Das kann ja kommenden Sonntag spannend werden, wenn statt Briefwahl der Weg zur Wahlurne angetreten wird – bin gespannt, ob euch in Schulen was auffällt…?!?

Ich bin seit mehreren (Bundestags-)Wahlen bereits Briefwähler, bin ich doch wahlweise unterwegs oder eben nicht vor Ort, um meine Stimme in die korrekte Urne geben zu können. Und so war für mich, erst recht im Coronajahr 2021, eines klar: Ich schiebe mich nicht in eine Aula einer Schule oder eine Mehrzweckhalle oder einen Berliner Seniorenstift, um an der Wahl teilzunehmen, sondern erledige das alles vorab per Briefwahl, quasi wie immer. Aber an sich schade, was mir da nun kommenden Sonntag so alles entgehen wird…

Unsere, mal weniger, mal noch schlechter, im Wahlkampf-Modus „grüne Wiesen und blühende Landschaften“ skizzierende Politiker haben es, auch sehr zu unserem Wohlbefinden, nächsten Sonntag dann endlich geschafft: die Wahl zum Bundestag, neben auch den regionalen Stimmzetteln, sind dann endlich geschafft. 

Zeit wird es! Noch mehr schlechte Kandidaten aus der CDU, noch mehr Quote aus Grün und Co, es ist dieses Jahr einfach unerträglich. Und trotz Trielle und all dem TV-Quatsch einer der uninteressantesten Wahlkämpfe jemals!

Wäre es doch für die „Presse“ oder das, was sich für die Trielle als „Journalist“ an den Tag gestellt hat, dieses Mal so einfach gewesen, die Kandidaten so wirklich aus der Reserve zu locken. Laschet mit dem Jahrhunderthochwasser und seinen Lügen, nicht zuletzt regional durch „Kinder mit Knopf im Ohr“ aufgeflogen. Scholz als der Mann, der in Hamburg und kurz nach dem Umzug nach Berlin erst mal seine Schandtaten vertuscht hat und gar nicht so sehr der Saubermann ist, wie er sich gerne darstellt. Die Baerbock als jemand, der noch nie einen Job hatte, noch nie ein tragendes Amt und nun die BDR führen will – mit welcher Qualifikation? Das, was sie alles nicht kann, durften wir uns im Kleinen ja bereits mehrfach ansehen. Und dann noch die Extremen, egal ob von Links oder Rechts, die nur mit den Standardparolen um die Ecke kamen und sonst konzeptlos aber teuer alles versprechen? 

Da kann man sich als Lindner echt ins Fäustchen lachen, schließlich wurde man zum Grillen der Kandidaten nicht eingeladen und könnte, sollten die mit vielen Millionen aus der Staatskasse bzw. durch Steuergelder finanzierten hundert-scharen von Umfrageergebnisse täglich Recht behalten, plötzlich doch wieder eine tragende Rolle in Berliner Räumlichkeiten einnehmen – falls er nicht wieder „nein“ statt „ja“ sagt!

Und in diese Gemengelage geht der geneigte Wähler, der der Briefwahl nicht traut oder den rechtzeitigen Antrag verpasst hat, in seine nahegelegene Mehrzweckhalle oder Seniorenstifträumlichkeit, um seine Kreuze vor Ort zu machen.

Vielleicht entscheidet sich der eine oder andere vor Ort dann auch spontan noch um: kann man doch gerade in Turnhallen und Schulen nun die total verpasste Coronapolitik, die uns in absoluter Härte nach der Wahl wieder und viele wahrscheinlich auch noch unvermittelt treffen wird, live ansehen.

Nein, den eigenen Kugelschreiber als Placebo-Maßnahme einzufordern, ist eher die oberste Peinlichkeit. Auch die wahrscheinlichen Standard-Aufkleber, die die Wartenden in eine geordnete Abstandskette verwandeln, geschenkt. Klappt im Supermarkt nicht mehr, mal sehen, wie die Wahlhelfer damit umgehen.

Aber guckt euch alle mal an, was nun eindreiviertel Jahre Corona gerade den Schulen gebracht haben: NICHTS! Oder seht ihr irgendwo, statt offenen Fenstern nach der dümmsten aller Methoden, dem Stoßlüften, aktive Luftfilteranlagen? Also die, die nun doppelt und dreifach in jedem verdammtem McFit zu finden sind? Für ein paar hundert Euro das Stück? Und nun – wie sieht es aus in der Schule?

Und bei all diesen Abläufen, rechnet euch doch schon mal aus, wie die nachfolgenden Wochen so werden. Lockdown? Partielle Einschränkungen nach Uhrzeit, also Ausgangsbeschränkungen. Wieder Eingriffe in die privaten Bereiche durch Nachbarschaftspolizei, da wieder nicht mehr als maximal zwei weitere Besucher in einer Wohnung geduldet werden? Oder nun doch mehr und mehr Impfpflicht durch „nudgets“, kleine Stupser oder tatsächlichen Zwang durch mehr 2g und der langsame Weg zu 1g?

Aber immerhin dürften dann ab nächster Woche die Straßen und Gehwege endlich von diesen Ein-Wort-Ungetümen befreit sein. Ich weigere mich ja, jemand zu wählen, der einfach nur „Zukunft!“ auf ein Plakat schreibt. Oder „Familie“, wenn der Kandidat noch nicht mal in die Richtung der rein retuschierten Familie sieht. Macht auf mich den Eindruck eines Kindergartensets, womit mal unbekannte Worte endlich mithilfe von Bildern lernt… wobei – das wäre auch nicht die schlechteste Standardausstattung für gewisse Ministerien…

Genießen wir es, bis es rum ist. Danach hat uns Corona wieder. Dabei ist es so einfach: Maske und Abstand – oder kennt ihr jemand, der letztes Jahr Grippe gekriegt hat?

Und freuen wir uns auf ein Ende des Wahlkampfs der stummen Gähner. Man, war das langweilig, man waren das auswendig gelernte Worthülsen. Und viel zu viele unnötige Hochrechnungen. Dafür, dass die meisten an der Urne dann doch wieder „wie immer“ wählen, trotz all der Trielle, den Plakaten und den Werbespots – ob ich mit dem letzten Satz recht habe, wissen wir in ein paar Tagen!

 


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