amazongo – es ist wirklich so einfach (wenn mein keine Tüte mitnimmt)!!!

Wo sonst könnte man amazongo am besten testen, als bei amazon selbst? Eben! #seattle
Wo sonst könnte man amazongo am besten testen, als bei amazon selbst? Eben! #seattle

Ich weiß: meine Idealvorstellung zum Thema „Einkaufen“, niemanden sehen müssen, keine Schlangen, im Idealfall beamt sich mein kompletter Einkauf einfach zu Hause in den Kühlschrank – das ist aktuell noch Utopie. Aber wie wäre es mit maximaler Effizienz? Durch die Schranke, her mit den Sachen und wieder raus? Da kann man auch mal die Leute um einen herum ansatzweise tolerieren… oder?

Ja, doch. Man müsste es glatt erfinden… hätte es amazon nicht schon in Chicago, San Francisco und mehrfach in Seattle in Betrieb.

Zwar sind die #amazongo-Läden aktuell noch sehr klein, bieten aber eine überraschend große Auswahl an z.B. frischen Salaten, Früchten und Obst. Und natürlich die Dinge, die immer gehen: Cerealien, Sandwiches, Süßkram und Kuchen. Und natürlich: super schnelles WiFi!

Das „wie?“ selbst ist super einfach: Die amazongo-App laden und mit Deinem Account-Daten einloggen. Bestätigung des Zahlungsmittels.

DANN, GANZ WICHTIG!!!
Lest die Hinweise, auch wenn ihr Euch durch fünf oder sieben Bildschirme wischen müsst! Durch die Kombination von modernsten Kameras, Chips und mehr kauft ihr z.B. Artikel, die ihr entnehmt und einer weiteren Person gebt – egal, ob diese den Artikel anguckt und zurück stellt oder selber kaufen will. Also, haltet Euch mit Hilfsbereitschaft unbedingt zurück!

Und: Immer auf der App checken, welche Artikel aktuell in Eurem Einkaufskorb liegen. Zur eigenen Sicherheit.

Egal, wo man sich im amazongo-„Laden“ bewegt: man sieht keine Verkäufer. Keine Regaleinräumer. Und: nichts von all der Technik, die einen auf Schritt und Tritt beobachtet, um Einkäufe im Sekundenbereich möglich zu machen.

Kurz zu meinem Erlebnis:
Die App zu laden war das längste Event. Öffnen, meine Daten wurden übernommen, Kreditkarte bestätigen – und die Hinweise lesen. Dann hat man einen QR-Code, der aufgelegt werden muss, damit sich die U-Bahn-mäßige Schranke blitzartig öffnen (ja, sowas kennt man in Deutschland nicht – nehmt es einfach mal hin).

Will man mehr Leute mitnehmen, einfach den selben Code mehrfach auflegen – man selbst sollte dann aber als letzter gehen – und sich im klaren sein: jeder Artikel landen in DEINEM WARENKORB und DU ZAHLST FÜR ALLE!

Und sonst: Zugreifen, ansehen – zurückstellen oder nehmen. Dann weiter gucken und bei „fertig“ einfach durch die Schranken raus gehen. Und weiter gehen. Und viel weiter gehen. Du hast eingekauft!

Ich muss gestehen, es war ein komisches Gefühl. Der Warenkorb hatte die korrekten Artikel gelistet, der Preis war korrekt… trotzdem ein typisch deutsches Verweilen vor der Tür… man guckt auf den Timer in der App, nach knapp fünf Minuten nach dem Verlassen des Shops wird abgebucht. Einkauf beendet.

Allerdings:
Nicht ALLE Artikel können automatisch gebucht werden. Tüten sind ein Spezialfall. Es gibt zwei Arten, die man sich beliebig entnehmen kann – und manuell in der App per „+“-Zeichen hinzufügt.

DAS wollte allerdings bei meinem Einkauf so gar nicht klappen. Die Tüte wurde, wie amazon es im Laden schriftlich vermerkt hatte, nicht automatisch erkannt. Auch nicht beim Verlassen, obwohl ich brav alle Artikel in die Tüte packte. Vor der Tür, im immer noch amazongo-WiFi, versuchte ich der App die Tüte beizubringen: keine Chance. Ich tippe dank dem Plus auf die „1“ – und ein paar Sekunden später setzte die App die Tüte wieder auf „0“. Also, dann eben eine „2“. Und schon wieder: eine Null.

Ich verbuche das mal als Willkommensgeschenk von amazon an Europa’s umsatzstärksten Privatkunden! Danke! (Wenn nicht, ihr wisst ja wo ich wohne!)

 

Auf jeden Fall: bis das Zeug durch meinen Kühlschrank bestellt, sortiert und wieder eingeräumt werden kann, ist genau DAS, was amazongo bietet, das Maximum dessen, was ich an Belästigung in Supermärkten – ab sofort – bereits bin zu ertragen. Und das schreibe ich, während ich an das aktuelle Aldi-Ferienbeginn-Kinder-und-Wintersachen-Mütter-Massaker-am-Wühltisch zurück denke, welches ich überlebt habe… dank eines letzten Sonderpostens, den ich in gegengesetzte Richtung schleuderte, woraufhin die Stampede der Hausfrauenmütter sich in bester Rugby-Manier dem Schatten eines Artikel hinterher stürzte… Nein, so was gibt es nicht nur im Film…!

 

Was amazongo noch besser machen muss:

  • Mehr Angebot! Die Auswahl lässt echt noch zu Wünschen übrig, dafür stehe ich danach zwei Querstraßen weiter bei Tesco ne halbe Stunde an der Kasse an.
  • Und, apropos: Ja, der Laden und die Technik sind hochwertig und teuer – die Produkte aber teilweise auch! Vor allem die gängigen! Das schreckt echt ab.
  • Mit der „anfassen-gekauft“-Technik kann ich aktuell noch leben: aber wen Regale und Tüten mitdenken, muss das ein schnelles Ende haben.
  • Auch hakt die App ab und an noch – das muss ebenfalls (alleine schon im Eigeninteresse von amazon) besser werden.
  • Aber sonst: Fehlt nur noch der Markteintritt in Deutschland, idealerweise gleich noch kombiniert mit einem Lieferdienst um die Ecke von mir… amazon, ich wäre bereit, für den Beginn einer langen Freundschaft im Lebensmittelsektor…

 

Sonst war es ein wirklich schwer beeindruckendes Erlebnis – und kurz nach dem Besuch war es bereits selbstverständlich. Besten Dank dafür!

 

 


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Erlangen, Deutschland

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