Gesundheits-Gadgets: Nike Fuel vs. FitBit Ultra

Ich und nerdiges Spielzeug?
Dass das nicht so ganz zutreffend ist, habe ich ja schon das eine oder andere Mal unter Beweis gestellt.
Feedback hierzu: Wenn Du es nicht hättest, hättest Du es wohl erfunden… verstehe gar nicht, was Ihr meint…

Egal, ich habe da noch was „neues“: mein aus New York mitgebrachtes „Nike Fuel“. Und es tritt an gegen das, ebenfalls amerikanische, FitBit Ultra.

Beides, wie meine Twitterwaage, ein Gesundheits-Nerd-Gadget… und was ich davon halte, jetzt und hier…

Kurzzusammenfassung:

NIKE FUEL:

  • Armreif
  • Schrittzähler, Kalorienmesser
  • eigene „Währung“: FUEL
  • Mit USB-Anschluss
  • Nachteil: Lässt sich durch „Bewegung“ austricksen
  • Nachteil: In Europa aktuell immer noch nicht erhältlich
  • Preis: US-$ 149

FITBIT ULTRA:

  • Gürtelclip
  • Gyro und Höhenmesser inkl.
  • Misst Stockwerke, Schritte, Kalorien
  • Mit Bluetooth-Cradle
  • Misst Schlafqualität
  • Umfangreiche App und Webinterface
  • Nachteil: Geht gerne mal kaputt, Sync nur über Cradle an Mac/PC
  • Preis: € 99

Das Nike Fuel habe ich mir aus New York mitgebracht. Eine an sich gute Entscheidung, da es den Weg nach Europa immer noch nicht wirklich geschafft hat… Schade, da es das Teil mittlerweile nicht nur in schwarz gibt, sondern auch in einer wirklich tollen durchsichtigen Variante. Da kommt das Display, mit dessen Hilfe man jederzeit die Schritte, die Kalorien und die „Fuels“ ablesen kann, erst wirklich richtig zur Geltung. Aber, bis auf London im Nike-Store, ist da nichts zu machen, bisher…
Das Teil wird tagsüber als Armband getragen und wertet die Bewegungsabläufe aus und ermittelt so die Schritte, die zurück gelegt wurden. Durch die im Webinterface hinterlegten Daten wie Größe und Gewicht wird nun der Kalorienverbrauch ermittelt. Parallel hierzu rechnet das Teil die Schritte in die interne Währung, die Nike Fuels, um.

Das Teil selber gibt es bei Nike in drei Größen. Der Verschluss beherbergt zugleich einen USB-Anschluss, der das Gerät lädt und die Daten darauf mit der zugehörigen Webseite syncronisiert.

Das Gerät muss für den Erstbetrieb geladen und mit der Webseite gesynct werden… schade, wie immer nur die dummen Ideen bei Apple geklaut…

Damit einem nicht zu langweilig wird, kann man auf der Webseite nun verschiedene Ziele definieren, die unterschiedlich lange laufen. Zugleich wird mitgetrackt, wie oft und in welcher Reihenfolge man seine Tagesziele erreicht hat. Für den Spielspaß ist also nebenbei gesorgt.

Mich stört etwas, dass der Verschluss beim Laden an einem tragbaren Gerät ein wenig den Bedienkomfort einschränkt.

Das größte Manko ist allerdings: Nimm das Fuel in die Hand und schleudere es ein wenig hin und her und das Gerät wertet dies als SCHRITTE!
Gut, wer das nun weiß, weiß auch, wie man Fehlmessungen umgehen kann… aber nicht jede Bewegung im Fitness-Studio oder im Lauf des Tages nimmt darauf Rücksicht…

Nike hat dem Fuel eine App und Bluetooth-Sync von Fuel zu iPhone spendiert – das ist ein DICKES PLUS! Das Fuel muss somit eigentlich nur zum Laden an den Rechner.

Und nun zum zweiten Gadget, dem FitBit Ultra.
Es war das erste Gerät, dass den deutschen Markt erreichte. Mittlerweile ist die Linie ein bisschen erweitert worden, damit ist für jeden etwas dabei.

Im Unterschied zu dem Fuel ist der kleine „Riegel“ dafür gedacht, am Gürtel oder an der Hose (bei Frauen, am BH-Bügel, LAUT ANLEITUNG!) getragen zu werden. Da er voll mit Technik ist, lässt er sich durch schütteln nicht von Bewegung überzeugen. Der eingebaute Gyro merkt, wann eine (Vorwärts-)Bewegung ausgeführt wird, nur dann erfolgt eine „Zählung“.

FitBit zählt Schritte und rechnet diese, ebenfalls durch Daten, die in einer PC-/Mac-App eingegeben werden und auch über die Webseite verwaltet werden können, in Kalorien und Distanzen um. Aber der Clou ist: Dank Höhenmesser zählt das Gerät zusätzlich die zurückgelegten Stockwerke!

FitBit geht im Web weiter als Nike. Man kann hier Freunde, die ebenfalls ein FitBit haben und registriert sind, hinzufügen und sich so dem direkten Wettbewerb stellen. Wöchentlich gibt es einen email-Newsletter, der die Wochenzusammenfassung (die auch automatisch getwittert und auf Facebook gepostet werden kann, ähnlich wie Tagesergebnisse) enthält und mit den verbundenen Freunden vergleicht.

Technisch ist das Gerät dem Nike eindeutig überlegen – aber das Ultra ist ein wenig schwach in der Verarbeitung.
Mein erstes Teil hat sich nach einigen Wochen bereits verabschiedet, da es „aufgebrochen“ ist und damit Elektroschrott war. Da hat Nike eindeutig die Nase vorn!
(Anmerkung: ich kann NUR für das FitBit Ultra sprechen, die beiden anderen, mittlerweile auf dem Markt erhältlichen, kann ich nicht reden, da ich diese nicht besitze!)

Was mich an dem ersten FitBit, was aber bei den Nachfolgegeräten laut WebSeite verbessert wurde, ist die Tatsache, dass das Gerät wohl Bluetooth hat, dies aber nur mit der mitgelieferten Cradle, die neben Laden daher zum Syncronisieren verwendet wird, „spricht“:

Und das ist schade, da FitBit, wie auch Nike, eine tolle App hat, mit der auch Kalorien und Wasserzufuhr sowie Sport getrackt werden kann.
Aber: ohne Cradle kommen keine Daten zu FitBit ins Netz – und mehr als fünf Tage kann das FitBit im Gerät nicht speichern (bevor es anfängt, ALTE Daten einfach zu überschreiben!).

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass ein mitgeliefertes „Armband“ das Schlaf-Tracken ermöglicht:

Die Daten können auf dem Gerät nicht direkt verwendet werden, dafür ist der Sync mit dem Web nötig, um hier eine (verständliche) Auswertung zu erhalten.

Meine Auswertung:
Nike hat ein stabiles Gerät, welches sich per Bluetooth direkt mit der zugehörigen App unterhalten kann. Es muss also nur zum Laden mal per USB verwendet werden, ist sonst autark. Allerdings sind nicht wirklich alles Schritte, was die App zählt – und auch die problemlose Verfügbarkeit in allen Ländern ist ein Manko. Auch muss ich nach knapp einem Jahr ehrlich gestehen: der Preis von 149 US-$ ist wohl viel NIKE und wenig Technik.

FitBit hat ein eher fragiles aber dafür technisch sehr hochwertiges Gerät geliefert. Und FitBit scheint den Kunden zuzuhören: die beiden Nachfolgegeräte, ein Einsteiger- und ein Profigerät, sind beide Bluetooth-Sync-fähig mit dem Mobiltelefon.
Die App geht tiefer und deckt das komplette Spektrum ab. Sport, Bewegung, Speise- und Wasseraufnahme, da bleibt kein Wunsch mehr offen. Und mit dem Schlaftracker ist eine 24-Stunden-Analyse komplett.
Auf Wunsch kann man mit Freunden in einen Wettbewerb treten und seine Daten täglich/wöchentlich in soziale Netzwerke freigeben. Für 99 Euro ein wirkliches Gadget-Schnäppchen…

Auch wenn ich nach wie vor beide täglich in Aktion halte – mein Favorit ist das FitBit. Soziale Funktionen und der Funktionsumfang: mein Favorit!

Aber, der Markt wächst und neue Gadgets kommen… ich werde ein Auge darauf behalten…

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