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Google Home – kaum da, schon gelobt… aber…

08.08.2017. Den Tag, der rot in meinem Kalender angestrichen war. GoogleHome („1“, in den USA munkelt man, dass dieses Jahr noch der Nachfolger „2“ auf den Markt kommt) hat es endlich auch auf den deutschen Markt geschafft. Damit ist der neue Google Assistant endlich aus dem Telefon ausgebrochen und steht auf dem ersten „eigenem“ Gerät zur Verfügung. Schnell war also der Bestellbutton gedrückt, sofort wurde die N26-Kreditkarte belastet – aber dann kam die kognitive Dissonanz, die mich umgehend die Bestellung (das geht innerhalb knapp einer Stunde nach Aufgabe der Bestellung) wieder stornieren lies… warum… ganz einfach…

Google Home - endlich verfügbar! Quelle: store.google.com

Google Home – endlich verfügbar! Quelle: store.google.com

Wenn selbst die c’t schreibt, dass das von Google verbaute Umfeldmikrofon der Hammer ist und man sich schnell an die, im Vergleich zu amazon doch recht künstliche Stimme gewöhnt hat, ist das schon mal eine Auszeichnung. Also war mein Weg zum Google-Online-Store nur einen Mausklick entfernt. Ebenso wie die Bestellung. Ich war schon am überlegen, wo im Wohnzimmer das Home seinen künftigen „Stellplatz“ finden würde. Wie es zusammen mit meinem ChromeCast Inhalte auf meinen TV zaubern wird. Welche Fragen es hoffentlich im Unterschied zu alexa problemlos beantworten kann. Und wie die Qualität des Lautsprechers verglichen mit dem „kleinen“ Echo Dot (ja, zwei Mal ein bewusster Kauf!) sein wird.

Und dann dämmerte es mir – und ich stornierte die Bestellung – schnell und einfach, mit nur einem Mausklick (auch wenn die Kohle noch nicht wieder da ist).

Eigentlich überwiegt(e) ja die Vorfreude, das Gerät übermorgen bereits zu installieren und in Betrieb zu nehmen… und da?
Ich habe mich, auch kostentechnisch, aus dem Google-Öko-System verabschiedet und bin mit Musik bei amazon unlimited (bereue ich nicht!). Was also soll Google Home mir bieten? Ein teures Dekoobjelt, dass mir morgens beim Frühstück meine Termine und den Wetterbericht runter betet. Das macht Alexa schon nach dem aufstehen – wenn auch mit schlechten Daten von Microsoft’s Bing (das GRÖßTE MANKO!!!!). Und meinen Kalender: kann mein Dot auch, es gibt eine Funktion und einen Skill dafür. Und Echo spielt, wenn auch nicht immer auf den ersten Sprachbefehl, die komplette Bibliothek von amazon Music unlimited – und genau an der Stelle ist Google raus!

Vielleicht wird Home das auch mal können – vielleicht aber auch nie, da amazon hier als Platz drei hinter Spotify (dessen Dienst sehr wohl geht!) und einem anderen Anbieter vor Google liegt und somit als Konkurrent gesehen wird – und die Hoffnung besteht, dass Käufer sich nun aus Bequemlichkeit nun auch bei anderen Google-Diensten, die kompatibel sind, „einkaufen“.

Und an dem Punkt bin ich raus. Ich sage nur: amazon music unlimited Jahresbetrag im Familien-Abo: Teilt das mal durch die maximal mögliche Anzahl (check!) – das sind 30€ im JAHR! Wieso sollte ich das in knapp drei Monaten und ein paar Tagen woanders ausgeben?

Somit siegte die Vernunft über den Gedanken der Rücksendung: und schon was das Teil wieder storniert (und ja, die Kohle ist immer noch nicht wieder da – ich mag N26 für diese Infos!).

 

Klar, ich halte ein Auge drauf.
Aber den Assistant habe ich auf meinem PIXEL (viertes Gerät, bis endlich eins ging, zur Erinnerung!) und zwei Dots in der Wohnung verteilt – sorry, Google: in vielerlei Hinsicht bist Du hier einfach viel zu spät (und zu teuer) gekommen…

 

amazon Warehouse Deals: für Euch angetestet

„Refurbished“ ist ja das mittlerweile nicht mehr ganz so neue Modewort, für bereits betouchte, ausgepackt und mit Sicherheit nicht ganz so liebevoll wieder zurück geschickte Artikel. Da aber gerade die Online-Gesetzesregelungen hier viel Spielraum eröffnet haben, kann ja nicht jedes Teil vernichtet oder an den eigentlichen Hersteller zurück gegeben werden. Also, was tun sprach Zeus – und gab Jeff Bezos die Eingebung der amazon Warehouse Deals. Kleiner Trick am Rande: der Preis ist reduziert, die Ware ist „generalüberholt“ und es gibt, wie auf Gebrauchtware oder Apple-Produkte üblich, ein Jahr Garantie…

amazon Warehouse Deals // Quelle: amazon.de

amazon Warehouse Deals // Quelle: amazon.de

 

Ich bin durch einen interessanten zusätzlichen prozentualen Nachlass bei den vorweihnachtlichen Prime-Tagen darauf gestoßen. Und so kam ich zu einem amazon basics Toaster, einen nagelneuen fireTV, einem Grundig- und kurz danach (aber als Ersatz) einem Braun Stabmixer. Hier nun zu meinen Erfahrungen:

Warehouse-Deals sind in einem eigenen Bereich bei amazon (aber eben genauso problemlos) zu finden. Bei manchen Produkten, wie zum Beispiel bei dem fireTV wurde es direkt in den „normalen“ Suchergebnissen aufgelistet. Bestellt wird wie immer, Prime geht auch tadellos bis morgen.

Nun zu den Produkten:

Dem Toaster konnte ich weder an der Verpackung noch dem Inhalt nur in irgendeiner Weise ansehen, dass dieser schon mal ausgepackt bzw. in fremden Händen gewesen sein soll. Anleitung, Gerät, Verpackung: Tadelloser Zustand. Keine Kratzer, kein heimlicher Bruch oder sonst ein Schaden am Gerät selbst. 1a Ware zum halben Preis. Alle Knöpfe gehen.
URTEIL: Absolutes Schnäppchen gemacht, von Neuware in keinster Weise zu unterscheiden.

Bei dem amazon fireTV ist das Ergebnis wie bei dem Toaster: an der Verpackung leichte Gebrauchsspuren, die aber eher nach Lager als Kunde aussehen. Das Gerät selber ist wie aus der Herstellung akkurat und vollständig mit den jeweiligen Klebefolien umzogen. Da man bei einer quasi als Öffnungsspur eine Lasche zerstören muss und somit erste Fingerabdrücke hinterlässt, würde ich auch hier sagen:
URTEIL: für nichts 5€ weg vom Neupreis, sollte man unbedingt mitnehmen.

Dafür wurde es beim Grundig-Rührstab ein wenig… bescheidener. Bereits die Original-Umverpackung war mit mehreren Lagen durchsichtigem Klebeband „in Position“ gebracht worden. Generalüberholt gilt wohl auch für die Verpackung. Beim Auspacken viel mir sofort die zerfledderte und hilflos in die Verpackung gequetsche Anleitung auf. Auch war nicht jedes Teil an der im Styropor vorgesehenen Position. Und dann, die erste Entscheidung zur Rücksendung: im mitgelieferten Messbecher ein großer Sprung auf einer Seite (und nein, KEINE Messskala!).
Aber das wirkliche Rücksendeargument war das Gerät selbst: am untere Ende, wo in die Motoröffnung die diversen Rührelementedinger gesteckt werden befindet sich ein grauer Ring, der spritzende Flüssigkeiten davon abhalten soll, ins Gehäuse einzudringen (und vom Design und der Farbe her sieht er auch noch total geil aus!). Allerdings war dieser mittig gebrochen so dass nicht nur Flüssigkeit, sondern auch ein Blick ins Innere problemlos nötig war. Sorry, das war es – bei 220 Volt und ein paar Ampere ist mir das den Preisnachlass nicht wert.
URTEIL: Zwei von drei – ich wolle es wissen!

Also, Ersatz für den Grundig gesucht. Leider wurde mein damaliger Gutschein nicht erneut verrechnet, so dass ich nur knapp 60% gegenüber Neupreis auf den Braun-Rührstab nebst wesentlich umfangreicherem Rührdingsetgedöhns bekam – und Braun von den technischen Specs auch das bessere Gerät ist. Hier war nun die Verpackung sichtlich bereits geöffnet worden, sonst aber alles im Lot: innerhalb der Verpackung alles ordentlich aufgeräumt, jedes Teil an seiner Styropor-Stelle, das Handbuch neu… keine Teile gebrochen, beschädigt oder unbenutzbar. Somit blieb der Rührstab um Haushalt und leistet mir bisher sehr gute Dienste (schreibt ein absoluter Nicht-Koch!).
URTEIL: DREI VON VIER – damit könnte ich auf die Rennbahn gehen!

Spaß beiseite: dafür, dass ich sonst zielstrebig jedes Montagsgerät vom Neugerätestapel ziehe, eine wirklich gute Bilanz. In Summe im Vergleich zu den Neuprodukten zwischen 5 und knapp 60 Euro gespart – und auch mit hoch-hygenischen weiße Waren Produkten für Küche und Herd fast immer Glück gehabt.

 

Machen oder lassen? Wenn es sich anbietet und vom preislichen her Sinn macht, unbedingt machen!

Der Geldbeutel sagt: Klar, 5€ für gebraucht weg vom Neuprodukt, vielleicht unsinnig. Habe ich aber für mich und dann für Euch und den Test hier gemacht.

Und sonst? …habe ich da ein Auge drauf, gerade bei Artikeln, die ich vor Ort nicht oder nur schweineteuer bekomme – und eben auch, was sie sonst neu bei amazon kosten würden. Klarer Daumen hoch für die Warehouse-Deals!