicherlich nichts, was man mit Millionen nachdigitalisiert…
Ich habe mal versucht, rauszukriegen, welche Kosten mit dieser Verleichterung einhergehen… aber es kommt nur Schweigen… nur die Betonung, dass die Stadt nicht weniger Personal braucht, das wurde mir mitgegeben… kein Wunder, dass in Deutschland schon mehr Leute beim Staat angestellt sind, als Arbeitnehmer – oder wir sind kurz davor, welcher Statistik man trauen möchte!
Dass Städte sich teilweise dumm und dämlich an den Einnahmen von Parkzonen erfreuen, ist kein Geheimnis. Dies mit automatisierten Fahrzeugen auf die maximal möglichste Spitze zu treiben, verständlich. Andererseits hätte weder Stadt, Land noch Kommune einen Cent, wenn der Steuerzahler nicht wäre. Wir haben als Straßen finanziert, Parkplätze bezahlt und was ist der Dank? Neben an sich im Gesetz verbotener doppel- oder mehrfach-Besteuerung, in der Realität nicht mehr wegzudenken, dürfen wir für die Nutzung unserer Steuergelder auch noch uns selbst die Knöllchen – bildlich gesprochen – ausstellen und gleich noch bezahlen.
Heidelberg ist auch ganz schlau, die Fahrzeuge dort stellen aktuell noch keine Knöllchen aus, sondern sammeln Daten. Heißt für mich: Das ist ein Beta-Test, die Rate der falsch erkannten Kennzeichen überwiegt aktuell noch. Aber wohl auch da nicht mehr lange… Die Stadt selbst argumentiert mit Datenschutz-Aufbaumaßnahmen und Vertrauen. Aha. Wer vertraut, der überwacht… das waren früher Schurkenstaaten, nicht dein zuhause!
Mannheim argumentiert mit der Freihaltung von Radwegen und hat sein System schon scharf geschaltet. Bedeutet, über den Daumen: das 20-fache eines zu-Fuß-Mitarbeiters, der aber trotzdem weiterhin eingesetzt wird…
Auch heute zeichnet sich schon eine Art Monopol durch diese Technik ab – dann, wenn ein Unternehmen den Bedarf von Parkflächen prognostiziert, umsetzt und dann seine Robo-Scan-Kisten genau da Parkgebühren eintreiben und Knöllchen digitalisiert verschickt.
Ist es nicht schön, was alles mit unseren Steuergelder finanziert wird? Vor allem Scanfahrzeuge, die Strafzettel verschicken und keiner Politesse den Job abnehmen… all das ist Deutschland, liebe Prinzen…


